Zahltag bei den Dax-Konzernen: Der rasende Anstieg der Chefgehälter

DPAIn den Führungsetagen deutscher Großkonzerne herrscht Gehaltsinflation. Nicht nur im vergangenen Jahr gab es für die meisten Chefs ein sattes Plus: Seit 2003 haben sich ihre Gehälter etwa verdoppelt. SPIEGEL ONLINE zeigt, in welchen Unternehmen es besonders steil nach oben ging.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...821327,00.html
  1. #160

    Nicht alle sind so

    Zitat von pelemele Beitrag anzeigen
    hat doch auch Vorteile, wenn jeder im Land nur an sich denkt und man diese Erkenntnis medienwirksam unsern Kindern vorlebt. Bleibt es mir erspart, auch nur einem von denen nur eine Träne nachweinen zu müssen, wenn u.U. Krankheit, Leid etc. diesen Personenkreis einmal trifft. Außer vielleicht Freudentränen. Ich kümmere mich derweil um meine Familie und meine Freunde. Und die wissen, dass ich sie ächten würde, sollten sie zu dem reichen Personenkreis da oben gehören. Wünsche denen Einsamkeit, Depressionen, Alzheimer -. und vor allem eine bösartige Pflegekraft. Dann können die versuchen, von ihren Millionen satt zu werden. Auf diese Momente freue ich mich jetzt schon.
    Es gibt auch anständige Reiche, die helfen, spenden ihre Mitarbeiter
    gut behandeln etc. Dax-Firmen haben keine Seele sondern nur einen
    auf Eigennutz gerichteten Vorstand - das zu unterbinden bedarf
    es Gesetzesänderungen und Steuererhöhungen bei einem Verdienst
    ab 3 Mio. Euro pro Jahr.
  2. #161

    Na und?

    Zitat von net-zwerg123 Beitrag anzeigen
    Vom Standpunkt der Arbeitsleistung - nehmen wir einmal vereinfacht hier die über einen bestimmten Zeitraum gemittelte persönliche Belastung an - auf jeden Fall.
    Wenn ich jemanden bezahle, dann ist mir egal, wie sehr ihn seine Arbeit belastet. Mir kommt es darauf an, was ich davon habe.

    Wenn jemand mir als Lebenswerk aus einem massiven Mammutbaum einen Kleiderschrank schnitzt, dann ist mir das nicht mehr wert, als wenn er in einem gut organisierten Betrieb ein paar Knöpfe drückt und dann die Füße hochlegt, während die Maschine den Schrank macht. Mir ist das Ergebnis wichtig, nicht die persönliche Belastung, und ob jemand daran 5 Minuten gearbeitet hat oder 50 Jahre, ist irrelevant. Der eine verdient sein Geld in 5 Minuten, der andere in 50 Jahren, und der erste darf dabei sogar noch Kaffeetrinken. Das ist völlig in Ordnung.
  3. #162

    Zitat von objectiveview Beitrag anzeigen
    Lieber SPON, erwähne doch bitte demnächst im selben Artikel, dass der DAX 2003 bei etwa 2300 Punkten lag, und heute bei 7200. Er hat sich also mehr als verdreifacht. Die Gehälter haben sich verdoppelt. Mich würde eine etwas weniger tendenziöse Darstellung in künftigen Artikeln sehr freuen.
    Haben sich auch die Gehälter der 'gemeinen' Mitarbeiter verdoppelt? Welche im Gegensatz nicht schon zuvor exorbitant hoch waren?

    Diese Menschen verdienen in der Stunde mehr als ein durchschnittlicher Vollzeitangestellter im Monat. Durch welche Leistung soll das gerechtfertigt sein? Und das, während in den Unternehmen teilweise Mitarbeiter gekündigt und sogleich per Zeitarbeitsvertrag regelrecht ausgebeutet werden.
  4. #163

    Also ich persönlich....

    gönne jedem seinen erfolg.
    Ich arbeite nicht in einem DAX unternehmen,
    mache meine 4-Schicht,verdiene also über Hartz4.
    Trotzdem wohne in einer einfachen Mietwohnung
    und fahre einen Koreaner (Hyundai i30),weil ich mir
    ein deutsches Fabrikat nicht leisten kann.Kein Urlaub,
    keine extras und vor allem,keinerlei aufstiegsmöglichkeit.
    Ich vermute ich kann mich noch so abrackern,weiterbilden usw.
    zum Manager schaffe ich es in diesem leben wohl kaum.
  5. #164

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Nichts wird da genehmigt. Das Geld gehört rechtmäßig den Aktionären und denen wird es geklaut. So einfach kann das manchmal sein.

    "Bei Kapitalgesellschaften legt der Aufsichtsrat die Vergütung und sonstigen Arbeitsbedingungen (Aktienoptionen, Pensionszusagen, Nebenleistungen, Wettbewerbsverbote nach Ausscheiden, Abfindung) der Vorstandsmitglieder (AG, KGaA) und Mitglieder der Geschäftsführung (GmbH) fest."

    Und da liegt der Hase im Pfeffer, das möge in der Hauptversammlung zu beschließen sein.
    Warum sollte es? Die Hauptversammlung kann den Aufsichtsrat abberufen. Wird er das nicht ist die HV offensichtlich zufrieden mit dem was der Aufsichtsrat geleistet hat, auch mit den Vorstandsverträgen.
  6. #165

    Augsichtsräte

    Zitat von LeBigMacke Beitrag anzeigen
    ...
    Diese Menschen verdienen in der Stunde mehr als ein durchschnittlicher Vollzeitangestellter im Monat. Durch welche Leistung soll das gerechtfertigt sein? Und das, während in den Unternehmen teilweise Mitarbeiter gekündigt und sogleich per Zeitarbeitsvertrag regelrecht ausgebeutet werden.
    Das ist nicht in Ordnung oder doch, manchmal. Lassen Sie doch die Eigentümer des Unternehmens mal machen. Die haben in aller Regel ein Interesse daran, dass man ihnen die Kohle nicht klaut. Schlimm ist dieser rheinische Kapitalismus und seine Pöstchenkungelei s. Hartz und Konsorten. Dieser nutzlose Aufsichtsrat hat im Aktienrecht nichts zu suchen, weg damit und gut ist.
  7. #166

    rücksichtslose Selbstbedienung

    In welch verlogener Verfassung so manche Befürworter der ungerechtfertigten Selbstbedienung von Managern hier sind,zeigt die rücksichtslose Art auf Kosten der breiten Arbeitnehmerschaft sich zu bereichern.Eine Gehaltsschere die immer weiter auseinander klafft zeigt nur das dringend etwas passieren muss.
    Wenn der Volkswagen-Vorstand sich finanziell an denen bereichert die er mit seinen überteuerten Modellen bedient,sollte jedem Kunden einmal ein Licht aufgehen.Für welche Leistungen beim Automobil,nur als Massenprodukt,ohne einen wirklichen ökologischen Fortschritt aufzuzeigen sehe ich diese hohe,finanzielle Selbstbelobigung von Herrn Winterkorn als großes Problem.
  8. #167

    Zitat von net-zwerg123 Beitrag anzeigen
    [...] Ist das vielleicht keine Leistung? Was sind im Vergleich dazu die Sorgen eines Profifußballers/Managers/etc.?
    Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen aber Sie leben nicht im 21. Jahrhundert. Es geht (schon länger) nicht mehr darum, was ein jemand leistet, sondern was der Marktwert dessen ist, was er kann. Die Leistung eines Schauspielers, Musikers, Profifußballer und ja, auch Managers, richtet sich nunmal nicht danach, dass er X Stunden an einem Ort/Büro/was-weiß-ich verbringt und etwas für einen bestimmten Zeitraum tut, sondern dass das was er tut, viel wert ist.
  9. #168

    wen soll das schon wundern...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Führungsetagen deutscher Großkonzerne herrscht Gehaltsinflation. Nicht nur im vergangenen Jahr gab es für die meisten Chefs ein sattes Plus: Seit 2003 haben sich ihre Gehälter etwa verdoppelt. SPIEGEL ONLINE zeigt, in welchen Unternehmen es besonders steil nach oben ging.

    Zahltag bei den*Dax-Konzernen: Der rasende Anstieg der Chefgehälter - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Die Aufsichtsräte, welche die Vorstandsgehälter absegnen, sind alles selber ehemalige Vorstände. Alle kennen sich schon seit Schulzeiten an den diversen Eliteschulen, und allen ist ein Gedanke gemeinsam: "Wir sind gierig, und wir haben auch das höchste Gehalt verdient."
    Diese "Elite" lächelt nicht einmal müde über die ganzen Sozialneider, welche sich auch hier im Forum tummeln - sie nehmen sie schlicht nicht zur Kenntnis!
  10. #169

    Gehaltsbemessung

    Die "gerechte" Vergütung ist nicht zu bemessen. Aufgabe des Staates ist die Herstellung relativer Verteilungsgerechtigkeit durch Steuer- und Sozialpolitik. Die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge (mit progressionsmindernder Wirkung) und die Senkung des Spitzensteuersatzes ausgerechnet unter Rot-Grün waren ausgesprochen kontraproduktiv.