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Zeitgeschichte: Eine absurde Fortsetzung der SPIEGEL-Affäre

DPADas Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823509,00.html
  1. #10

    Blauäugig

    Zitat von Luscinia007 Beitrag anzeigen
    Willkommen in Bürokratistan. Es nimmt nicht Wunder, dass die deutsche Ministerialbbürokratie diese Peinlichkeiten unter Verschluss halten will.

    "Während in Staaten wie in den USA und Großbritannien solche Akten nach Ablauf bestimmter Fristen selbstverständlich für die Wissenschaft freigegeben werden – selbst Russland hat in den 90er Jahren die russischen Akten zur Adenauer-Visite veröffentlicht –, blieben in Deutschland die Archive weiter geschlossen. ".........
    Na ja, da sind Sie doch ziemlich blauäugig! England hat eine spezielle Lex Hess erlassen, um zu verhindern, dass die Akte Rudolf Hess vor dem Ablauf von 150 Jahren (!!) freigegeben wird - entgegen althergebrachtem britischem Recht. Es wäre wirklich mal aufschlussreich zu erfahren, was Hess wirklich wollte, was England vielleicht nicht wollte usw. usw.

    Nur: WO wollen sie da klagen?

    Schönen Tag noch!
  2. #11

    von wegen Rechtsstaat !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

    Zeitgeschichte: Eine absurde Fortsetzung der SPIEGEL-Affäre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Deutschlands politische Figuren haben hat immer gerne große Backen wenn es um andere Länder geht.
    Deutschland als Saubermann !
    Dabei stinkt es hier so massiv, dass man beim europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg Urteile mit einem Vergleich kassiert, indem man die Betroffenen mit einem Geldbetrag beruhigt. Somit kommt es zu keiner Verurteilung von Deutschland!

    Wenn ich alleine an den Sumpf der CSU und ihre Skandale denke wie:
    Tandler, Streibl, Hohlmeier, Strauss und wie sie alle heissen!
  3. #12

    Wo ist eigentlich das Geheimnis???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

    Zeitgeschichte: Eine absurde Fortsetzung der SPIEGEL-Affäre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Was das Verteidigungsministerium mit dieser Anordnung, da Gutachten von damals weiter unter Verschluß zustellen, bezwecken will, ist wahrscheinlich das größte Geheimnis des Ministeriums selbst.
    Wie lächerlich die ganze Affäre und der Amoklauf des damaligen Verteidigungs-Minister Strauß war ist so was von peinlich daß es nur zu verstehen ist wenn man verhindern will daß die Öffentlichkeit von dem ganzen Ausmaß der Lächerlichkeit erfahren soll. Für viele CSUler würde ja die Welt zusammmenbrechen würden sie erfahren was für ein Wichtel ihr heiliger Strauß eigentlich war.
    Für das Verteidigungsministerium sei nur der Hinweis erlaubt: "Wir leben im Jahre 2012 und die ganze Welt ist ONLINE. Was einmal da drinnen steht kann niemand mehr unter Verschluß halten." Sollte sich eigentlich schon rumgesprochen haben.
  4. #13

    Erneut VS

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

    Zeitgeschichte: Eine absurde Fortsetzung der SPIEGEL-Affäre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wie ausgeführt wird, könnte sich jeder strafbar machen, der aus bislang unbekannten Passagen zitiert. Da das gesamte Gutachten im Internet eingestellt ist, sind alle Passagen bekannt und diese Einstufung ist unsinnig.
  5. #14

    Fazit aus der Spiegel - Affäre

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    was soll daran heute noch geheimhaltenswert sein, wenn die bundeswehr 1962 bedingt abwehrbereit war (oder nicht?). als jemand, der aus eigener anschauung genau weiß, dass die bundeswehr damals dieses land niemals hätte verteidigen können, find ich das ziemlich lächerlich. oder war das jetz auch wieder "geheimnixverrat"?

    hier gehts um gängelei und den schutz von verbrechern, nämlich der strauss-camarilia. die haben damals und heute die gesetze gebäugt.
    Als grobes Fazit kann doch gesehen werden, dass die BRD niemals in der Lage war das Land und die Leute zu verteidigen, dass hier Leute für etwas bezahlt werden, wofür sie absolut nicht geeignet sind und keine Ahnung davon haben. Muss uns das verwundern? Nein, denn wie schon bei FJ Strauss bekannt war, gilt auch heute noch für viele hochbezahlte Leute im Verteidigungsministerium: Grußes Maul und nichts dahinter.
  6. #15

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823509,00.html
    Hmm, wieder unter Verschluss?!

    Naja, vll. ähnelt ja das damalige Gutachten zu sehr den Zuständen von heute (wenn man sich den Abbau/Veränderungen der letzten Jahre so anschaut) ;-)
  7. #16

    titel

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Na ja, da sind Sie doch ziemlich blauäugig! England hat eine spezielle Lex Hess erlassen, um zu verhindern, dass die Akte Rudolf Hess vor dem Ablauf von 150 Jahren (!!) freigegeben wird - entgegen althergebrachtem britischem Recht. Es wäre wirklich mal aufschlussreich zu erfahren, was Hess wirklich wollte, was England vielleicht nicht wollte usw. usw.
    die Sache ist im Prinzip ziemlich einfach und plausibel... hält man eine Akte solange unter Verschluss, hat man Dreck am Stecken... es gibt sonst keinen einzigen Grund, denn man könnte sich ja wunderbar entlasten wenn die Akte das hergibt, was man dem Volk versucht hat Jahrzehnte zu verkaufen...
  8. #17

    zu spät

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Gutachten, das 1962 die SPIEGEL-Affäre auslöste, wurde ein halbes Jahrhundert lang geheim gehalten - und dann freigegeben. Doch jetzt hat das Verteidigungsministerium das Dokument erneut als "Verschlussache" eingestuft. Was steht in dem Papier? Die Dokumentation.

    Zeitgeschichte: Eine absurde Fortsetzung der SPIEGEL-Affäre - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Tja, diesmal sind die Verschließer und Geheimhalter etwas zu spät dran, denn die geheime Verschlusssache befindet sich jetzt auf Millionen von Festplatten und kehrt nie mehr in die staubigen 60er-Jahre-Geheimverschluss-Schränke zurück.
  9. #18

    Geheimhaltung

    Zitat von Sackaboner Beitrag anzeigen
    zu spät
    Tja, diesmal sind die Verschließer und Geheimhalter etwas zu spät dran, denn die geheime Verschlusssache befindet sich jetzt auf Millionen von Festplatten und kehrt nie mehr in die staubigen 60er-Jahre-Geheimverschluss-Schränke zurück.
    eben, doch die glauben vermutlich, was wir nicht erlauben, gibt es einfach nicht mehr - wie früher auch.

    Aber auf jeden Fall haben diese Personen ihre fachliche Inkompetenz und Anti-Demokratische Einstellung bewiesen und sollten aus dem Dienst und der Alimentierung durch die Bürger über ihre Steuern entfernt werden - ab in Hartz IV.
  10. #19

    Wie ein vertrockneter Lorbeerkranz

    Zitate aus dem Wunder-Gutachten: „Die SPIEGEL-Redaktion kann nicht für sich in Anspruch nehmen, lediglich eine übliche Story geschrieben zu haben; denn der Artikel gibt in den meisten Punkten, in denen Geheimnisse der Bundeswehr oder der NATO mitgeteilt werden, bedauerlicherweise zutreffende, d.h. mit der Wirklichkeit übereinstimmende Fakten bekannt.“
    ...
    „Der zweifellos unter Mitwirkung maßgeblicher Geheimnisträger begangene Verrat und der mit der hier behandelten SPIEGEL-Veröffentlichung erfolgte Einbruch in den Geheimbereich der Bundeswehr muß als außergewöhnlich schwerwiegend beurteilt werden.“

    Man muss sich daran erinnern, dass Strauß nicht eine Person, sondern eigentlich den SPIEGEL als Ganzes verhaften wollte – nicht allein Rudolf Karl Augstein, nicht einen einzelnen Journalisten, sondern gleich sieben, das heißt, Franz Josef Strauß wollte die bedeutendste und kritischste Presse-Institution der jungen Bundesrepublik ausschalten, sie mundtot machen. Aber, wie es nicht gar nicht so selten im Leben von Politikern vorkommt: Er bewirkte genau das Gegenteil dessen, was er beabsichtigt hatte, nämlich einen ungeheuren Aufschwung der investigativen Berichterstattung und eine aufblühende Presselandschaft in den Jahren danach.

    Nun ziert die Affäre wie ein vertrockneter Lorbeerkranz das Image des SPIEGEL – die Chefredakteure von Becker, über Brawand, Engel, Böhme bis besonders Aust haben ihn mit der Zeit immer niedriger gehängt, Mascolo wird von ihm nachhaltig verunsichert, während von Blumencron ihn am liebsten wegschmeißen würde. Aber wegschmeißen wäre pietätlos, auch übertrieben – dann schon lieber dem Freitag schenken... wie hieß da der Chefredakteur noch gerade?


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