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ZDF-Drama "München 72": Als der Terror den Lachdackel vertrieb
ZDFMit der Bonbonkanone gegen das Böse: Deutschland wollte eine heitere Gastgebernation sein, doch das "Kommando Schwarzer September" machte aus den Olympischen Spielen einen Albtraum. Der ZDF-Film "München 72" beschreibt den Epochenbruch als kluges menschliches Drama.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,821818,00.html
- #1 19.03.2012 13:59 von
- #2 19.03.2012 14:08 von
Mal schauen
Werde ich mir auf alle Fälle ansehen.
Ich kannte mal einen der beteiligten Polizisten, kannte - weil er schon vor längerer Zeit an Krebs gestorben ist. Der hatte nach 1972 den Dienst quittiert und war bis zu seinem Tod ein psychisches Wrack. Er hatte nie viel von dem Einsatz erzählt, aber eins vergesse ich nie: die ganzen Beamten, die bis zuletzt auf dem Flugfeld waren, hatten Todesangst und haben wahllos auf alles geschossen, was sie sahen. Es gab viele Opfer durch dieses "friendly fire", aber es waren auch normale Streifenpolizisten ohne besondere Ausbildung, die da ins Feuer geschickt wurden. Muss wirklich hart gewesen sein, mein Bekannter hat nie viel darüber erzählen können, auch wenn er gewollt hätte, da war eine Blockade. Aber alleine die paar Erzählungen in stillen Stunden, wenn es einfach mal raus musste, die machten schon betroffen.
Mal schauen, was der Film davon gemacht hat. - #3 19.03.2012 14:18 von
.....Müchen 72.. Lachdakel usw..
Das ist leider nicht ganz richtig. Deutschland hatte sich sehrwohl etwas in der Hinterhand gehalten.Die BRD hatte nach dem Krieg Mitglieder einer paramilitärischen Geheimeinheit (nicht Polizei) die bei dem damaligen Bundesnachrichtendienst aufgehangen war. Die Männer waren mehr als gut ausgebildet, es waren absolute Profis. Die Einheit hätte damals einiges verhindern können. Sie waren und sind immer noch geführt als sogenannte Stay behind Organisation. Sattdessen übergab man, dass Kommando eingen Schutzpolizisten.
- #4 19.03.2012 14:36 von
1. Wie oft muss das denn noch von den ÖR verfilmt werden?
2. Wie kann man einen Bluff in der Hand halten? - #5 19.03.2012 14:39 von
Da steht der heutige IOC Präsident in guter alter Tradition mit seinen Vorgängern. Nichts darf Olympia stören oder gar unterbrechen, schliesslich gilt es eine Menge Kohle damit zu machen.
- #6 19.03.2012 14:52 von
Gegen jede Art von Titeln und Orden!
Ja, mit diesen "neuen" Erkenntnissen rührt das ZDF die Werbetrommel.
Da wird aber eins vergessen: Es ist doch zu bezweifeln, ob diese Einheit aus Verfassungsrechtlichen Gründen überhaupt hätte zu Einsatz kommen dürfen. Ich kenne mich da zwar nicht aus, aber es würde mich sehr wundern wenn der BND im Inland eingesetzt werden dürfte. Aus dem selben Grund duften ja auch keine Bundeswehrscharfschützen zum Einsatz kommen, obwohl diese weit besser ausgerüstet und ausgebildet und damit wesentlich effektiver gewesen wären. - #7 19.03.2012 14:55 von
München 1972
Dieses furchtbare Attentat habe ich damals leider live miterlebt.
Ich habe vor, während und danach für ca. 3 Monate im Olympischen Dorf in München gearbeitet und auch gewohnt.
Noch heute läuft es mir eiskalt den Rücken herunter, wenn ich nur daran zurückdenke.
Die Terroristen habe ich mehrfach gesehen, bis sie mit dem Heli und den Geilseln nach Fürstenfeldbruck abflogen.
Ich bin mir nicht sicher, ob solche Dinge geeignet sind, zu verfilmen.
Schließlich werden hier mit Tod Anderer doch Geschäfe gemacht und das sehe ich nun mal mit anderen Augen.
Die Frage, ob die Spiele damals weitergehen sollten oder nicht wurde seinerzeit auch bereits wochenlang ohner Ergebnis diskutiert.
Ich persönlich bin deshgalb dagegen, solche Dinge zu verfilmen. - #8 19.03.2012 15:03 von
- #9 19.03.2012 15:29 von
Vorher - Nachher
Vor den Olympischen Spielen 1972 hatte ich Verständnis für die Palästinenser, nachher für Israel. Und diese Meinunsänderung wurde über die Jahre durch die Palästinenser immer wieder verfestigt ...
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