Warum ist deutsches Fernsehen eigentlich hauptsächlich Vergangenheitsbewältigung? Hitler oder Stasi, mehr läuft nicht.
ZDFBitte anschnallen! In dem ZDF-Zweiteiler "Deckname Luna" will eine junge DDR-Bürgerin in den Weltraum. Ihre Odyssee begleiten: Stasi-Schergen, ein Opa, der Raketen baut, Strauß und Kennedy, Götz George, Agenten und Hitler. Klingt irre? Ja. Irre gut.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/deck...-a-864112.html
Warum ist deutsches Fernsehen eigentlich hauptsächlich Vergangenheitsbewältigung? Hitler oder Stasi, mehr läuft nicht.
Da könnte es ruhig noch viel mehr Filme drüber geben. Es gibt viel zu wenig, wirklich gut gemachte deutsche Filme, die sich mit der deutschen Vergangenheit befassen.
Die Amis drehten und drehen übrigens auch viele Western und Indianerfilme, darunter auch nicht wenige, die sich kritisch mit der amerikanischen Vergangenheit auseinandersetzen.
Von den Russen kenne ich keinen einzigen Spielfilm, der die millionenfachen Morde unter Stalin gebührend thematisiert!
... nur Hitler und Stasi? Quatsch. Sonst kommt hier doch die frage, warum immer nur Krimi oder Pilcher? Ja was denn nu? Wenn eine gute fiktive Geschichte gut in historischen Kontext gesetzt wird, ist das doch super. Hitler, Stasi und vielleicht noch die RAF sind nun mal unsere Wegmarken. Und die Gegenwart wird in Drama und Krimi abgebildet, manchmal noch in der Komödie. Ich kann nix schlechtes daran sehen. Sonlange es ein guter Film ist, ist es mir eh egal. Wir brauchen gute Filme. Mehr nicht.
danke fuer die Beschreibung des Films. Klingt wie gut gemachtes DDR-bashing nach Schema F, aber auf hohem Niveau. Wieder mal ein Film, den ich mir sicher NICHT angucke. Cheers WK
Es kann gar nicht genug Filme geben , die sich mit der jüngsten Vergangenheit beschäftigen. Und eine kritische Sicht auf Stasi-Machenschaften ist sehr notwendig in Zeiten von"es war nicht alles schlecht in der DDR"!
Kein Plot scheint zu dämlich zu sein, um weitres Geld zu verheizen, das durch die GET eingetrieben wird. Ab nächstem Jahr dann über die bekannte neue Zwangsabgabe.
Danke für deine anmerkung, denn du sprichst mir aus dem herzen.
Selbst in der nazi-zeit gab es noch menschen, die es trotz allem schafften ohne sich selbst die hände schmutzig gemacht zu haben zu überleben, wenn sie auch nicht im aktiven widerstand waren. War deshalb unter den nazis auch "alles nicht so schlecht" ?!
@wolfgang.kunde
Aus der beschreibung des films "gut gemachtes ddr-bashing" herauslesen zu wollen, passt zu ihrer reaktion, sich dem nicht stellen zu wollen ;-)
Ich bin gespannt auf den film und hoffe, das er mal alle seiten beleuchtet. Mir fehlte in solchen themen-filmen zu oft die verdeutlichung, das es eben nicht nur der system-unterschied war, der sich im alltagsleben der ddr wiederspiegelte, sondern das fehlen der 68er bewegung und der veränderung auf west-seite, das in der ost-bevölkerung bis zum schluss fehlte.
Deutschland noch in den fünfzigern, war ätzend spiessig, untertanentum gewohnt, wollte "gammler" (o-ton interview aus dieser zeit) immer noch -vergasen-.
Die 68er räumten damit im westen nachhaltig auf, im osten blieb dieses kleinbürgeliche spiessertum bis zum ende erhalten, zusätzlich zur system-doktrie.
Klar gab es auch dort wunderbare menschen, die aufrecht blieben, progressiver waren als so manch westler, nicht einfach etwas blind mitmachten. Aber vor allem wollte ich auch aus dem kleinbürgerlich spiessigen alltag weg, nicht nur wegen der stasi-doktrien.
1984, mit 23 jahren und freikauf des westens aus stasi-haft, gelang mir das dann auch :-)
Die inhumanität der ddr und des ostblocks anzuprangern, wird allzu gern und allzu oft, mit einer kritiklosigkeit zum westen verwechselt.
Um diese ost-block-doktrien von 1917 bis 1989 anzuprangern, muss man vor allem links sein, nicht rechts, deren konservative vorstellungen schon menschenverachtend sind. Die wirklich linken bekämpfte man auch in der ddr fast mehr als rechte, eben weil sie zeigten, wie verlogen dieses system war.
Danke deutscher "michl" , denn sie bestätigen exakt was ich sagte. Anderen schlichtes gemüt unterstellen, die stasi verharmlosen, rommel dagegensetzen, ist von mir schon vor ihrem text angekündigt worden, also völlig typsich und sehr durchsichtig.
Offenbar ist in diesem film ein "rommel" mal nicht zum widerstandskämpfer verklärt, sondern man zeigt auch die ätzenden methoden zb. vom bnd.
Wer die verbrechen der ddr nennt und anprangert, verteidigt nicht die der anderen seite, aber das wird solch ewig blind-gestrigen wohl nie in den schädel gehen.
Andere aber als schlichtes gemüt bezeichnen , tztz ;-)