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Zoff um Gaststättenhygiene: Ein Senator im Smiley-Trubel

DPAEin Berliner CDU-Senator legt sich mit Ilse Aigner an. Wegen deren Verbrauchergesetz müsse er die Hygiene-Smileys für Gaststätten stoppen. Die CSU-Ministerin reagiert empört - und noch am selben Tag gibt ihr Kontrahent klein bei. Dabei hat er im Kern sogar recht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...849407,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Berliner CDU-Senator legt sich mit Ilse Aigner an. Wegen deren Verbrauchergesetz müsse er die Hygiene-Smileys für Gaststätten stoppen. Die CSU-Ministerin reagiert empört - und noch am selben Tag gibt ihr Kontrahent klein bei. Dabei hat er im Kern sogar recht.

    Senator Heilmann und sein Kampf um die Gaststätten-Smileys - SPIEGEL ONLINE
    Was für ein Quatsch. Als DEHOGA hät ich mir schon lange überlegt, ob es nicht besser wäre, selbst ein Hygiene-Portal im INet einzurichten. Evtl. über eine Stiftungslösung??? Schlampige Hygiene in dem ein oder anderen Laden schadet doch insgesamt der Branche! Da wäre ein Slogan wie "Unsere Küchen sind sauber! - DEHOGA" (oder sonstwie) mal was ganz was Neues.
  2. #2

    Scheinheiligkeit zur Verdummung der Verbraucherinnen und Verbraucher

    Wozu um den heißen Brei herumreden:

    Dass die Politik, und hier namentlich das Ministerium von Frau Aigner sowie der Deutsche Bundestag als Gesetzgebungsorgan, nicht klare und eindeutig verbraucherfreundliche Regelungen zur Information der Verbraucher einführt, hat wohl mit einiger Wahrscheinlichkeit auch mit dem Einfluss der Lebensmittelindustrie-Lobby auf die Politik zu tun. Diesen Rückschluss lassen z.B. wie im Artikel angeschnitten schwammig ausgestaltete gesetzliche Regelungen zu.

    Und hier kann man gleich fortfahren mit Beispielen: Warum soll nach einem Bericht von Foodwatch sowie einiger anderer Medien vom Mai/Juni die ursprünglich von der Politik groß und öffentlichkeitswirksam angekündigte verpflichtende Einführung der "Hygiene-Ampel" nun still und leise beerdigt werden? Ein Schelm wer böses dabei denkt.

    Der Verbraucher zieht gegen die Lobby-Macht immer den Kürzeren und wird von einigen Teilen der Politik für dumm verkauft.
  3. #3

    Ah, die DEHOGA...

    ...soll ein "Hygiene-Portal" im einrichten, also der Verein dem auch die Schmuddelkneipenbsitzer angehören? Besser kann man nicht den Bock zum Gärtner machen.
    Können Sie mir jetzt noch verraten warum schlampige Läden denjenigen schaden die ein vorbildliches Lokal führen.Wohl nicht, denn die sauberen Lokal profitieren davon bzw. die Drecksbudenbesitzer geben sich endlich mal mehr Mühe anstatt sich am Arsch zu kratzen um anschliessend stinkendes Hackfleisch mit den Händen zu verwursteln.
  4. #4

    die putzigen Smileys...

    sind nichts Anderes als zum "Bürgerservice" umdeklariertes Behördenversagen. Jeder Betrieb, von dessen Küche eine echte Gefahr ausgeht, gehört sofort geschlossen, alle Anderen bleiben offen, ganz einfach! Würde der TÜV nach der Smiley-Methode vorgehen würde er verkehrsuntüchtige Kfz mit einer großen roten Fahne gekennzeichnet weiterfahren lassen und Wagentyp und Kennzeichen im Internet veröffentlichen, damit die anderen Verkehrsteilnehmer vor diesen rollenden Bomben gewarnt sind und ihnen ausweichen können...
  5. #5

    Häufigkeit der Kontrollen

    Ich finde die ganze Hygieneampel nach wie vor unsinnig. Sie kann nur dann was nützen, wenn oft genug kontrolliert wird, dass sie immer auf dem aktuellen Stand ist. Das passiert aber nicht, weil wir viel zu wenig Kontrolleure beschäftigen. Somit könnte eine Schmuddelbude die Bestnote haben, weil sie vor 3 Jahren zuletzt kontrolliert wurde und damals noch sauber war, während ein tadelloses Restaurant eine schlechte Note hat, weil es vor zwei Jahren noch dreckig war. Das ist irreführend und wettbewerbsverzerrend. Außerdem sehen die Prüfer nicht alles. Vielleicht kriegt eine Wirtschaft dann eine schlechte Note, weil das Frittierfett alt ist, aber in der anderen mit dem firschen Frittierfett niest der Kellner öfter mal quer über den Salat, nur natürlich nicht gerade wenn geprüft wird.
    Wie sie das in Dänemark machen weiß ich nicht. Ob die häufiger prüfen?
    Davon abgesehen finde ich so eine Ampel an sich unsinnig. Entweder ist ein Betrieb sauber genug, oder er gehört dicht gemacht. Dazwischen gibt es für mich nichts Erwähnenswertes.
  6. #6

    Zurück zu den Wurzeln, nach Bayern

    Zitat von Gerüchtsvollzieher Beitrag anzeigen
    sind nichts Anderes als zum "Bürgerservice" umdeklariertes Behördenversagen. Jeder Betrieb, von dessen Küche eine echte Gefahr ausgeht, gehört sofort geschlossen, alle Anderen bleiben offen, ganz einfach! Würde der TÜV nach der Smiley-Methode vorgehen würde er verkehrsuntüchtige Kfz mit einer großen roten Fahne gekennzeichnet weiterfahren lassen und Wagentyp und Kennzeichen im Internet veröffentlichen, damit die anderen Verkehrsteilnehmer vor diesen rollenden Bomben gewarnt sind und ihnen ausweichen können...
    Auch Frau Aigners Ministerium beschäftigt sich lieber mit
    Randerscheinungen wie Smileys als echten Problemen wie Uran auf
    deutschen Feldern oder Pestiziden im Grundwasser.

    Für viel Geld wird hier Nonsens auf höchster Ebene betrieben.

    Gammelfleisch, Antibiotika bei Tiermast usw usw., es bleibt viel zu tun,
    lassen wir es liegen.

    Einzige Entschuldigung, in anderen Ministerien sieht es
    noch viel chaotischer aus.
  7. #7

    Zitat von Miere Beitrag anzeigen
    Ich finde die ganze Hygieneampel nach wie vor unsinnig. Sie kann nur dann was nützen, wenn oft genug kontrolliert wird, dass sie immer auf dem aktuellen Stand ist. Das passiert aber nicht, weil wir viel zu wenig Kontrolleure beschäftigen. Somit könnte eine Schmuddelbude die Bestnote haben, weil sie vor 3 Jahren zuletzt kontrolliert wurde und damals noch sauber war, während ein tadelloses Restaurant eine schlechte Note hat, weil es vor zwei Jahren noch dreckig war. Das ist irreführend und wettbewerbsverzerrend. Außerdem sehen die Prüfer nicht alles. Vielleicht kriegt eine Wirtschaft dann eine schlechte Note, weil das Frittierfett alt ist, aber in der anderen mit dem firschen Frittierfett niest der Kellner öfter mal quer über den Salat, nur natürlich nicht gerade wenn geprüft wird.
    Wie sie das in Dänemark machen weiß ich nicht. Ob die häufiger prüfen?
    Davon abgesehen finde ich so eine Ampel an sich unsinnig. Entweder ist ein Betrieb sauber genug, oder er gehört dicht gemacht. Dazwischen gibt es für mich nichts Erwähnenswertes.
  8. #8

    Eleminierung des Unreinen

    Diese Smiley-Aktion finde ich wirklich seltsam. Abgesehen davon, dass ich den prüfenden Behörden nicht vorbehaltlos trauen kann (aus Berlin weiß ich, wie stark die Bewertung von Tagesform, Sympathie und leider auch von kleinen Aufmerksamkeiten abhängt), erinnert mich der Smiley immer wieder (sorry schon mal) an den Judenstern in jüdischen Geschäften, der übrigens meistens auch gelb war. Ich finde so eine öfffentliche Belobigung oder Brandmarkung problematisch. Sie wäre vielleicht akzeptabel, wenn auch der Prüfer bekannt wäre und bewertbar wäre. Es gibt für mich leider noch eine Parallele zum Judenstern: das deutsche (oder vielleicht nordische ?) Bedürfniss nach Reinheit, Sauberkeit und der damit verbundene Wunsch nach Eliminierung des Unreinen. Kinder essen von der Strasse, der Koch hat sich nach dem Besuch der Toilette die Hände nicht gewaschen, der Schimmel im Brot war nicht zu erkennen: ich meine, wir vertragen eine ganze Menge Unreinheit. Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen, natürlich will auch ich, dass "schwarze Schafe" gefunden werden und die Lebensmittelproduktion möglichst sauber ist. Ein Smiley - System zu diesem Zwecke lehne ich ab.
  9. #9

    Dilettanten nicht nur in Berlin.

    Aigner kann, will und darf nichts bewirken, sie ist nur der billige Büttel der Dehoga.
    Das Volk hat hier nur wieder einem sachunkundigen "Mietling" eine Amtszeit gewählt.
    Sachverstand ist teuer.


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