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Zahlentheorie: Mathematiker will Primzahlrätsel geknackt haben
SPIEGEL ONLINEJede ungerade Zahl ab 5 lässt sich als Summe dreier Primzahlen schreiben. Was der Mathematiker Christian Goldbach einst als Vermutung formulierte, ist bis heute unbewiesen. Offenbar klappt die Zerlegung aber mit fünf Primzahlen - ein erster Schritt zum Beweis der Goldbachschen Vermutung?
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...833216,00.html
- #1 15.05.2012 20:17 von
"Primzahlen haben Menschen seit jeher fasziniert. Sie sind nur durch 1 und sich selbst teilbar." Warum fängt ein Artikel über Primzahlen gleich mit einem Fehler an. Nach der zitierten Aussage wäre die 1 auch eine Primzahl. Ist sie aber nicht! Ich danke meinem alten Mathelehrer Herrn Lübke, der mir das in der 6. Klasse beigebracht hat!
- #2 15.05.2012 20:30 von
- #3 15.05.2012 20:37 von
optional
Sehr schön. Und jetzt machen wir uns bitte nochmal schlau, was das Sieb des Eratosthenes überhaupt ist. Nämlich keine hübsch gerasterte Darstellungsweise von ein paar Zahlen, sondern eine Vorgehensweise. (Auf fremdwortisch Algorithmus)
- #4 15.05.2012 20:38 von
45646
dann hat Herr Lübke leider nur halbe Arbeit geleistet. Die Aussage :"Primzahlen...sind nur durch 1 und sich selbst teilbar" ist richtig. Im Gegensatz dazu wäre die Aussage:"Primzahlen sind (genau die natürlichen Zahlen die) nur durch 1 und sich selbst (ganzzahlig) teilbar sind", falsch. Der Satz im Artikel ist eine Aufzählung von zwei Bedingungen, keine Definition.
- #5 15.05.2012 20:38 von
Das ist schon richtig, wenn auch unvollstaendig, denne der Satz gilt fuer Zahlen >1.
Und diese Ihre (Umkehr-)Schlussfolgerung ist falsch! Schliesslich steht da nicht "Alle durch nur durch 1 und sich selbst teilbaren Zahlen sind Primzahlen".
Falsch ist im Artikel allerdings die Formulierung der ternaeren
Goldmann'schen Vermutung, die besagt naemlich
"(...) ungerade Zahlen > 5(...) und nicht >= ("ab")!Geändert von ( um Uhr)
The human dream
doesn't mean
a shit to a tree - #6 15.05.2012 20:41 von
genau lesen..
- #7 15.05.2012 20:43 von
.
Aus der schwachen Goldbachschen Vermutung folgt leider nicht die starke Goldbachsche Vermutung ("Jede gerade Zahl größer zwei ist die Summe zweier Primzahlen."), die wesentlich bekannter ist.
Die exakte Anzahl der Primzahlen in einem bestimmten Intervall kann man (noch) nicht in einer geschlossenen Form berechnen. Es gibt aber eine brauchbare asymptotische Verteilungsannahme (1/log n).
Die Hauptanwendung von Primzahlen ist sicherlich das Kürzen bei Brüchen. Insofern ist der Anwendungshinweis auf kryptographische Verfahren, bei denen die Nutzer mit den Primzahlen nicht in Kontakt kommen, zwar nett, aber etwas fern für die meisten Menschen. - #8 15.05.2012 20:43 von
Variante
Als Nichtmathematiker sei mir eine Anmerkung gestattet:
Beginnend bei Null ist jede Zahl vor und nach der sechsten entwedeer eine Primzahl oder nur durch eine Primzahl teilbare Zahl. Dazu gehört die 1, nicht aber die 2 und die 3. Gibt es für diese primzahlähnliche Reihe eine Bezeichnung oder hat sie in der Mathematik eine Bedeutung? Ist ja nur 'ne Frage. - #9 15.05.2012 20:44 von
Primzahlen im Intervall
Natürlich kann man, im Gegensatz zu dem, was im Artikel behauptet wird, in jedem endlichen Intervall abzählen, wieviele Primzahlen es darin gibt. Im genannten Beispiel von 10 hoch 20 bis 10 hoch 20 10000 gibt es genau 209 Primzahlen.
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