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"Zeitbombe im Herzen Europas": "Economist"-Titelblatt verärgert Frankreich
The Economist Das Wirtschaftsmagazin "The Economist" hat mit seiner aktuellen Titelgeschichte den Zorn der französischen Regierung auf sich gezogen: Unter der Überschrift "Zeitbombe im Herzen Europas" sind Baguettes abgebildet, die wie Dynamit zusammengebunden und mit einer brennenden Zündschnur versehen sind.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-867734.html
- #1 16.11.2012 16:04 von
- #2 16.11.2012 16:15 von
- #3 16.11.2012 16:18 von
- #4 16.11.2012 16:19 von
- #5 16.11.2012 16:33 von
Traurig aber wahr!
Was der Economist schreibt, ist in Frankreich seit Jahren bekannt. Man braucht nur die Analysen der Wirtschaftsprofessoren lesen. Aber die französische Regierung wird von Parteien getragen, die Entlassungen gesetzlich verbieten, die Arbeitszeiten weiter verkürzen und die Steuern senken wollen. Unternehmer gelten in Frankreich in breiten Kreisen der Bevölkerung als Ausbeuter. Wer das Wahlprogramm von Francois Hollande liesst, weiß, dass dieser Präsident angetreten ist, um mit hohem Tempo gegen eine allen bekannte, gut sichtbare Wand zu fahren. Jeder Schritt dieser Fahrt ist schriftlich niedergelegt und vorhersehbar. Unsere Probleme brauchen wir nicht in Athen oder Lissabon suchen, sie sind in Paris und leider auch in Washington zu finden.
- #6 16.11.2012 17:14 von
Sie sind anders
Die Franzosen ticken anders als wir. Ihr gesamter Staat ist mit unserem vom Aufbau her nicht zu vergleichen.
Gibt es zu viele Beamte in Frankreich? Erhalten sie zu hohe Pensionen? Einfach mal hier nachlesen, ich fand das recht interessant:
Connexion-Emploi | Beamte in Frankreich: Klischees auf dem Prüfstand
Insgesamt kann ich nichts Schlechtes daran erkennen, daß viele Menschen im Staatsdienst sind. Allerdings muß die Gemeinschaft der Steuerzahler sich dies auch leisten können. - #7 16.11.2012 17:15 von
optional
FR bezahlet D auch noch locker. Zur Not halt auf Kosten der deutschen Rentner, Arbeitslosen und Armen.
Der Euro muss gerettet werden, bis zum letzten Ersparten hierzulande. - #8 16.11.2012 17:43 von
Den Finger auf die Wunde gelegt
Der Verärgerung ist in Frankreich sehr groß. Insbesondere weil man ein sehr bizarres Verständnis von Pressefreiheit hat. Die Behörden haben es nicht gerne, wenn die Wahrheit geschrieben wird und verhindern dies im eigenen Land regelmäßig.
Frankreichs Reformunfähigkeit ist in der Tat eine Gefahr für ganz Europa. Es fehlt in der Regierung an Lösungsbereitschaft, wenn nicht sogar an Problembewußtsein.
Deutschland wäre gut beraten, eine Achse in Nordeuropa aufzubauen und auch mit den Ostländern zu kooperieren.
Eine Annäherung zwischen Russland und Deutschland würde die Lage ebenfalls entlasten.
Sich auf den Club-Med zu verlassen wäre fatal. - #9 16.11.2012 17:44 von
Interessengeleitete
Kommentare waren nach der Wahl in Frankreich zu erwarten.
Bürde für Frankreich... blah,blah, Bürde für Europa... blah, blah. Nur das übliche konservative Srohfeuer ohne großen
Hintergrund. Das passiert immer dann, wie man auch in den USA sieht, wenn in den nächsten Jahren eine Politik
zu erwarten ist, die für Wohlhabende nicht unbedingt fördernd sein könnte. Die Wirtschaft denkt plötzlich nach,
welche Arbeitsplätze überflüssig sind, Millionäre drohen mit Abwanderung, Also die übliche Erpressung "freier" Wähler.
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