ZDFKein Wunder, dass diese Sendung am späten Abend versenkt wurde: Die ZDF-Show "Ich kann Kanzler" wirkt spätestens seit dem Aufstieg der Piratenpartei irgendwie überholt. Daran konnte auch der Triumph einer Jura-Studentin über Möchtegern-Westerwelle nichts ändern.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,830688,00.html
Wieso gehen immer alle bei der Berechnung des BGE davon aus, dass kein Deutscher mehr arbeitet? Diese Rechnungen sind der totale nonsens. Letztendlich haben wir schon heute ein Grundeinkommen. Das heisst nur Hartz4 und ist halt nur nicht bedingungslos. Alle die heute einen Sozialversicherungspflichtigen Job haben und Steuern zahlen, gehen ja auch weiterhin arbeiten. Auch heute kann man schon ohne Arbeit rund 950 Euro vom Staat erhalten und trotzdem arbeiten die allermeisten Menschen. Ich sehe auch nicht wieso Arbeitnehmer ein BGE bekommen, die z.B. 5000 Euro im Monat verdienen.
Wem nutzen solche Sendungen? Themen, die zwar wichtig sind aber zum Spiel verkümmern. Die wahren Probleme unserer Gesellschaft werden verdrängt, verschleiert oder verspielt. Spricht jemand Klartext, wie der "Bayer" - war übrignens meines erachtens ausbaufähig und fundierter als das andere - fast schon kommunistische Geschwätz - bekommt er kaum Gehör. Wie verblödet ist denn unsere Gesellschaft schon, kaum jemand packt die Sache am Schopf. Thema Krankenkassen, wir entwickeln uns in allem zur Zweiklassengesellschaft. Polittalk im Fernsehen immer das selbe Gehabe. Der normale Bürger findet kaum noch Gehör, ändern mag der Politiker schon garnichts. Schade fast überall zählt nur noch die Maxime: Wie komme ich am schnellsten an des anderen Geld, mit dem geringsten Aufwand. Das kann auf Dauer nur scheitern. Gesamtgesellschaftliches Denken kommt zu kurz.
Die ZDF-Show "Ich kann Kanzler" wirkt spätestens seit dem Aufstieg der Piratenpartei irgendwie überholt. Danke SPON, in einem Satz treffend zusammengefasst.
Smile, diese Art zu rechnen ist ja sehr logisch durchdacht.
Sie nehmen mal kurz zusätzliche Steuermehreinnahmen und Einsparungen in Höhe von rund 1 Billion ein.
Nur wie, das bleibt Ihr Geheimnis.
DAS ist eine Milchmädchenrechung!!!
Was machen Sie mit denen die nicht zusätzlich arbeiten können? Pech gehabt?
Wer erledigt die weniger attraktiven Jobs bzw gering entlohnten? Wird schon irgendwer machen?
Wie wollen Sie den Einfall der Europäischen Zuwanderer stoppen die von Ihrem Traumwerk profitieren wollen?
Treten Sie dann auch gleich aus der EU aus um das zu verhindern?
Kommen Sie mit einem halbwegs durchdachten Vorschlag, dann können wir gerne sachlich, ohne beleidigend zu werden, weiterreden.
Eigentlich ist die Idee gut..
Aber die Umsetzung schlecht und langweilig.
Ich kann mich an die erste Sendung vor Paar Jahren erinnern..
Statt einfach mal eine lockere, unterhaltsame Sendung zu machen, in der ganz normale Leute, junge und ältere, die nicht so politikbeschlagen sind, die nicht jeden Tag phoenix gucken und FAZ,SZ, taz und die Welt lesen, teilnehmen lassen, da ließ man nur die üblichen Politik-Streber ran, die ohnehin eine Politikkarriere im Augen haben. Und was ist am Ende rausgekommen? Der Kerl der gewonnen hat, ist natürlich Mitglied bei den jungen Grünen, bei Attack und noch bei weiteren, gefühlten 20 Organisationen und Vereinen.
Ein typischer Langweiler, der in seinem jungen Alter, schon all die politische Phraserei beherrscht.
Bezüglich des Rechtes auf Sicherung des soziokulturellen Einkommens sehe ich das ja genauso.
Ebenfalls halte ich es auch für ökonomisch unsinnig, dass der Staat die Menschen umso stärker finanziell unterstützt, je weniger Einkommen sie verdienen (bis zur Erreichung eines existenzsichernden Einkommens) Grundsätzlich sollte aber das Grundprinzip der Besteuerung nach Belastbarkeit erhalten bleiben. Starke Schultern sollten auch zukünftig mehr tragen als schwache Schultern. Dieses Prinzip wird durch eine Umstellung der Besteuerung auf den Konsum massiv verletzt, da schon heute Leute mit geringem Einkommen gezwungenermaßen einen größeren Teil ihres Einkommens für Konsum ausgeben müssen, als Leute mit höherem Einkommen (das sieht man schon, wenn man sich mal die Korrelation zwischen Einkommenshöhe und Sparquote ansieht). Es würden also die Menschen mit keineren Einkommen stärker belastet, als die Menschen mit hohen Einkommen, die zudem dank i.d.R. höherer räumlicher Flexibilität den Konsum auch ins Ausland verlagern können. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass Deutschland eh schon ein Binnenmarktproblem hat, während der Export bereits heute schon übermäßig zum BIP beiträgt (was auch eine Mitursache für die Schulden unserer Nachbarländer ist und uns gleichzeitig von deren wirtschaftlichen Entwicklung abhängig macht).
Also ganz so einfach ist das nicht.
Auf eine Milchmädchenrechnung habe ich mit einer Milchmädchenrechnung geantwortet. Ganz einfach. Die Zusammenhänge sind halt schon etwas komplexer, als dass man sie mit den Grundrechenarten realitätsnah darstellen kann. Da bräuchte man schon partielle Differentialgleichungen.
Aber dieser einfache Zusammenhang sollte doch auch für Sie verständlich sein: Wenn 1,9 Billionen Euro an die Menschen als zusätzliches Einkommen verteilt werden, dann entsteht gezwungenermaßen gleichzeitig auch das Potential, diese 1,9 Billionen Euro über Steuern wieder einzunehmen, ohne dass sich etwas an der Gesamtbelastung der Bürger verändert. Oder war das jetzt zu schwierig für Sie?
Weil diese Menschen nicht nachdenken. Ich kenne niemanden, der freiwillig nur so viel Arbeitet, bis er ein Einkommen erzielt, das gerade mal das Existenzminimum sichert. Die Menschen wollen i.d.R. schon einen Lebensstandart, der über die Sicherung des Existenzminimums hinausgeht. Und dafür sind die .....[/QUOTE]
Sie meinen wohl "bekommen sollen". Nun, das ist sehr einfach begründet: Weil der Staat eine grundgesetzlich verbriefte Sicherungspflicht des soziokulturellen Existenzminimums eines jeden Menschen hat. Wenn der Staat diese Pflicht nur gegenüber den Menschen erfüllt, die kein Einkommen haben, dann benachteiligt er zum einen die Menschen mit eigenem Einkommen und zum anderen greift er damit massiv in den Arbeitsmarkt bei den Geringverdienern ein. Geringverdiener haben nämlich gar nichts davon, wenn sie für einen höheren Lohn oder ein höheres Einkommen kämpfen und sich anstrengen, da jeder Euro, den sie durch zusätzliche Leistung verdienen, zum größten Teil wieder mit den erhaltenen Sozialleistungen verrechnet wird.
Da ist es dann durchaus sinnvoller, wenn man den Menschen von Anfang an einen größeren Teil ihres Einkommens lässt und die höheren Ausgaben über Steuererhöhungen gegenfinanziert. Beim Einzelnen ändert das bezüglich der tatsächlichen Gesamtbelastung u.U. gar nichts, aber er hat dann eben einen höheren Anreiz, selbst für mehr Einkommen zu sorgen.