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Zahltag bei den Dax-Konzernen: Der rasende Anstieg der Chefgehälter

DPAIn den Führungsetagen deutscher Großkonzerne herrscht Gehaltsinflation. Nicht nur im vergangenen Jahr gab es für die meisten Chefs ein sattes Plus: Seit 2003 haben sich ihre Gehälter etwa verdoppelt. SPIEGEL ONLINE zeigt, in welchen Unternehmen es besonders steil nach oben ging.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...821327,00.html
  1. #170

    Zitat von karaokefreak01 Beitrag anzeigen
    Im Staat wird bei den Sozialleistungen geknausert, die Löhne werden gedrückt und die Arbeitsverhältnisse verschlechtert - alles mit dem Hinweis auf Marktlage, Krisen, Veränderungen der Technologie und was denen sonst noch so an Gründen einfällt. Heute mnuss man sich drei Mal überlegen, ob man ein Kind bekommt - Kindergeld hin oder her, nie war die Versorgungsaussicht in der Masse so instabil weil unvorhersehbar. Nur spiegelt sich das nie in den Gehältern der Chefetage, wie man immer wieder lesen darf.
    GAnz ehrlich, wir haben in Deutschland eines der umfangreichsten Sozialsysteme der Welt. Die Staaten die da mithalten können, kann man an zwei Händen abzählen. Das reicht dem Deutschen aber nicht, Vollkaskomentalität ahoi.

    Die fetten Jahre sind vorbei, die ach so guten 70er, 80er Jahre. Das Leben ist wie es ist und Deutschland ist nicht der Nabel der Welt, etwas was viele zu vergessen scheinen. Der Wettbewerb ist nunmal international und da konkurriert man mit vielen anderen Arbeiternehmer dieser Welt. Was glauben Sie wohl warum in Deutschland kaum mehr Konsumgüter hergestellt werden? Genau, weil sie keiner kaufen will, die Ware aus dem Ausland ist ja so viel günstiger, da kann ich mir drei statt ein Teil kaufen.
  2. #171

    AktG

    Zitat von lanre Beitrag anzeigen
    Warum sollte es? Die Hauptversammlung kann den Aufsichtsrat abberufen. Wird er das nicht ist die HV offensichtlich zufrieden mit dem was der Aufsichtsrat geleistet hat, auch mit den Vorstandsverträgen.
    Wenn das in der Praxis so einfach wäre- Unzufriedenheit reicht leider nicht. Aber es stimmt, die HVs sollten da öfter mal entmisten - wenn es geht.
  3. #172

    Gehalt ist nicht alles

    Interessant wäre hier sicher auch, würde man die Entwicklung der Penionsleistungen für ausgeschiedene Vorstände aufzeigen. Um der Diskussion über die Vergütungshöhe auszuweichen, haben Aufsichtsräte und Vorstände längst die Ruhegehälter entdeckt. Im Gegensatz zu den Vergütungen, die individuell ausgewiesen sind, sind die Aufwendungen für Pensionen im Geschäftsbericht undurchsichtig. Die Überraschung war groß, als festgestellt wurde, dass z.B. Klaus Zumwinkel bei der Post AG zwar moderate 3 Mio. € als Vorstandsvorsitzender erhielt, aber als Pensionär noch einmal knapp 1 Mio € pro Jahr zustand.

    Vorstände kosten dem Unternehmen nicht nur hohe Summen, während sie für es arbeiten, sondern auch hinterher, wenn sie keinen Handschlag mehr für es leisten. Manche lassen sich auch noch Sekretärin, Büro und Dienstwagen bezahlen - ganz wie ein Bundespräsident.
  4. #173

    Kaufmanns TROST!!!

    Zitat von lanre Beitrag anzeigen
    Warum sollte es? Die Hauptversammlung kann den Aufsichtsrat abberufen. Wird er das nicht ist die HV offensichtlich zufrieden mit dem was der Aufsichtsrat geleistet hat, auch mit den Vorstandsverträgen.
    Bei mir wäre ein Aufsichtsrat der solche Verträge zulässt schneller weg vom Fenster als die "NEIN" sagen können.

    Wer für ein Unternehmen Verträge abschließt in denen steht das es nochmals Belohnung gibt, obwohl der VV gescheitert ist, der kann als Aufsichtsrat nicht bei Trost sein. Das wiederum lässt die Frage zu ob der Aufsichtsrat und der Vorstand irgendwie gemeinsame Interessen pflegen.

    Und das wiederum wirft die Frage auf inwiefern eine AG überhaupt ein Unternahmen ist das "ernsthaft" an Gewinn orientiert ist, oder eher eine Laden ist in dem man sich selbst bedienen kann.

    Da Hase liegt da im Pfeffer das die eine Krähe AR- der andren Krähe VSTD kein Auge aushackt- denn verdienen tun die alle prächtig an ihren Pöstchen und der Oberindianer wird von all denen noch bewundert das er es bis ganz nach oben in die Schaltzentrale des Konzerns geschafft hat.
  5. #174

    Anderer Ansicht.

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Keine Sorge - es gibt durchaus Leute, die das genau so sehen wie Sie.

    Leute, die die Leistung eines Lagerarbeiters genauso hoch ansehen wie die eines Vorstandsvorsitzen. Und Leute, die die Befriedigung, eine Kiste bewegt zu haben, ebenso hoch schätzen wie die Millionen von Euro, die sich auf dem Konto des Vorstands sammeln.

    Und dann gibt es noch Mischformen: Die finden Geld unwichtig, solange der Vorstand den Profit erhöht, neiden es aber, sobald er welches verdient.
    Ich frage mich:
    Wem befriedigt es mehr, "derjenige der eine Kiste bewegt hat", oder derjenige der "zweistellige Millionenboni" auf sein Konto überwiesen bekommt?
    Hier wird doch DIE FRAGE verdrängt, bei welcher HÖHE wird es unanständig und nicht, das er Boni nicht verdient hätte!

    Und DA ist doch die Frage erlaubt, ob oben genannte Boni gerechtfertigt sind.
    SIE sind anscheinend Verfechter von Boni in zweistelliger (vieleicht dreistelliger?) Millionenhöhe, andere eben nicht!
    Akzeptieren sie doch bitte der Anderen Meinungen!
  6. #175

    Zitat von mischamai Beitrag anzeigen
    Wenn der Volkswagen-Vorstand sich finanziell an denen bereichert die er mit seinen überteuerten Modellen bedient,sollte jedem Kunden einmal ein Licht aufgehen.
    Dass ein VW überteuert ist, mag Ihre ganz persönliche Meinung sein. Wenn man sieht, wieviele VWs verkauft werden, gibt es sehr viele Leute, die Ihre Meinung anscheinend nicht teilen.

    Vom Unternehmensgewinn profitiert im Übrigen nicht nur der Vorstand, sondern jeder Mitarbeiter. Es gibt für jeden Mitarbeiter einen Bonus in Höhe von 5.000 - 10.000 Euro für das Jahr 2011 - und zwar nicht nur bei VW, sondern auch bei Mercedes, BMW, Audi, Porsche.
  7. #176

    Elekronisches Zeitalter

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    ...
    Vorstände kosten dem Unternehmen nicht nur hohe Summen, während sie für es arbeiten, sondern auch hinterher, wenn sie keinen Handschlag mehr für es leisten. Manche lassen sich auch noch Sekretärin, Büro und Dienstwagen bezahlen - ganz wie ein Bundespräsident.
    Sehr richtig. Ob das gewährt wird sollte vollständig von den Eigentümern bestimmt werden. WennFrau Schickedanz meint, BIgT unteres Middelmass wäre so viel wert gewesen, dann ist das ihr Problem. Heute braucht man keine Räte mehr, es gibt Buy und Sell Knöpfe und ein Blick auf den Chart hätte Frau Schickedanz schon bei ihrer Personalentscheidung geholfen.
  8. #177

    Na super

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Führungsetagen deutscher Großkonzerne herrscht Gehaltsinflation. Nicht nur im vergangenen Jahr gab es für die meisten Chefs ein sattes Plus: Seit 2003 haben sich ihre Gehälter etwa verdoppelt. SPIEGEL ONLINE zeigt, in welchen Unternehmen es besonders steil nach oben ging.

    Zahltag bei den*Dax-Konzernen: Der rasende Anstieg der Chefgehälter - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    dafür leben am anderen Ende Arbeitnehmer so schlecht, dass sie noch zum Amt müssen.
    Die Schere geht immer weiter auseinander. Das kann nicht für alle Zeiten gut gehen. Und wenn einer dieser Leute die Firma an die Wand fährt, bekommt er einige Millionen Abfindung.
    Warum sorgt die Politik nicht für mehr Gerechtigkeit. Denn Arbeit muss sich nicht nur für die Bosse lohnen, sondern für alle.
    Und dann wird noch fröhlich behauptet, dass die Rentner ein "dickes Plus" bekommen.
    Leute, wenn es in einem Land keine Gerechtigkeit gibt, dann geht das früher oder später schief.
    Ich meine damit nicht, dass verantwortliche Firmenchefs nicht eine tüchtige Bezahlung bekommen. Aber das Doppelte, wenn andere nicht mal den Inflationsausgleich erhalten. Oder sogar in schlechte Postionen mit Minderlohn abgedrängt werden.
    Dienen und nicht nur verdienen: das ist die Verantwortung eines Chefs.
  9. #178

    Falsch

    Zitat von lanre Beitrag anzeigen
    Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen aber Sie leben nicht im 21. Jahrhundert. Es geht (schon länger) nicht mehr darum, was ein jemand leistet, sondern was der Marktwert dessen ist, was er kann. Die Leistung eines Schauspielers, Musikers, Profifußballer und ja, auch Managers, richtet sich nunmal nicht danach, dass er X Stunden an einem Ort/Büro/was-weiß-ich verbringt und etwas für einen bestimmten Zeitraum tut, sondern dass das was er tut, viel wert ist.
    Falsch. Nach dieser Theorie müssten Vorstände, die versagt haben und entlassen werden, keine Millionen Abfindungen erhalten. Denn ein Vorstand, der versagt hat und entlassen wird, hat keinen Marktwert mehr. Also scheinen bei den Managereinkommen doch andere Kriterien wie der Marktwert zum Zuge zu kommen.
    Diese Abfindung hat sogar ein Middelhoff bekommen, der Karstadt gegen die Wand gefahren hat.
  10. #179

    ...

    Zitat von CMH Beitrag anzeigen
    ... Vom Unternehmensgewinn profitiert im Übrigen nicht nur der Vorstand, sondern jeder Mitarbeiter. Es gibt für jeden Mitarbeiter einen Bonus in Höhe von 5.000 - 10.000 Euro für das Jahr 2011 - und zwar nicht nur bei VW, sondern auch bei Mercedes, BMW, Audi, Porsche.
    Grundfalsch was Sie da Schreiben. Die Leiharbeiter sehen NICHTS von einem Bonus. Bei BMW in Leipzig besteht 1/3 der gesamten Belegschaft aus Leiharbeitern, die z.T. schon seit 6 Jahren ohne Unterbrechung bei BMW arbeiten und klar, nicht nur geringer entlohnt, sondern auch sonst auf alle Vergünstigungen verzichten "dürfen".

    Es ist ein einziger Skandal.


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