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Zahnarzt-Studie: Häufiges Röntgen erhöht Risiko für gutartigen Hirntumor

CorbisMenschen, die mindestens einmal jährlich beim Zahnarzt geröntgt werden, haben ein dreifach höheres Risiko, an einem gutartigen Hirntumor zu erkranken, ergab eine Studie mit fast 3000 Personen. Harmlos sind diese sogenannten Meningeome nicht, denn sie üben Druck auf das Gehirn aus.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...826538,00.html
  1. #1

    3 mal höher als Kartoffel?

    Der ganze Artikel ist vollkommen sinnlos, wenn nicht angegeben wird, auf was sich das Risiko bezieht.

    Denn es ist schon ein Unterschied, ob das Risiko 0,3% oder 3% beträgt. Im einen Fall ist nach einer Verdreifachung das Riskio 0,9%, was nicht wirklich eine bedeutsame Steigerung ist, und im anderen Fall sind es 15%. Das ist schon deutlich mehr.

    Lässt man solche Informationen weg, dann drängt sich immer der Verdacht auf, dass man gerade die Propaganda irgendeines Lobbyverbandes gelesen hat, der demnächst vielleicht eine Alternative zum Röntgen anbieten möchte. Dann erinnern sich alle daran, dass man vom Röntgen ja ein dreimal höheres Risiko hat und es demzufolge böse ist. Oder ist es eine Aktion der Krankenkassen, die beim Röntgen sparen wollen?
  2. #2

    Aw:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Menschen, die mindestens einmal jährlich beim Zahnarzt geröntgt werden, haben ein dreifach höheres Risiko, an einem gutartigen Hirntumor zu erkranken
    Zahnarzt-Studie: Häufiges Röntgen erhöht Risiko für gutartigen Hirntumor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Oh weh, müssen wir etwa alle sterben?

    Ich werde mich nie wieder beim Zahnarzt röntgen lassen, denn damit gehe ich ja das unglaubliche Risiko von 0,05% ein, an einem Meningeom zu erkranken. Auf die Angabe der genauen Inzidenz wird im Artikel - sicher ganz zufällig - verzichtet, sonst könnte nicht so schön "Alarm" getrötet werden
  3. #3

    Panikmache^3!!!

    Was für ein unsäglich schlechter Artikel. Da der Verantwortliche ja scheinbar nicht in der Lage oder willens ist ein für den Durchschnittsbürger verständlichen Vergleich zu bringen, möchte ich dies hiermit nachholen (Strahlendosis wird in Mikrosievert gemessen):

    Röntgenbild beim Zahnarzt: 5-10 Mikrosoievert
    Röntgenbild des Brustkorbes: 20-100 Mikrosievert
    Röntgenbild des Bauchraumes: 600-1000 Mikrosievert
    CT des Schädels: 2000-4000 Mikrosievert
    CT des Bauchraumes: 10000-25000 Mikrosievert

    Alleine hier ist schon zu sehen, dass für ein einziges CT des Schädels 200-400 Zahnfilme gemacht werden könnten!

    Und jetzt noch ein paar ganz profane Vergleiche:

    zusätzliche Strahlendosis auf einem Flug Frankfurt/New York = 50 Mikrosievert = 5-10 zahnärztliche Zahnfilme!!!!

    natürliche Strahlung aus Kosmos, Luft und Boden(pro Jahr) = 2400 Mikrosievert

    (Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz)

    Theoretisch sind wohl alle Piloten und Stewardessen meningiomverseucht. Lachhaft!
  4. #4

    Zitat von Moxie Beitrag anzeigen
    Oh weh, müssen wir etwa alle sterben?

    Ich werde mich nie wieder beim Zahnarzt röntgen lassen, denn damit gehe ich ja das unglaubliche Risiko von 0,05% ein, an einem Meningeom zu erkranken. Auf die Angabe der genauen Inzidenz wird im Artikel - sicher ganz zufällig - verzichtet, sonst könnte nicht so schön "Alarm" getrötet werden
    Ich als Zahnarzt röntge, und wer hätte dies gedacht, auch nur wenn es absolut notwendig ist. Niemand röntgt aus Spaß an der Freud, es kostet viel zu viel Zeit und bringt auch kein Geld. Und wenn man mal sieht, was für unentdeckte bakterielle Herde an Zahn und Kiefer da als Zufallsbefund immer wieder zum Vorschein kommen - Ja da möchte ich lieber die 0,00005 fache Gefahr eines gutartigen Tumors haben, als damit meine Gesundheit im viel höheren Maße zu ruinieren.

    Und nebenbei, ich suchte eigentlichen auf SPON den Artikel zu den heutigen Nonsens-Aussagen der GKV, die jetzt Zahnarztrechnungen besser kontrollieren will. Und dann stoß ich aber auf diesen Artikel hier. Ist heute mal wieder Zahnarzt-Bashing Tag, eine Initiative Ihrer AOK und Barmer?
  5. #5

    Röv

    Zitat von henkeltopf Beitrag anzeigen
    Ich als Zahnarzt röntge, und wer hätte dies gedacht, auch nur wenn es absolut notwendig ist.
    Ich mein' mich auch zu entsinnen, dass die Röntgenverordnung genau dies seit Jahren vorschreibt. Dies mag in den USA anders sein; in Deutschland ist der Artikel eher dazu gedacht, mal wieder ein wenig Panik zu verbreiten.

    Und nebenbei, ich suchte eigentlichen auf SPON den Artikel zu den heutigen Nonsens-Aussagen der GKV, die jetzt Zahnarztrechnungen besser kontrollieren will. Und dann stoß ich aber auf diesen Artikel hier. Ist heute mal wieder Zahnarzt-Bashing Tag, eine Initiative Ihrer AOK und Barmer?
    Diese "Berichte" werden immer in regelmäßigen Abständen lanciert, um von der steigenden Minderversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherungen abzulenken. Die Funktionäre der Krankenkassen machen im Prinzip genau so Politik wie die Zahnärzte, die über die "neue" GOZ schimpfen.

    Fakt ist einfach, dass gute Leistung auch entsprechend liquidiert werden muss, auch wenn die Gesetzlichen Krankenversicherungen dies anders darstellen. Wenn eine Praxis nur mit den gesetzlich versicherten Patienten aufgrund Budgetierung und Fallstatistiken gerade mal kostendeckend arbeiten kann, ist der Punkt erreicht, an dem kein Sparpotential mehr drin ist. Ansonsten werden gesetzlich Versicherte Patienten keine Termine mehr erhalten - welcher Freiberufler zahlt schon gerne drauf?
  6. #6

    Zitat von johnbatz Beitrag anzeigen
    Der ganze Artikel ist vollkommen sinnlos, wenn nicht angegeben wird, auf was sich das Risiko bezieht.

    Denn es ist schon ein Unterschied, ob das Risiko 0,3% oder 3% beträgt. Im einen Fall ist nach einer Verdreifachung das Riskio 0,9%, was nicht wirklich eine bedeutsame Steigerung ist, und im anderen Fall sind es 15%. Das ist schon deutlich mehr.

    Lässt man solche Informationen weg, dann drängt sich immer der Verdacht auf, dass man gerade die Propaganda irgendeines Lobbyverbandes gelesen hat, der demnächst vielleicht eine Alternative zum Röntgen anbieten möchte. Dann erinnern sich alle daran, dass man vom Röntgen ja ein dreimal höheres Risiko hat und es demzufolge böse ist. Oder ist es eine Aktion der Krankenkassen, die beim Röntgen sparen wollen?
    Sie haben vollkommen recht!

    Leider ist es ja an der Tagesordnung, dass SPON Ärzte-Bashing betreibt und den Leser mit schlecht recherchierten Artikeln und nichts sagenden Zahlen verunsichert.
  7. #7

    Studien die die Welt nicht glaubt

    Da ein Kleinröntgenbild in etwa der Stahlenbelastung entspricht, die man abbekommt, wenn man einen Tag im Freien herumläuft (Quelle: Euratom), frage ich mich, wieso nicht alle Briefträger, Förster Gärtner - sprich Leute, die sich oft im Freien aufhalten - ein erhöhtes Berufsrisiko für die Entstehung von Hirntumoren haben.
    Kein (Zahn-) Arzt röntgt sinnlos, von daher kann man davon ausgehen, dass der röntgenbedingt zu erwartende Schaden geringer wiegt, wie der zu erwartende Nutzen. Dieser Nutzen ist durch die rechtfertigende Indikation gegeben.
  8. #8

    Abstrakte Sicht

    [QUOTE=Seven76;9991651]Was für ein unsäglich schlechter Artikel. Da der Verantwortliche ja scheinbar nicht in der Lage oder willens ist ein für den Durchschnittsbürger verständlichen Vergleich zu bringen, möchte ich dies hiermit nachholen (Strahlendosis wird in Mikrosievert gemessen):

    Röntgenbild beim Zahnarzt: 5-10 Mikrosoievert ...

    Was sich so harmlos mit 0.01 mSv/Jahr für ein Röntgenbild anhört ist in Wirklichkeit ein Flash mit 310 Sv in einer Sekunde. Die hohe Dosis rechnen Sie kernkrafthörig auf ein Jahr herunter, indem Sie sie durch 31 Millionen Sekunden teilen. Sie tun so als ob der Zahnarzt für das Röntgenbild 1 Jahr bräuchte. Und genau diese Fragwürdigkeit versucht der Artikel herauszuarbeiten.
  9. #9

    [QUOTE=theo_waigel;9994935]
    Zitat von Seven76 Beitrag anzeigen

    Was sich so harmlos mit 0.01 mSv/Jahr für ein Röntgenbild anhört ist in Wirklichkeit ein Flash mit 310 Sv in einer Sekunde.
    Wie kommen Sie auf 310Sv ? Eine(!) Panoramaaufnahme beim Zahnarzt hat eine Strahlendosis von etwa 0,04mSv.








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