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Zinsentscheidung: EZB verzichtet auf Zinssenkung

DPADie Europäische Zentralbank hat ihren Leitzins nicht verändert - der EZB-Rat beließ den Zins auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. Die meisten Analysten hatten mit dieser Entscheidung gerechnet, jetzt wird mit Spannung die Pressekonferenz von Notenbank-Chef Mario Draghi erwartet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...847856,00.html
  1. #1

    EZB Führung

    wird angezeigt werden, wenn sie Staaten finanziert !
  2. #2

    Wer haftet für die EZB Verluste?

    Nehmen wir mal an, die EZB kauft massenweise Staatsanleihen, die Staaten stellen dann den Schuldendienst ein. Die EZB muss massenhaft Verluste in der Bilanz ausweisen. nach meinem Verständnis ist niemand verpflichtet diese Verluste auszugleichen. Muss auch niemand, denn die EZB kann sich ja Gedl drucken. Nur wenn dann Deutschland aus dem Euro austritt, muss es dann die EZB Verluste anteilig ausgleichen oder nicht? Ich denke eher nicht.
  3. #3

    Altschulden mit Neuschulden ablösen

    Das hat so noch nie funktioniert und wird es auch diesmal nicht. Einige Südländer haben schon enorme Schulden, die sie nicht mehr bedienen können. Nun ihnen wieder Schuldenmachen zu ermöglichen hieße, einem Drogenjunkie mit weiteren Drogen vom Drogenkonsum abbringen zu wollen. Ich halte diese ganze Vorgehensweise für kompletten Unsinn. Die Länder mit untragbaren Schulden müssen eben mit dem auskommen, was sie haben. Und warum wird immer der kleine Steuerzahler der EU herangezogen, wo bleibt der angemessene Beitrag der Reichen und Superreichen der jeweiligen Länder? Die haben ihr Geld schon ins Ausland geschafft, der kleine Mann ist wieder der Dumme. Im Ausland lagern angeblich 350 Mrd Euro aus Griechenland, alles Geld der Superreichen. Das reichte dreimal, um Griechenland zu sanieren.
  4. #4

    Zitat von waldgänger Beitrag anzeigen
    Nuss auch niemand, denn die EZB kann sich ja Gedl drucken.
    Nein, die EZB kann Liquidität schaffen, aber kein Eigenkapital kreieren.
  5. #5

    Wer also gleicht EZB Verluste aus?

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Nein, die EZB kann Liquidität schaffen, aber kein Eigenkapital kreieren.
    Oder ist das gar nicht notwendig, weil die Staaten die Anleihen bei der EZB liegen haben, ihren Schuldendienst nie einstellen werden. Zins und Tilgung werden einfach mit neuen Anleihen an die EZB bezahlt.

    Doch irgendwann liegen bei der EZB soviele Anleihen, dass die zu zahlenden Zinsen zehnmal so sind als die Steuereinnahmen. Dann können die Staaten auch gleich ganz auf Steuern verzichten und statt dessen halt noch ein paar Anleihen mehr an die EZB abliefern.
    Das kann doch nicht gut gehen.
  6. #6

    Wer haftet für was? Sie haben das anscheinend noch immer nicht kapiert: es läuft alles auf eine große Inflation hinaus. Damit sind dann auch alle Schulden, auch die der Griechen, bezahlt. Alles andere ist Humbug!
  7. #7

    Zitat von waldgänger Beitrag anzeigen
    Das kann doch nicht gut gehen.

    Das könnte nicht gut gehen, stimmt. Aber davon sind wir doch auch noch weit entfernt und es ist m.E. wenig zielführend, die Entwicklung der letzten Jahre einfach zu extrapolieren. Von 2008 bis 2011 sind die Staatsschulden deutlich gestiegen, keine Frage. Von 1994 bis 2007 sind die Staatsschuldenquoten in vielen Ländern hingegen deutlich gesunken. Auch das hätte es natürlich keinen Sinn gemacht, die Entwicklung einfach fortzuschreiben.
  8. #8

    0,75 % Zinsen für die Armen dieser Welt

    Die Dreistigkeit mit der die Finanzirren dieser Welt mit 0% Geldern - regelmäßig in 13stelligen Volumina - von ihren Komplizen in den Notenbanken versorgt werden, ist ein beachtlicher Test der Intelligenz der hart arbeitenden zu "Lohndisziplin" aufgeforderten Mehrheiten. Es ist zumindest
    merkwürdig, dass die Armen und die noch nicht verarmten Teile der Mittelschicht nicht auf die Idee kommen diese Notenbankgelder für sich zu beanspruchen, um sie den Staaten zu Wucherzinsen zu leihen und den Rest im globalen Casino zu verballern...dieses Geschäftmodell der Plutokraten würde alle Hartz IV Empfänger über Nacht zu Mitgliedern der allerhöchsten Kreise machen...
  9. #9

    Also zurück zur Ausgangsfrage

    Wer haftet im Falle von Zahlungsausfällen für die Verluste der EZB?
    Ich weiss es wirklich nicht. Die EZB ist ja keine normale Bank, die ihren Sparern und anderen Anlegern irgendwann die Einlagen zurück zahlen muss.

    Kann die EZB ihre Verluste einfach so auf Null stellen oder muss sie diese durch Einnahmen / Einzahlungen ausgleichen?

    Ich frage veilleicht wirklich meinen Abgeordneten. Bevor die EZB massenweise Anleihen kauft, muss doch geklärt sein, wer im Falle von Verlusten einspringt.


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