Nach meinem Eindruck ist ein Peer-Review oft - nicht immer - kaum als "kritischer Diskurs" zu bezeichnen. Wer sich bei den entsprechenden Reviewern beliebt macht, kann leicht haufenweise heiße Luft publizieren. Davon gibt's gerade reichlich - eine Hand wäscht die andere, und die "Leistungsmessung", die für den nächsten Vertrag zählt, erfolgt vor allem über die Zahl, aber weniger die Qualität der Publikationen.
Ein besseres System wäre für mich die direkte Veröffentlichung im Internet mit "qualifizierter", das heißt den Status der Bewertenden (Fachkollege, Wissenschaftler aus anderem Bereich, Laie etc.) ausweisender, Bewertung. Natürlich kann man sich dabei auch blamieren, vielleicht leichter als zur Zeit - aber man wüsste auch schnell, welche Kollegen man ums vorherige Durchlesen bittet, damit das nicht passiert!

Antworten / Zitieren

