Ich finde das toll, wenn jemand mit solcher Konsequenz seine Träume verfolgt
Die längste Seereise aller Zeiten wollte das Paar durchstehen, doch dann musste Soanya Ahmad von Bord: schwanger. Also segelte ihr Freund Reid Stowe 1152 Tage alleine um die Welt - und sah seinen Sohn erstmals danach. SPIEGEL-Reporter Klaus Brinkbäumer traf die Familie nach Stowes Heimkehr.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...708496,00.html
Ich finde das toll, wenn jemand mit solcher Konsequenz seine Träume verfolgt
Träume darf man haben, doch spätestens, wenn Verantwortung übernommen werden muß für andere Menschen (!), muß Mann aus seinen Träumen erwachen!
Meine Meinung zu diesem Typen?
Er scheint ein verrückter, dummer, egoistischer Matcho-Hippi zu sein.
Hier zu dieser Meinung auch eine kurze Begründung:
- verrückt: jemand der 3 Jahre aussteigt kann nicht normal sein. Ansich nichts schlimmes.
- dumm: seine Kinder nicht beim Aufachsen zuschauen zu wollen ist nicht sonderlich schlau. Gerade die ersten Jahre sind eine so überwältigende Zeit. Er sagt "Es geht um Gefühle, um Sinnlichkeit, um Erfahrungen" die kann man auch mit einer Familie haben. Aber da sind wir schon bei
- egoistisch: dazu braucht man eigentlich nichts weiter sagen.
- Matcho: Seine Familie im Stich zu lassen gepart mit Egoismus und Dummheit zeichen finde ich einen Macho aus.
- Hippi: Yoga, Salat aus Sprossen, ...
Das ist meine persönliche Meinung.
Kann diese Sucht nach Egotrips nicht nachvollziehen. Ob nun eine 14 jährige die allein um die Welt segeln will oder ein 58 jähriger in seiner midlife crises. Habe das Gefühl bei vielen Menschen dreht sich alles nur noch um sie selbst, die Gefühle und Probleme anderer werden ausgeblendet.
Also wenn mir meine Freundin erzählt, sie wäre schwanger, würde ich nicht mehr allein um die Welt segeln wollen, ich würde meine Sohn gerne aufwachsen sehen und auch Verantwortung übernehmen wollen. Mit 58 sollte man endlich erwachsen geworden sein, was ja nicht bedeutet keine Träume mehr haben zu dürfen.
So setzt jeder seine Prioritäten im Leben. Die einen möchten ihre Kinder auf die Welt kommen und aufwachsen sehen, die andern wollen sich alleine selbst verwirklichen.
Jedem das Seine.
Ob er in 12 Jahren, wenn er 70 ist, seiner dann 38-jährigen Frau einen ähnlich langen Selbsterfahrungstrip ermöglichen und sich solange um das Kind kümmern wird?
es gab hier ja schon zu diversen anlässen (laura dekker etc.) immer wieder die selbe diskusion. das fazit wird auch hier wieder genau das selbe sein; die einen leute verstehen und bewundern die motivation und die konsequenz dieser menschen, die anderen können der idee des segelns und dieser form der freiheit halt nichts abgewinnen und bevorzugen einen anderen (bürgerlichen?) lebensentwurf.
persönlich zähle ich mich eher zu den bewunderern, möchte hiermit aber absolut keine wertung über die kritiker abgeben; die haben sicherlich auch gute gründe für ihre bedenken.
falls doch jemend den versuch wagen sollte solche menschen zu verstehen sei auf die bücher von joshua slocum, bernard moitessier oder wilfried erdmann verwiesen.
Also wenn das bei dem Paar so funktioniert, sollte man da nicht rumkritisieren. Niemand wurde geschädigt (auch nicht das Kind) und beide sind augenscheinlich glücklich.
So einen Partner zu haben ist das beste was einem passieren kann - ein Partner der einem bei der Verwirklichung seiner Träume unterstützt. Ob er das nicht für sie macht oder machen wird, ist reine Spekulation. Wenn man lieber einen hat, der seine Träume für den anderen aufgibt, kann mich so einen suchen. Aber man sollte nicht seine subjektive Meinung "objektivieren", sondern anerkennen, dass auch andere Beziehungs- und Lebensmodelle funktionieren.