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ZDF-Gerichtsdrama "Das Ende einer Nacht": Im Zweifel für den Macho?

ZDFEr soll seine Frau vergewaltigt haben. Oder lügt sie? In dem ZDF-Justizdrama "Das Ende einer Nacht" wird ein machtgeiler Geschäftsmann angeklagt. Zwischen Richterin und Anwältin entspinnt sich ein aufreibendes Duell, das den üblichen TV-Rahmen sprengt - und auf zwei reale Fälle anspielt.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,822616,00.html
  1. #1

    öfter mal was zumuten

    'Eine Zumutung für den Fernsehzuschauer, der es zwar gewohnt ist, dass man ihn emotional durchschüttelt, der aber wenigstens mit wiederhergestellten Gewissheiten in den Schlaf geschickt werden will.'

    das, was der Zuschauer aus Film und TV gewohnt ist, findet er in der wirklichen Welt leider nicht vor - trotzdem möchte er sich aber lieber vorgetäuschte Gewissheiten anschauen, als ohne HappyEnd unruhig ins Bett zu müssen ....
  2. #2

    Seltsame Kritik

    1. Bei keinem derartigen Film sollte die Pointe - egal ob schuldig, nicht schuldig oder offen - vorab ausgeplaudert werden. Dazu dient die Vorabüberlassung des Filmes sicher nicht - derartiges Geschwafel raubt die Spannung.

    2. Was ist daran gerecht, wenn "starke Frauen" entscheiden und Männer keine Rolle spielen?
  3. #3

    seltsam

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er soll seine Frau vergewaltigt haben. Oder lügt sie? In dem ZDF-Justizdrama "Das Ende einer Nacht" wird ein machtgeiler Geschäftsmann angeklagt. Zwischen Richterin und Anwältin entspinnt sich ein aufreibendes Duell, das den üblichen TV-Rahmen sprengt - und auf zwei reale Fälle anspielt.

    ZDF-Gerichtsdrama "Das Ende einer Nacht": Im Zweifel für den Macho? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    "- und versuchen beides gegeneinander auszuspielen"
    Wäre ja auch zu langweilig, wenn es nicht gleichzeitig ein dumme emotionale Vergangenheitsbewältigung, welche die Beteiligten bis jetzt verfolgt, komplett beeinflusst und wahrscheinlich am Filmende letztlich verarbeitet wird, oder? Allein das klingt schon so klischeehaft, dass es einen bis dahin zumindest ansatzweise interessant klingenden Film einen faden Beigeschmack gibt, sofern meine Lesart stimmt.

    Aber wie beschränkt ist denn die Sichtweise der Leute (dem Autor allein will ich daran gar keine Schuld geben) im Allgemeinen, dass harter Sex mit ggf. Rollenspielen bzw. devot-dominant-Szenario per se als negativ, schlecht und böse dargestellt wird? Klar, wenn es nicht beide wollen und trotzdem der eine Partner den anderen dazu nötigt, ist das verachtenswert. Aber dass der alleinige Wunsch danach schon ein Indiz für einen schlechten Menschen sei, ist doch - höflich formuliert - ein krankes Hirngespinst. Als ob es keine sexuelle Selbstbestimmung für Erwachsene gäbe... Sind wir etwa neuerdings in den südlichen Gefilden der USA, oder was? Mag ja sein, dass dies nicht so vom Autor beabsichtigt war oder ich hier etwas zu weit interpretiere, aber mir erscheint es sehr seltsam.
  4. #4

    @muhammaned

    Und, ist das schlimm? Die Menschen wollen die Unsicherheit ihres Lebens nicht auch noch in der Unterhaltung und Entspannung wahrnehmen. Das Medium Fernsehen ist kein solches zur Erziehung zur Lebenstüchtigkeit, auch wenn gewisse Leute das gern hätten.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er soll seine Frau vergewaltigt haben. Oder lügt sie? In dem ZDF-Justizdrama "Das Ende einer Nacht" wird ein machtgeiler Geschäftsmann angeklagt. Zwischen Richterin und Anwältin entspinnt sich ein aufreibendes Duell, das den üblichen TV-Rahmen sprengt - und auf zwei reale Fälle anspielt.

    ZDF-Gerichtsdrama "Das Ende einer Nacht": Im Zweifel für den Macho? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Zum anderen ist da Richterin Katharina Weiss (Barbara Auer), die dafür bekannt ist, dass sie Männer besonders hart bestraft. Und solche mit Geld und Macht am allerhärtesten. Man kann sie ja sogar verstehen: Das geliebte Recht, die Juristin sieht es von jenen bedroht, die glauben, es einfach mittels teurer Anwälte kaufen zu können.
    Sieht so aus, als wäre die Richterin die größere Gefahr für das Recht. Sie meint es gehört ihr.

    Aber hey... sie ist eine Frau. Also ist alles was sie tut entweder richtig oder menschlich, niemals aber Falsch oder Böse.
  6. #6

    Zitat von EspritCritiqueM Beitrag anzeigen
    2. Was ist daran gerecht, wenn "starke Frauen" entscheiden und Männer keine Rolle spielen?
    Eigentlich nichts, wenn es auch mal ab und zu umgekehrt wäre.
    Zurzeit ist die Lesart im ÖR-Rundfunk jedoch so:
    - Schwache Männer = ok
    - Männer als Verbrecher = ok
    - Starke Männer = nur ok, wenn eine zumindest gleich starke Frau zur Seite steht
    - Schwache Frauen = nur in der Rolle als Opfer erlaubt
    - Frauen als Verbrecher: nur wenn sie durch die ungerechte Umgebung dazu verleitet wurden und eigentlich doch gut sind
    - Starke Frauen = immer ok, gleich in welcher Zusammenstellung
  7. #7

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Eigentlich nichts, wenn es auch mal ab und zu umgekehrt wäre.
    Zurzeit ist die Lesart im ÖR-Rundfunk jedoch so:
    - Schwache Männer = ok
    - Männer als Verbrecher = ok
    - Starke Männer = nur ok, wenn eine zumindest gleich starke Frau zur Seite steht
    - Schwache Frauen = nur in der Rolle als Opfer erlaubt
    - Frauen als Verbrecher: nur wenn sie durch die ungerechte Umgebung dazu verleitet wurden und eigentlich doch gut sind
    - Starke Frauen = immer ok, gleich in welcher Zusammenstellung
    Dann hören Sie auf zu viel in den Fernseher zu schauen und lesen mal lieber ne Runde. Wenn sie unterwürfige dumme Frauenfiguren haben wollen, die sich hysterisch kreischend an den super männlichen Kerl schmeissen und am ende sich ihm auf der Motorhaube des Sportwagens hingibt, lesen Sie Jerry Cotton, Maddrax oder andere Trash-Romane aus dem Bastei-Verlag.
    Dort sind interessante starke Frauen- UND Männerrollen leider in den letzten Jahren alle verbannt worden.
  8. #8

    Reality Müll gibts doch genug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er soll seine Frau vergewaltigt haben. Oder lügt sie? In dem ZDF-Justizdrama "Das Ende einer Nacht" wird ein machtgeiler Geschäftsmann angeklagt. Zwischen Richterin und Anwältin entspinnt sich ein aufreibendes Duell, das den üblichen TV-Rahmen sprengt - und auf zwei reale Fälle anspielt.

    ZDF-Gerichtsdrama "Das Ende einer Nacht": Im Zweifel für den Macho? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    musste jetzt das öffentlich rechtliche ZDF die privaten mit so was aufgepoppten noch toppen.

    Wenn 2 ERWACHSENE im Schlafzimmer sind und einem hats zum Schluß nicht gefallen, ist das keine Vergewaltigung.

    Als ob Frauen so schwach gebaut sind, dass Sie sich nicht wehren könnten. Lachhaft, besonders bei diesem Hänfling in diesem Film.
  9. #9

    Belehrungsmentalität

    Zitat von kyriae Beitrag anzeigen
    Dann hören Sie auf zu viel in den Fernseher zu schauen und lesen mal lieber ne Runde. Wenn sie unterwürfige dumme Frauenfiguren haben wollen, die sich hysterisch kreischend an den super männlichen Kerl schmeissen und am ende sich ihm auf der Motorhaube des Sportwagens hingibt, lesen Sie Jerry Cotton, Maddrax oder andere Trash-Romane aus dem Bastei-Verlag.
    Dort sind interessante starke Frauen- UND Männerrollen leider in den letzten Jahren alle verbannt worden.
    Sie kennen sich ja offenbar aus. Komisch nur, dass bislang sich die Emanzen immer über starke Männerrollen im Fernsehen beschwert haben. Haben Sie denen auch empfohlen, künftig nur noch die "Emma" zu lesen?

    Mal im Ernst: Es spricht überhaupt nichts gegen starke Frauen- und schwache Männerrollen (bzw. umgekehrt), aber wenn es völlig unausgewogen ist, dann wird ein falsches Bild produziert. Und da ist das Fernsehen eben, weil visuell stärker, ein prägenderes Medium als ein Groschenroman.

    Von Herrn Buß hochgelobte Filme sind übrigens meist volkspädogisch im Sinne der von den meisten Journalisten gepflegten rot-grünen Allianz ausgerichtet. Mag die Zensur das wieder streichen, der stark rot-grüne Überhang deutscher Journalisten (wie auch Regisseure) ist statistisch vielfach nachgewiesen. Und das zeigt sich leider in zahlreichen in einer bestimmten Richtung belehrenden Sendungen. Jedenfalls empfinde ich Lob von Herrn Buß für eine Sendung nach einigen Erfahrungen eher als Grund, mir diese Sendung nicht anzuschauen und negative Kritik seinerseits als Empfehlung.

    Wer den Ludwigshafen-Tatort lobt und Münster permanent kritisiert, ist nicht auf meiner Wellenlänge. Ich möchte vom Fernsehen unterhalten, nicht politisch korrekt erzogen werden.


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