Ich habe selber bei einer bayerischen Schülerzeitung mitgemacht und kann die im Artikel beschriebenen Erfahrungen nur bestätigen. Alles, was über das Poesiealben-Niveau hinaus ging, war unerwünscht. Statt Kritik lieber Friede, Freude, Eierkuchen.
CorbisEine Schülerzeitung unterhält, informiert und kritisiert - so sollte es zumindest sein. Doch in Bayern ist das oft nicht der Fall: Eine Studie zeigt, in welchem Ausmaß Schulleiter dort ihre Jungredakteure zensieren. Pressefreiheit gibt es nicht, schlussfolgert der Autor.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...830669,00.html
Ich habe selber bei einer bayerischen Schülerzeitung mitgemacht und kann die im Artikel beschriebenen Erfahrungen nur bestätigen. Alles, was über das Poesiealben-Niveau hinaus ging, war unerwünscht. Statt Kritik lieber Friede, Freude, Eierkuchen.
Au weia. Eine noch haarsträubendere Begründung fanden Sie nicht? Die "repräsentative Auswahl" hat nichts mit der Anzahl der Schulen zu tun, sondern mit den Auswahlkriterien.
Mit 107/750 ist diese Datenlage im Übrigen auch wesentlich breiter als z.B. die repräsentativen demoskopischen Erhebungen unserer hochbezahlten Wahlforscher, die meist mit Panels von 1300/80.000.000 arbeiten.
Es hat eben nichts mit der Anzahl der Befragten zu tun. Wichtig ist, wen man befragt.
alle 750 Schulen haben auch eine Schülerzeitung, bin ich mehr über die geringe Teilnahme der Umfrage erstaunt. Dass es auch hier Zensur aus unterschiedlichen Gründen ( also nicht unbedingt nur ideologischen ) gibt, ist nicht überraschend.
Entweder hat also die Schulleitung die Anfrage von Dominik Mai erst gar nicht weitergeleitet oder aber die Zeitungsredakteure haben sich als angehende Journalisten bereits jetzt disqualifiziert.
Sobald eine Schule unter dem Patronat der Katholischen Kirche steht, gilt für sie das Kirchenrecht, nach dem der Schulleiter die Schülerzeitung überprüfen und freigeben muss!.
Find ich nicht gut, ist aber so.
Und Bayern ist ja recht katholisch. Vielleicht ist das einfach vorauseilender Gehorsam?