Zu gut um wahr zu sein: US-Justiz prüft Ratings von Standard & Poor's

DPADie US-Rating-Agentur Standard & Poor's bekommt Probleme wegen zu optimistischer Bonitätsnoten bei US-Hypothekenpapieren: Nach der US-Börsenaufsicht SEC prüft jetzt auch das US-Justizministerium, ob die Agentur Vorschriften verletzt hat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...846869,00.html
  1. #1

    Dringende internationale Nachjustierung erforderlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die US-Rating-Agentur Standard & Poor's bekommt Probleme wegen zu optimistischer Bonitätsnoten bei US-Hypothekenpapieren: Nach der US-Börsenaufsicht SEC prüft jetzt auch das US-Justizministerium, ob die Agentur Vorschriften verletzt hat.

    Zu gut um wahr zu sein - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ja das Problem von Privatwirtschaft. Der Verdacht von Korruption, Parteilichkeit und Vetternwirtschaft ist noch höher als bei sog. Staatsbetrieben.
    Die modernen Kommunikationsmedien (Internet,Smartphone,WLan-Sticks) zeigen das Dilemma, der Gefahr von Zensur, Propaganda,Anarchie und Piraterie überdeutlich.

    Es muß dringend international nachjustiert werden (Urheberrecht,Gesetzgebung,etc.).

    Sonst werden US-Ratingagenturen zur Allzweckwaffe gegen internationale Kapitalbewegungen und damit mögl. Auslöser einer weiteren Finanz- und Wirtskrise.

    Ciao
    DerDemokrator
  2. #2

    Niemand weiss,

    nach welchen Kriterien Ratingagenturen bewerten! Wenn Ratingagenturen ihre Bewertungen transparent machen wuerden, koennten rund um den Globus alle damit leben.
    Das machen sie nicht, um so "besser" kommen momentan die Amerikaner weg.
  3. #3

    Transparenz ist zu vermeiden

    Man wuerde sonst erkennen, dass Sachverhalte aus Kostengruenden nur oberflaechlich gewuerdigt werden. Bei der Anzahl neu publizierter Ratings, fuer Banken, Bundeslaender, Eurolaender etc. ist die Akkordarbeit kaum zu schaffen. Die Ratingagenturen sollten vielleicht zusaetzl. prekaere Beschaeftigungsverhaeltnisse begruenden (so um die 4 Euro die Stunde), um so der Arbeitsbelastung Herr zu werden.
  4. #4

    Das wahre Problem der Rating-Agenturen ist ihre Milde. Hätten sie ihren Job richtig gemacht, gäbe es nur eine handvoll Länder mit Top-Ratings. Die meisten Staaten würden im unteren Drittel rumdümpeln und aufgrund der Macht der Ratings mit dem Sparen und dem Umbau der Staatsfinanzen beginnen. Dummerweise würde auf Rating-Agenturen, die nur negative Meldungen bringen, keiner mehr hören.

    Das sieht man momentan. Jetzt, wo das Kind längt in den Brunnen gefallen ist, werden die Ratings realistischer. Und schon wird überall nach Kontrolle und Gefängnis geschrieen, anstatt diesen verspäteten Trend zu begrüßen.

    So ist die Welt...
  5. #5

    Wenn man sich

    die Besitzstruktur und Verbindungen zur Politik bis hinauf ins Weiße Haus genau ansieht dann ist kaum davon auszugehen das die Ratings der 3 großen Agenturen auch nur halbweg unabhängig und neutral sind.
  6. #6

    Wieso?

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Das wahre Problem der Rating-Agenturen ist ihre Milde. Hätten sie ihren Job richtig gemacht, gäbe es nur eine handvoll Länder mit Top-Ratings. Die meisten Staaten würden im unteren Drittel rumdümpeln und aufgrund der Macht der Ratings mit dem Sparen und dem Umbau der Staatsfinanzen beginnen. Dummerweise würde auf Rating-Agenturen, die nur negative Meldungen bringen, keiner mehr hören.

    Das sieht man momentan. Jetzt, wo das Kind längt in den Brunnen gefallen ist, werden die Ratings realistischer. Und schon wird überall nach Kontrolle und Gefängnis geschrieen, anstatt diesen verspäteten Trend zu begrüßen.

    So ist die Welt...
    In dem Artikel steht doch, dass die US-Justiz ermittelt, weil S&P Hypothekenpapiere zu positiv! (Sie würden wohl sagen: "zu milde") bewertet hat. Oder haben Sie den Artikel gar nicht gelesen?
  7. #7

    Ratingagenturen

    Na, wer sagt's denn, endlich befasst auch die Wissenschaft mit den dubiosen US-Ratingagenturen, die ihre eigene Politik im Interesse ihrer Eigentümer macht und denen die Völker im Grunde egal sind. Es wird Zeit, dass mehr Wissenschaftler sich mit diesem Problem beschäftigen. Die Politik ist unfähig, der Bankenaufsicht vorzuschreiben, dass die Ratingagenturen namentlich aus den Vorschriften herausgenommen werden und ihre Klassifikationen in die Tonne getreten werden. Wenn Banken Gelder anlegen wollen, müssen sie selber um die Bonität ihres künftigen Schuldners kümmern. schließlich haben sie alle einen Informationszugang über das Internet. Diese Ratingagenturen sind aus dem Ruder gelaufen. Die Politik muss die Ratingagenturen als Plünderanstalten der Euroländer aus dem Verkehr ziehen oder haben sie ihre Macht schon verloren ...
  8. #8

    Recht habende Theoretiker

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die US-Rating-Agentur Standard & Poor's bekommt Probleme wegen zu optimistischer Bonitätsnoten bei US-Hypothekenpapieren: Nach der US-Börsenaufsicht SEC prüft jetzt auch das US-Justizministerium, ob die Agentur Vorschriften verletzt hat.

    Zu gut um wahr zu sein - SPIEGEL ONLINE
    Offenbar haben die Spinner, die die Finanzkrise mit einer Verschwörungstheorie unterlegt haben, doch recht. Und bisher dachte ich, das seien Spinner.
  9. #9

    Ahnungslos... Dabei stehts doch im Artikel, dass...

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Das wahre Problem der Rating-Agenturen ist ihre Milde. Hätten sie ihren Job richtig gemacht, gäbe es nur eine handvoll Länder mit Top-Ratings. Die meisten Staaten würden im unteren Drittel rumdümpeln und aufgrund der Macht der Ratings mit dem Sparen und dem Umbau der Staatsfinanzen beginnen. Dummerweise würde auf Rating-Agenturen, die nur negative Meldungen bringen, keiner mehr hören.

    Das sieht man momentan. Jetzt, wo das Kind längt in den Brunnen gefallen ist, werden die Ratings realistischer. Und schon wird überall nach Kontrolle und Gefängnis geschrieen, anstatt diesen verspäteten Trend zu begrüßen.

    So ist die Welt...
    ... du mit deiner Sicht der Dinge völlig falsch liegst. Wieder mal nur den Titel gelesen, statt den Artikel.