Zahlungsprobleme: Pharmakonzern stoppt Lieferung an griechische Krankenhäuser

Die Schuldenkrise in Griechenland schlägt immer stärker auf das Leben der Bürger durch. Weil staatliche Krankenhäuser ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können, hat der Schweizer Pharmakonzern Roche seine Lieferungen gestoppt. In einigen Häusern könnten nun wichtige Medikamente knapp werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...786794,00.html
  1. #80

    griechen zahlen im allgemeinen ..........

    Zitat von lemmy01 Beitrag anzeigen
    Da wird nichts verjähren, denn die Pharmafirmen werden mit Sicherheit des öfteren Mahnungen geschrieben haben.

    Wenn hier aber drei bis vier Jahre Rechnungsrückstände sind, zeigt das, wie tief der Karren im Dreck ist und dann man ihn erst über Jahre ganz tief hineingezogen hat.
    ihre rechnungen nach mehreren mahnungen, wenn ueberhaupt. da gibt es nur eins. erst die rechnungen bezahlen, dann gibts neue ware.
  2. #81

    Ja

    Zitat von montaxx Beitrag anzeigen
    Da bin ich ja ganz bei Ihnen.Die Bevölkerung hat zu lange mit den Politikern paktiert.Und wenn wir schon bei den Steuerhinterziehern sind:Das fügt sich alles - makaber irgendwie - zusammen:Roche,der Schweizer Pharmakonzern,der Kranke nicht mehr mit Präparaten versorgt,auf der einen Seite;auf der anderen griechische Steuerhinterzieher,deren Konten sicher nicht allzuweit von der schweizerischen Roche-Zentrale liegen dürften.Hier spielt,ganz nebenbei,wieder mal die CH als Schwarzgeld-Hort ihre unsägliche Rolle.Öffnen Sie mal einen festverschlossenen Alpen-Tresor...
    Ich denke, da würde sogar jemand in Nord-Korea nervös werden. Wetten (leider nie feststellbar), der hat da Geld liegen!
  3. #82

    So sieht es aus, die "Gesetze" Schützen diese Drogen Händler.

    Zitat von mr_stagger_lee Beitrag anzeigen
    Im Artikel wurden Krebsmedikamnete erwähnt, ich vermute deshalb, das teure Antikörper wie Avastin und Rituximab gemeint sind. Wenn das alles so einfach wäre, wie sie sagen, warum braut nicht einfach jedes Land in irgendwelchen Küchen sich seine Medis zurecht und bezahlt den bösen Pharma-"Drugdealern" nichts mehr?

    Es ist reichlich naiv anzunehmen, dass griechischen Firmen diese Produkte einfach 1-2-3 ersetzt könnten, zumal Nachfolgerpräparate übrigens keine Generika sind (http://de.wikipedia.org/wiki/Biosimilar). Ich behaupte, dass keine einzige griechische Firma das könnte. Bitte bedenken sie die Hürden: Patentschutz, EU Direktiven und lokales Arzeimittelrecht, dreistelliger Millionenbetrag als Investition, Personal mit nötigem Know-How und im Durchschnitt 7-8 Jahre bis zur Marktreife (wenn alles glatt geht, was es meistens nicht tut). Das ganze für nur ein einziges Präparat.

    1,9 Milliarden sollen ausstehen. Spitze des Eisbergs? Wieviel steht zusammen genommen bei Novartis, Pfizer, Glaxo, Bayer, Merck, Abbot etc. aus? Wie hoch steht Griechenland bei Firmen anderer Sparten in der Kreide? Jeder der bei einer Firma arbeitet oder selbständig ist weiß, dass man sich Lieferungen aller Art an den griechischen Staat ab sofort dreimal überlegen wird...

    Das könnte in der Tat der Vorabend der griechischen Tragödie sein...
    Die Investitionen die diese Firmen bei der Erfoschung eines neues Medikamentes getätigt haben gehen meist in die Mrd. Summen und nicht in die Mio.

    Bezeichnend ist auch, dass Sie auf meine Anspielung auf deren Mitwirken bei der Plünderung der griechischen Sozialkassen nicht mit einem Wort eingehen.

    Wenn es sich bei GR um einen Markt von sagen wir mal 10 000 000 Einwohner handelden würde, wäre deren Verhalten sicher anderer Natur.
    Ja der Patentschutz, das ist ist natürlich eine Frage des Standpuntes, ob man es sich gefallen lässt in einem "freien Markt" die Wirtschaft und die Menschen von den lieben Konzernen gefallen lässt, oder ob man nicht über Mechanismen des Protektionismus nachdenkt.

    Nachgewiesenermassen sind die meisten Neuentwicklungen meist die selben Medikamente wie früher, deren Patenschutz ausläuft und die durch kleinere unwesentliche Modifikationen diesen Patentschutz weiter ausweiten. Wenn den die verantwortlichen Politiker nicht die Handlanger dieser Lobbys wären, sonder verantwortlich Handelnde mit Rückrat, dann würden die Direktiven und die Patente dorthin gespült wo sie hingehören, den mir ist die Genesung eines Mitmenschen wichtiger als die die Bilanzen der Multis. Wie ist Ihr Standpunkt hierzu?

    Wenn Sie denken, dass es hier statt Chemielabors und Fabriken irgendwelche Küchen gibt aus denen die Verteilung noch mit Eseln stattfindet......


    GR Pharmaunternehmen

    http://www.pef.gr/index.php?option=c...d=14&Itemid=29
  4. #83

    eben

    Zitat von flötrolf Beitrag anzeigen
    Die Politiker müssen zur Rechenschaft gezogen werden, denn sie decken Steuerhinterzieher, die diese Situation entstehen ließen.
    Und auch das ist in GR leider ein ganz spezielles Problem.

    "Die Politiker", das sind in GR vor allem 3 Familienclans, die das Land seit fast 40 Jahren ausplündern.

    Das Wahlvolk ist sich dessen genau so lange schon bewusst - spielt aber mit, weil es mit Steuer- und Bonusgeschenken über die Jahrzehnte ruhig gestellt wurde.

    Insoweit muss man leider zum Teil schon von "den Griechen" sprechen.
  5. #84

    Eu Handelsbörse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schuldenkrise in Griechenland schlägt immer stärker auf das Leben der Bürger durch. Weil staatliche Krankenhäuser ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können, hat der Schweizer Pharmakonzern Roche seine Lieferungen gestoppt. In einigen Häusern könnten nun wichtige Medikamente knapp werden.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...786794,00.html
    Um dass Problem mit den Pharma Produkten zu lösen,wäres an der Zeit eine EU weite Sammelbörse für Kranken+Altenhäuser,Personal und Produkte aus diesen Bereichen zu erstellen.

    Eben Tausch,Kauf und Verkauf-

    Auch sollte die EU Kontrolleure einstellen,um die Zustände den vers. Einrichtungen unabhändig zu kontrollieren,wir haben genügend Arbeitslose?
  6. #85

    wobei sicher auch .............

    Zitat von flötrolf Beitrag anzeigen
    Die Politiker müssen zur Rechenschaft gezogen werden, denn sie decken Steuerhinterzieher, die diese Situation entstehen ließen.
    politiker steuerhinterzieher sind. warum soll ein pharmakonzern die medikamente fuer griechische kranke zahlen. das soll mir doch mal einer erklaeren.

    die griechen haben es nicht besser verdient.
  7. #86

    Der deutsche Staat wird es bezahlen..

    Wie man hört und liest wird im deutschen Export sehr, sehr viel auf langfristige Kredite geliefert, die wohl jetzt (nicht nur in Gr.) nicht bezahlt werden.

    Als ich vor langen Jahren im Export gearbeitet habe, wurden diese Kredite durch die STAATLICHE "Hermes" Versicherung versichert. Wenn nicht bezahlt wurde, sprang die ein.

    Ich weiß nicht, was sich da evtl. geändert hat - aber ich nehme mal an, dass es grundsätzlich noch genau so oder ähnlich ist.

    Das heißt, der Steuerzahler bezahlt unseren tollen Export-Überschuss. Klar, ein Teil von ihnen hat davon auch profitiert. Die Frage ist, ob dabei der Profit der Vergangenheit die Ausfälle jetzt und in der Zukunft abdeckt. Ich stimme Silverhair et al zu, ddass es wohl ein Nullsummenspiel ist. Wenn wir mehr verkaufen als einkaufen, haben die Käufer kein Geld, uns zu bezahlen.

    Das konnte man zu den Zeiten als ich im Export gearbeitet habe noch sehr klar sehen und jeder wusste es: die ausländischen Firmen wollten gern kaufen, aber die Länder hatten keine Devisen oder stellten keine bereit, um damit zu bezahlen.

    Der gemeinsame Euro hat das innerhalb der Eurozone lediglich verschleiert - geändert hat sich nichts!
  8. #87

    Danke fuer die Ausfuehrungen,...

    Zitat von mr_stagger_lee Beitrag anzeigen
    Im Artikel wurden Krebsmedikamnete erwähnt, ich vermute deshalb, das teure Antikörper wie Avastin und Rituximab gemeint sind. Wenn das alles so einfach wäre, wie sie sagen, warum braut nicht einfach jedes Land in irgendwelchen Küchen sich seine Medis zurecht und bezahlt den bösen Pharma-"Drugdealern" nichts mehr?

    Es ist reichlich naiv anzunehmen, dass griechischen Firmen diese Produkte einfach 1-2-3 ersetzt könnten, zumal Nachfolgerpräparate übrigens keine Generika sind (http://de.wikipedia.org/wiki/Biosimilar). Ich behaupte, dass keine einzige griechische Firma das könnte. Bitte bedenken sie die Hürden: Patentschutz, EU Direktiven und lokales Arzeimittelrecht, dreistelliger Millionenbetrag als Investition, Personal mit nötigem Know-How und im Durchschnitt 7-8 Jahre bis zur Marktreife (wenn alles glatt geht, was es meistens nicht tut). Das ganze für nur ein einziges Präparat.

    1,9 Milliarden sollen ausstehen. Spitze des Eisbergs? Wieviel steht zusammen genommen bei Novartis, Pfizer, Glaxo, Bayer, Merck, Abbot etc. aus? Wie hoch steht Griechenland bei Firmen anderer Sparten in der Kreide? Jeder der bei einer Firma arbeitet oder selbständig ist weiß, dass man sich Lieferungen aller Art an den griechischen Staat ab sofort dreimal überlegen wird...

    Das könnte in der Tat der Vorabend der griechischen Tragödie sein...
    ... da erspare ich mir doch gleich mein Geschreibe. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig Ahnung die Menschen von den Kosten und Risiken moderner Pharmaforschung und Wirkstoffentwicklung haben.
  9. #88

    ach Gott....

    Zitat von capitain_future Beitrag anzeigen
    Um dass Problem mit den Pharma Produkten zu lösen,wäres an der Zeit eine EU weite Sammelbörse für Kranken+Altenhäuser,Personal und Produkte aus diesen Bereichen zu erstellen.

    Eben Tausch,Kauf und Verkauf-

    Auch sollte die EU Kontrolleure einstellen,um die Zustände den vers. Einrichtungen unabhändig zu kontrollieren,wir haben genügend Arbeitslose?
    Warum kann man nicht nur zu Dingen posten, von denen man etwas (etwas!!!!) Ahnung hat:
    solche Einkaufsgemeinschaften und vor allem Kontrollbehörden gibt es längst - S i e müssen die nicht neu erfinden.

    Vielleicht kann man einfach mal nur den Artikel kommentieren: und der handelt davon, dass griechische staatliche Institutionen seit teilweise 3 Jahren ganz einfach ihre Rechnungen nicht bezahlen!
  10. #89

    Keine Macht den Titeln

    Zitat von petros t Beitrag anzeigen
    Ja der Patentschutz, das ist ist natürlich eine Frage des Standpuntes, ob man es sich gefallen lässt in einem "freien Markt" die Wirtschaft und die Menschen von den lieben Konzernen gefallen lässt, oder ob man nicht über Mechanismen des Protektionismus nachdenkt.
    Erinnern Sie sich noch an den Patentschutzunterschied bei AIDS-Medikamenten und Anthraxmitteln?http://www.youtube.com/watch?v=qQ9Am...eature=related
    Schön zusammengefasst von Volker Pispers (3:48-6:05)