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"Zeit Magazin": Helmut Schmidt beklagt fehlende Twitter-Kultur
dapdDas Internet führt zu positiven Veränderungen, sagt Helmut Schmidt in einem Interview mit dem "Zeit Magazin". Der Altkanzler beklagt, dass das Netz auch zu schnellen, oberflächlichen Reaktionen verleite: "Ich empfinde es als bedrohlich."
Helmut Schmidt: Internet ist bedrohlich - SPIEGEL ONLINE
- #1 18.04.2012 18:38 von
...oder eben dass man Lynchaufrufe gegen Gotteslästerer teilt. Technik ist eine Hure. Sie lässt sich von jedem benutzen.
Falsch, Oberflächlichkeit und eine Abneigung gegen selbstständiges Denken gab es auch schon zu Opas Zeiten. Das Internet bietet solchen Verhaltensweisen nur einen größeren Einflussbereich. - #2 18.04.2012 19:19 von
Richtig
Das Internet ist ein sehr mächtiges Werkzeug. Es macht die Wissenden noch wissender und die Lücke zu den Dummen größer. Aber es läßt auch sehr viel Stuß an die Oberfläche kommen. Wenn ich mir teilweise die Kommentare der Foristen hier so anschaue, dann kann ich nur noch staunen. Auf der Straße merkt man das ja nicht so!
Aber macht nichts.... Jeder blamiert sich so gut er kann. Das Internet hilft dabei!
Aber das Internet ist mit Sicherheit eine Grundlage für Bürgerbewegungen. Das nutzt der Demokratie.
Kauri - #3 18.04.2012 22:05 von
- #4 19.04.2012 09:05 von
oberflächliche Reaktion....
Ihr Reaktion ist eine schnelle, aber eben eine ebenso irrelevante wie oberflächliche, die weniger durch das Thema als durch Ihre generelle Haltung zu Schmidt determiniert wird.Der Altkanzler beklagt, dass das Netz auch zu schnellen, oberflächlichen Reaktionen verleite
Schmidt hat wieder mal getroffen. - #5 19.04.2012 09:21 von
"Die elektronischen Medien führten unter anderem dazu, dass die Qualität der Mitteilung abnehme."
Mitteilungen ohne Qualitaet schafft Herr Schmidt doch auch ganz regelmaessig ohne das Internet zu verbreiten ;) - #6 19.04.2012 09:27 von
- #7 19.04.2012 09:33 von
Es sind immer wieder solche von intensiver Beschäftigung mit dem Thema zeugende Kommentare, brilliant formuliert, voller Gedankentiefe und sich mit dem jeweiligen Anlaß klug und abwägend sich auseinandersetzend, die mich erfreuen, mir Denkanstöße geben und die ich in bestimmten Fällen dann auch mal gerne an den jeweiligen Adressaten zurückgeben möchte. Dies soll hiermit geschehen. Danke.
- #8 19.04.2012 10:24 von
...
Um den kritisierten Foristen zu verteidigen: Helmut Schmidt sagt konkret aus, dass das Internet in seinem Leben keine Rolle spielt. Woher nimmt er also die Autorität, es zu be- und verurteilen? Seine naiven Aussagen zum Weltverbesserungspotential mobiler Medien
veranschaulichen dies sehr gut, denn: so gut wie fast jeder Mensch zwischen 16-66 südlich des Mittelmeers hat mittlerweile ein Mobiltelefon, darunter sicher auch die ein oder andere professionelle Beschneiderin - irgendwie muß man mir ihr ja Termine ausmachen können. Das heißt nicht, dass durch die neuen Medien nicht große Veränderungen ausgelöst werden, aber es gibt halt immer noch andere Faktoren, die eine größere Rolle spielen: Religion, ökonomische und soziale Strukturen, etc"Wenn Sie zum Beispiel im Mittleren Osten oder im Maghreb [...] junge Leute mit einem Handy ausstatten, dann wird das im Laufe einer einzigen Generation dazu führen, dass die Frauen sich nicht mehr zwangsverheiraten lassen und die Mädchen nicht mehr beschnitten werden"
Helmut Schmidt besitzt m.E. die gleiche Autorität wie Günter Grass - sie stammt aus einer anderen Zeit, und man wünscht den alternden HERRschaften einen frohen und entspannten Ruhestand. Sie können, auch wenn sie das vielleicht noch nicht einsehen wollen, getrost den jüngeren zwei (drei) Generationen das moralische und intellektuelle Ruder überlassen. - #9 19.04.2012 10:35 von
Sehr richtig. Herr Schmidt und Herr Arnulf Baring sind die zwei Renter die haeufig in Fernseher Talkshows auftreten, mit denen ich am meisten Mitleid habe. Warum tut man denen das an und stellt sie oeffentlich so bloss, anstatt sie einfach mal ihren Ruhestand geniessen zu lassen?
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