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Zinsmanipulationen: BaFin will Deutsche Bank schärfer kontrollieren

dapdDer Skandal um Zinsmanipulationen hat Folgen für deutsche Banken: Die Finanzaufsicht BaFin will die Kontrolle der Institute verschärfen und droht mit Sonderprüfungen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bringt für europäische Großbanken zudem die Abspaltung des Investmentbankings ins Spiel.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...847020,00.html
  1. #1

    Trennbanken

    Bei seinen Überlegungen sollte Herr Schäuble berücksichtigen, dass zu Beginn der großen Bankenkrise (2008) die amerikanische Investmentbanken ( Morgan Stanley, Merrill Lynch, usw. ) zu Großbanken in Form von Universalbanken mutierten, weil Universalbanken effizienter arbeiten können und die Volatilität ihrer Ergebnisse / Erträge nicht so hoch ist wie bei den klassischen Investmentbanken, die die Risiken von 2008 verursachten.
  2. #2

    Völlige Verarscherei !

    Will etwa jetzt noch die Bafin die Öffentlichkeit ver..schen? 4 statt 2 Referate sollen die geballte (kriminelle) Intelligenz der Deutschen Bank künftig kontrollieren?
    Nein! So nicht! Sondern klare strafbewehrte gesetzliche Regeln, was eine Bank tun darf und was nicht. Und Abtrennung des Investment"bankings"!
  3. #3

    Trennung

    Eine Trennung des Investmentbanking wird es nicht geben. Dieser würde auch nicht viel Sinn machen. Universalbanken können ein höheres Risiko abfedern als reine Investment Banken.

    Eine stärkere Regulierung muss auf jeden Fall her, dann aber auch EU Ebene inkl. England. Und die USA müssten auch mit ins Boot.
  4. #4

    Zitat von mr8 Beitrag anzeigen
    Eine Trennung des Investmentbanking wird es nicht geben. Dieser würde auch nicht viel Sinn machen. Universalbanken können ein höheres Risiko abfedern als reine Investment Banken.

    Eine stärkere Regulierung muss auf jeden Fall her, dann aber auch EU Ebene inkl. England. Und die USA müssten auch mit ins Boot.
    Höhere Risiken abfedern? Ja das klappt ja ganz gut. Der Steuerzahler macht diese Aufgabe hervorragend.

    Das Trennbankensystem soll gewährleisten, dass die Guthaben der Bevölkerung nicht in Geiselhaft von Zockern genommen werden können.

    Eine reine Investmentbank kann und soll untergehen, wenn sie pleite ist. Dann haften Zocker eben mit ihrem eigenen Vermögen.

    Ist hier gerade Bankertreffen? Diese Propaganda hier ist ja unerträglich...
  5. #5

    Zitat von mr8 Beitrag anzeigen
    Eine Trennung des Investmentbanking wird es nicht geben. Dieser würde auch nicht viel Sinn machen. Universalbanken können ein höheres Risiko abfedern als reine Investment Banken.

    Eine stärkere Regulierung muss auf jeden Fall her, dann aber auch EU Ebene inkl. England. Und die USA müssten auch mit ins Boot.
    Beim bisherigen System haften alle Bankkunden für die Monopolyspiele einer Minderheit.
    Wenn die unbedingt spielen wollen, sollen sie auch gefälligst mit ihrem Spielzeug agieren und nicht mit dem anderer, von daher ist diese Trennung wünschenswert und sollte gefordert und umgesetzt werden.
  6. #6

    Banken trennen

    Ich bin erstaunt, erst hieß es in der Presse "mit mir nicht" und nun sowas. Also Herr Schäuble entscheiden sie sich!.
    Die Trennung von Banken und ihren Geschäftsmodellen reicht nicht, es muss auch ein Verbot von Leerverkäufen und Währungsspekulation geben und wenn es nach mir ginge ein Verbot mit der Zockerei von Grundnahrungsmitteln. Eine Pleite muss jederzeit verkraftbar und möglich sein.
  7. #7

    Will dieser Laden dann auch den "ESM" schärfer kontrollieren, der nach Gutdünken Fantastilliarden aus Deutschland anfordern kann, ohne vorgesehene Konttroll- oder Vetomöglichkeiten?
  8. #8

    Back to the roots

    Sandy Weill, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Citigroup, war maßgeblich an der Abschaffung des Glass-Steagall-Acts im Jahre 1999 beteiligt, welches eine Trennung von Geschäfts- und Investmentbanking vorsah.

    Dieses Gesetz war die Konsequenz aus den Lehren der großen Depression der 30er Jahre, die im übrigen als Schuldenkrise verblüffende Parallelen mit der aktuellen Lage an den Finanzmärkten aufweist.

    Dieser genannte Lobbyist Sandy Weill sprach sich vor kurzem überraschend FÜR die Wiedereinführung von Glass-Steagall ein. Er ist da im übrigen nicht der einzige. Eine ganze Reihe von bekannten Persönlichkeiten ist ebenfalls dieser Meinung:

    George Washington: Numerous Top Bankers Call for Break Up of Giant Banks « naked capitalism

    Chef der Munich Re fordert Zerschlagung von Großbanken - SPIEGEL ONLINE

    Hier haben wir das Beispiel eines Menschen, der zugegeben hat, das er einen Fehler gemacht hat. Allerdings tut er das, nachdem er keine verantwortliche Position in dem System mehr inne hat.

    So wie Gordon Brown, der nach seinem Rücktritt Maßnahmen bereut hat, die er noch Wochen zuvor "alternativlos" nannte:

    BBC News - Gordon Brown admits 'big mistake' over banking crisis

    Wenn solche Leute immer hinterher zur Vernunft kommen, zeigt das für mich, mit welcher Betonköpfigkeit aktuelle Funktionäre und Politiker am Status Quo festhalten, um ihre Pfründe zu bewahren.

    Damit ist auch klar, was von diesen Personen in Zukunft zu erwarten ist:

    Vorwärts immer, rückwarts nimmer!
  9. #9

    Vernetzte Wirtschaft

    Zitat von zxmar06 Beitrag anzeigen
    Höhere Risiken abfedern? Ja das klappt ja ganz gut. Der Steuerzahler macht diese Aufgabe hervorragend.

    Das Trennbankensystem soll gewährleisten, dass die Guthaben der Bevölkerung nicht in Geiselhaft von Zockern genommen werden können.

    Eine reine Investmentbank kann und soll untergehen, wenn sie pleite ist. Dann haften Zocker eben mit ihrem eigenen Vermögen.
    Der Steuerzahler müsste auch für eine Investmentbank einspringen, falls es zu einer kritischen Situation kommt die das Wirtschaftssystem gefährdet. Genau dies passierte auch in den USA 2008.

    Dies ist aber in der Politik bekannt, trotzdem erhofft die Politik das man reine Investmentbanken besser regulieren kann und diese weniger Risiken eingehen. In der Praxis gehen aber auch reine Investmentbanken hohe Risiken ein und benötigen dann im schlimmsten Fall eher Steuergelder als eine Universalbank.

    Das eine Bank pleite geht ist an sich kein Problem, aber wir leben in einer vernetzten Wirtschaft. Dadurch kann mit der Pleite einer Bank, weitere Banken und andere Unternehmen mit in den Abgrund gezogen werden. Was man rettet ist, dass diese Kettenreaktion nicht eintritt die schnell ausser Kontrolle gerät, nicht einfach nur eine Bank.

    Daher muss man versuchen sicherzustellen, dass Banken nicht leichtfertig handeln. Besonders beim Thema Eigenhandel oder finanzierung von Immobilienmärkten die überbewertet sind. Es dauert aber Jahre bis man diesen Punkt erreicht hat und vor allem muss dies möglichst auf einer globalen Ebene passieren. Die EU alleine kann nichts aussrichten, solange die USA weitere Länder nicht mitspielen.


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