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Zähmung aufgeladener Motoren: Wo ist das Turboloch?

ContinentalIn den siebziger Jahren zog in manchen Motorraum ein Monster ein, das kaum zu bändigen war: der Turbo. Die Verzögerung, bevor die Leistung explosionsartig einsetzte, war gefürchtet - das Turboloch. Heute haben fast alle Autos die Turbinen unter der Haube, das Turboloch ist weg. Wo ist es hin?

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/d...-a-855876.html
  1. #150

    Zweierlei

    Zitat von sagemiller Beitrag anzeigen
    ...geht schon seit min. 30 Jahren. Fahren einen S123 300TDT, wiegt knapp 1,7T und der 3L turbomotor braucht auch nach 30 Jahren und ca ner halben million km unter 9L/100km. Wohlgemerkt mit 4-gang Automatik. Der Turbo hatte noch nie ein Problem. Wie schon oft hier angemerkt, auf den Kopf hinterm Lenkrad kommts an!
    ist wichtig. Der Kopf hinterm Lenkrad ist wichtig, das ist völlig korrekt. Wie lange aber hätte das Maschinchen gehalten, wenn aus dem 3,0er Turbodiesel statt 41 PS pro Liter Hubraum auf einmal 104 PS pro Liter gequetscht werden (z.B. A6 3,0 TDI). Die niedrige Literleistung garantiert praktisch ein langes und glückliches Autoleben, Turbo hin oder her (bedeutet ja wohl auch weit weniger Arbeit/Belastung für den Ventilator).
    Einen der diskutierten 1,4 TSI - VWs wird man in 30 Jahren wohl nur noch im Technikmuseum finden, und schon gar nicht in freier Wildbahn mit 500.000 km und erstem Motor und erstem Lader. Ich würde mich soweit aus dem Fenster lehnen wollen und behaupten, das ich bis dahin öfters einen Sechser im Lotto habe als es Fahrzeuge mit den Eckdaten geben wird.
  2. #151

    Zitat von JayArrr Beitrag anzeigen
    Deswegen nennt man die also Langsamläufer, jetzt wird mir einiges klar...
    Drehzahl = Laufgeschwindigkeit
    m/s - Weg, den der Kolben zuruecklegen muss, in der Sekunde.
    Bei nem Hub von 2600mm, recdnen sie sich das mal aus.
    Trotz langsamen laufes (1500-1800 U/min) ist das 'etwas' an Strecke, die der Kolben kolbt!
  3. #152

    Zitat von spon-facebook-10000255075 Beitrag anzeigen
    Und wenn komrimiert werden muß die Luft im Zylinder auch, es sei denn, man betreibt im Ventiltrieb einen Heidenaufwand.
    Zylinderabschaltung ohne Ventil'Heidenaufwand' ist 'Zuendkerze defekt'und nicht 'Spritspar'.
    Denken sie mal drueber nach!
  4. #153

    da

    Zitat von jalu-2008 Beitrag anzeigen
    Ganz sicher?
    In vielen Ländern sind gebrauchte Turbodiesel sehr gefragt, andere Diesel gibt es nämlich seit Jahren kaum noch.

    Unsere Probleme sind doch die hohen Arbeitskosten und Ersatzteilaufschläge in Deutschland.

    Die allerwenigsten Turboschäden verursachen Folgeschäden am Motor, das Risiko eines Schadens ist nicht besonders hoch, warum also Panik bekommen?
    Der Wechsel eines Zahnriemens in der Werkstatt kostet heute bei einigen Modellen auch schon fast die Hälfte eines Turboladers, und wird alle 100.000 km vorsorglich gewechselt. Der Schaden durch einen gerissenen Zahnriemen dürfte meistens auch größer sein.

    Auch werden Turbodiesel allgemein besser gepflegt, weil sauberes und hochwertiges Öl elementar wichtig für den Turbolader sind.

    Also: Keine Angst vor dem Turbo!
    sollten sie sich im AD um hören. Die Fahrzeuge sind im allgemeinen recht zuverlässig geworden, aber wenn es Schäden bei etwas mehr als hunderttausend km gibt, sind es die Lader. Und von nur tausend € hat noch kein Kollege berichtet, da geht es mindestens um 1800€, in der Regel deutlich mehr
  5. #154

    Stimmt,

    Zitat von juri. Beitrag anzeigen
    ist wichtig. Der Kopf hinterm Lenkrad ist wichtig, das ist völlig korrekt. Wie lange aber hätte das Maschinchen gehalten, wenn aus dem 3,0er Turbodiesel statt 41 PS pro Liter Hubraum auf einmal 104 PS pro Liter gequetscht werden (z.B. A6 3,0 TDI). Die niedrige Literleistung garantiert praktisch ein langes und glückliches Autoleben, Turbo hin oder her (bedeutet ja wohl auch weit weniger Arbeit/Belastung für den Ventilator).
    Einen der diskutierten 1,4 TSI - VWs wird man in 30 Jahren wohl nur noch im Technikmuseum finden, und schon gar nicht in freier Wildbahn mit 500.000 km und erstem Motor und erstem Lader. Ich würde mich soweit aus dem Fenster lehnen wollen und behaupten, das ich bis dahin öfters einen Sechser im Lotto habe als es Fahrzeuge mit den Eckdaten geben wird.
    und da kommt der Kopf wieder ins Spiel. Wer braucht schon 300PS in nem Alltagsauto? Mit den 125PS komm ich ueberall hin, zwar maximal mit 170km/h, aber wer muss schon wirklich mit 250 Sachen zur Arbeit brettern ;)
    Und das Umweltargument ist eh auf der Seite des alten Diesels, da dieser auch mit altem Pflanzenoel aus nem Restaurant faehrt :)
  6. #155

    Glück...

    Zitat von homo_popularis Beitrag anzeigen
    Mein Turbomotor hält nun problemlos seit 170000 km. Ein Ersatzturbo liegt bei ca. 500,-€. Wo genau liegt das Problem?
    Mit 500,-- ist es nicht getan. Bei modernen Turbodieseln wird bei Schäden im Turbo fast immer Öl mit eingeblasen (Lager!) welches mit verbrannt wird. Die Folgen sind Ladeluftkühler zu (in Werkstatt nicht reinigbar!) und Dieselpartikelfilter hin. Dann kann man in der Regel an Ihre Schadenssumme ein 0 anhängen. Also eher 5000.-- Euro.
  7. #156

    Von wegen unfahrbar

    Vielleicht waren früher PKWs mit Turbomotor für Sonntagsfahrer oder Fahranfänger unfahrbar, für routinierte Fahrer, mit einem gewissen Gefühl für den fahrbaren Untersatz war es ein Genuss. Ich fuhr damals erst einen Renault 5 Turbo und später einen Saab 900 Turbo und beide Fahrzeuge waren absolut alltagstauglich und je nach Fahrweise auch sparsam zu fahren. Der Lader bot schon damals die nötigen Reserven, um bei Überholvorgängen entspannt zu bleiben. Allzu nervige Zeitgenossen auf der Autobahn, die gab es auch schon damals, die meinten drängeln zu müssen, wurden bei einem kurzen Gasstoß eines besseren belehrt und verschwanden mittels Gummizugeffekt im Rückspiegel.


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