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Zoff mit der Uni Bayreuth: Guttenbergs*seltsamer Kampf*
Plagiatsaffäre zweiter Teil: Karl-Theodor zu Guttenberg schaltet im Streit über den Abschlussbericht der Bayreuther Prüfungskommission seine Anwälte ein. Warum tut der Ex-Minister sich das an? Die Attacken werden seiner Glaubwürdigkeit nur weiter schaden.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...756126,00.html
- #1 10.04.2011 16:47 von
Ein Glück
Mein Gott, ich stelle mir vor, diese Person würde Kanzler von Deutschland (gewesen sein)....
- #2 10.04.2011 16:48 von
Warum tut er sich das an?
Daß er unter Realitätsverlust leidet, war von Anfang bis Ende des bisherigen Verlaufs doch recht offensichtlich. Mich hätte es eher überrascht, wenn er nun nicht so reagiert hätte, denn für mich persönlich steht fest, daß der Mann schlicht und einfach krank ist. Die kurze Zeit konnte ihm nicht zur Genesung reichen.
- #3 10.04.2011 16:51 von
Autoritätsgläubige Jünger!
Die letzte Verteidigungslinie der Guttenberg-Jünger, ist doch die Unschuldsvermutung.
Und viele CDU/CSU Anhänger können sich doch gar nicht verstehen, warum "ein paar Fussnoten" vergessen schlimm sei. Wenn es dagegen schwarz auf weiss geschrieben steht, Guttenberg sei ein Betrüger, wenden sich vielleicht doch noch ein paar stramme Anhänger ab. Mit jemandem, der ein offiziell festgestellter Betrüger ist, mag sich dann manch glühender Anhänger doch nicht solidarisieren. Die Anhänger befürchten dann, es könne doch etwas an ihnen selbst hängen bleiben.
Der Kanzlertraum ist für einen offiziellen Betrüger dann doch ausgeträumt, vielleicht aber nicht für einen inoffiziellen Betrüger. Schliesslich ist mancher Deutscher aus dem konservativen Milieu doch recht autoritätsgläubig. - #4 10.04.2011 16:53 von
...
Tja, warum tut er das? Ich kann nur mutmaßen:
- entweder er ist immer noch überzeugt, dass er zwar geschummelt, aber für angeblich 80% der Bevölkerung trotzdem rechtens gehandelt hat, oder
- er ist ein erbarmungswürdiger Kleingeist, der - ähnlich einem Don Quixote - meint, die wahre Welt befindet sich nur in seinem Kopf. - #5 10.04.2011 16:57 von
Fragwürdige Äußerungen des Herrn Bormann
- #6 10.04.2011 16:59 von
Chuzpe geht anders.
Zu Guttenberg hat seine Schlappe noch nicht verarbeitet.
Scheint, er ist so, wie er aussieht. Und als "sehr selbstbewusster" Mensch ist er nicht unten angekommen, wo derartige Fehler verdaut werden.
M i t Chuzpe würde er das tun, was seine Partei(en) von ihm erwarten: Stillhalten und gelassen an seiner Wiedergeburt arbeiten. - #7 10.04.2011 17:04 von
Auf den Punkt gebracht
Sehr guter Kommentar von Herrn Stöcker, die Beweggründe des Ex-Verteidigungsministers und die stark kontraproduktive Wirkung in dessem Vorgehen vollstens auf den Punkt gebracht.
- #8 10.04.2011 17:04 von
Anstandspflichten?
Auch auf die Gefahr hin als altmodisch abgestempelt zu werden, möchte ich auf die Anstandspflichten für Politiker hinweisen. Nicht alles was in einem Rechtssystem juristisch durchsetzbar ist, ist auch gerecht und richtig. Sollte irgendjemand bislang Zweifel gehegt haben, dass Herr Guttenberg ein karriereorientierter Opportunist ist, kann spätestens jetzt seine Zweifel beerdigen. Ein studierter Jurist aus gutem Hause erscheint unfähig seine Verfehlungen einzugestehen und zumindest menschliche Größe zu zweigen. Was wir nun sehen können, ist ein erbärmliches Spektakel, wo sich ein waidwunder Egoman dreht und windet, um seiner Verantwortung für sein verantwortungsloses und betrügerischen Handeln zu entrinnen. Ein guter Jurist bedarf einer soliden Ethik. Diese ist der Maßstab, der es Juristen ermöglicht, Recht anzuwenden, auszulegen, zu interpretieren und Recht zu sprechen. Ein makeloses Verhältnis zu Integrität, ein vorbildliches Verantwortungsbewusstsein und Authentizität sind ebenfalls unerlässlich, um Bürger in einem öffentlichen Amt zu vertreten. All dies lässt Herr Guttenberg in schon fast schmerzhaft peinlicher Weise vermissen. Man muss ihm schon fast dankbar sein, für die eigenhändige Demaskierung eines Charakters, der keinerlei Bereitschaft erkennen lässt, Verantwortung für sein offensichtlich betrügerisches Handeln zu übernehmen. Hoffentlich lässt ihm die politische Öffentlichkeit dies nicht durchgehen.
- #9 10.04.2011 17:05 von
Schadet der Glaubwürdigkeit WEITER?
Der Punkt ist: Er hatte nie so etws wie Glaubwürdigkeit, völlig unabhängig vom Dissertations-Betrug.
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