Zoff in Deutscher Burschenschaft: "Kopfüber in den rechten Sumpf"

Die Deutsche*Burschenschaft will*eine Verbindung aus dem Dachverband ausschließen, weil ein Mitglied asiatische Gesichtszüge hat. Florian Reuter, Alter Herr und Mitglied der Marchia Bonn, ist empört. In einem offenen Brief rechnet er mit dem Verband ab.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...768838,00.html
  1. #1

    Mutter macht das.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Deutsche*Burschenschaft will*eine Verbindung aus dem Dachverband ausschließen, weil ein Mitglied asiatische Gesichtszüge hat. Florian Reuter, Alter Herr und Mitglied der Marchia Bonn, ist empört. In einem offenen Brief rechnet er mit dem Verband ab.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...768838,00.html
    Dem ist ja nichts mehr hinzu zu fügen.Zu dem Problem der Rasse-Idioten finde ich es zumindest beruhigend, dass Mutter Natur die Auswirkungen von nachhaltiger Inzucht noch sehr sicher selbst handhabt...
  2. #2

    Mir ist nicht klar,

    warum man überhaupt in so reaktionäre Verbindungen eintritt und welche Konsequenzen die "Enttäuschung" für den Autor denn nun hat, ausser schwerer Übelkeit?
  3. #3

    Einzelmeinung ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Deutsche*Burschenschaft will*eine Verbindung aus dem Dachverband ausschließen, weil ein Mitglied asiatische Gesichtszüge hat. Florian Reuter, Alter Herr und Mitglied der Marchia Bonn, ist empört. In einem offenen Brief rechnet er mit dem Verband ab.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...768838,00.html
    darf jeder haben, ein verbindlicher Zwang für andere, sich der Meinung anzuschliessen besteht aber nicht .Daraus Unterstellungen zu konstruieren oder die " braune Keule " zu bemühen, ist schon sehr primitiv !
  4. #4

    Danke, Florian Reuter

    Das musste einmal gesagt werden. Nachdem es in den letzten Jahrzehnten ruhig um die Studentenverbindungen geworden war und man schon hoffen durfte, dass sich dieser nationalistische Spuk von selbst erledigt, erheben die doch wieder ihr teutsches Haupt und zeigen, dass sie immer noch die Alten sind.
    Ich habe als Student in Erlangen, wo Verbindungen damals ziemlich präsent waren, deren Umtriebe mitbekommen. Nachdem diese korporierten Biersäufer zuerst Hitler auf den Schild gehoben hatten, verbot der die Studentenverbindungen und machte einen der ihren zum Reichsstudentenführer: den 1977 von der sog. RAF ermordeten Mercedes-Boss Schleyer.
    Schlauerweise stilisierten sich diese korporierten Deutschnationalisten daraufhin nach 1945 zu Opfern des Nazi-Regimes. Welche Heuchelei!
    Anregung an den SPIEGEL: einmal die Beziehungen zwischen CDU/CSU, FDP und NPD zu den Studentenverbindungen aufzeigen.
  5. #5

    ups...

    ...das war deutlich. Besonderen Dank für den letzten Satz :)
    Und bitte, Verfassungsschutz, schau mal genauer hin, es mag von der Presse aufgebauscht erscheinen, nur sollte ich mal einen Prozeß vor Gericht ausfechten, möchte ich schon, daß Richter oder Staatsanwalt keine braunen Hansel sind.

    Um die Rassenmythologie zu karikieren sollte man sich einfach nur den tomanischen Obermotz von 33-45 anschauen. So dermaßen blond, blauäugig, athletisch und bereit, durch ausdauerndes aufhoppeln auf sein Evchen zur Weiterbelebung der alles überragenden Herrenrasse beizutragen... wow!

    Und nen häßlichen Schnäuzer hatte er auch ....
  6. #6

    Und da soll noch jemand sagen

    der Spiegel wäre ein linker Flügel der Gesellschaft, so wie er sich zur Rechten Szene bekennt..

    Wer Ironie findet, darf sie gerne behalten :-)
  7. #7

    nicht zu fassen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Deutsche*Burschenschaft will*eine Verbindung aus dem Dachverband ausschließen, weil ein Mitglied asiatische Gesichtszüge hat. Florian Reuter, Alter Herr und Mitglied der Marchia Bonn, ist empört. In einem offenen Brief rechnet er mit dem Verband ab.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...768838,00.html
    Sowas ist ja echt unfassbar. Da wird eine Reporterin fast gekreuzigt, weil sie von einem "inneren Reichsparteitag" spricht, und gleichzeitig dürfen solche braun angehauchten Vereine schamlos und bislang unbehelligt Rassenhygiene praktizieren. Da hab ich doch ein ziemlich starkes Déjà-vu. Was kommt als nächstes? Die arische Rasse 2.0?
  8. #8

    Respekt

    Sehr guter und mutiger Kommentar von Herr Reuter. Auch wenn ich wenig mit den Gepflogenheiten dieser Burschenschaftler anfangen kann, finde ich es gut, dass es einige Wenige gibt, die klar Stellung gegen Ihr rechtsradikales Image beziehen.
  9. #9

    Gratulation

    Sehr geehrter Herr Verbandsbruder Reuter,
    mit Ihrem offenen Brief sprechen Sie mir aus der Seele. Ich möchte Ihnen danken, dass Sie sich in dieser Form an den braunen Sumpf unseres Dachverbandes wenden. Es zeigt sich wieder einmal, wie schwer es zu ertragen ist mit solchem Gedankengut in "Verbindung" gebracht zu werden.

    Ihr Werdegang scheint dem meinen sehr zu ähneln. Ich bin in meinen Bund aufgrund der Menschen eingetreten. Die DB tauchte nur ganz am Rande auf. Die emotionale Skala schwankte zwischen lautem Lachen, schwerem Ärgernis und purem Unverständnis. Auch wir versuchten eine Zeit lang etwas zu ändern. Schon bald fühlten wir uns wie Don Quichote! Den Rest haben Sie trefflich beschrieben.

    In diesen Tagen sind mir wieder die Erinnerungen an die Begegnungen auf den Burschentagen und die damit verbundenen Zumutungen ins Gedächntis gekommen. Erzählte ich die Geschichten im Freundeskreis war die Fassungslosigkeit und das Gelächter groß. Es schwang aber immer ein starkes Befremden mit. Seit diesen Tagen ist die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft unter der DB kaum noch zu rechtfertigen.

    Mich hält meine emotionale Bindung an meinen Bund. Aber seit den letzten Tagen reicht es nicht mehr die DB zu ignorieren und als jährliche wiederkehrende, clowneske Show (ein Anglizismus, da sollte man aufpassen) abzutun. Es wird Zeit sich Gedanken zu machen. Sie haben einen großen Schritt getan. Ich frage mich was die Konsequenz daraus sein muss?