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Yoga-Verletzungen: Riskante Körperkunst
AFPDie Matte unterm Arm pilgern Millionen Deutsche zur Yoga-Stunde. Entspannen soll die Körperkunst, das Leben entschleunigen, den verkalkten Körper gelenkig machen. Wer aber Yoga mit Leistungssport verwechselt, erfährt statt innerer Ruhe vor allem eins: Schmerzen!
http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...811246,00.html
- #1 03.07.2012 08:21 von
Einatmen, ausatmen
Mit dem Yoga ist es wie mit allen anspruchsvollen Sportarten: Wenn man es falsch macht oder sich nicht vorher aufwärmt, besteht natürlich ein Verletzungsrisiko. Yoga ist sehr komplex und nichts, was man mal so in ein paar Wochen lernen könnte. Wichtig ist auch, dass man einen guten Lehrer hat.
- #2 03.07.2012 08:44 von
ziehen Leser an. Dass dahinter meist nur mittelmäßige Informationen warten, gehört schon zu unserem Alltag. Als Physiotherapeut attestiere ich dem Artikel ein Mangelhaft, denn die häufigsten Verletzungen erleiden die meisten Patienten im Haushalt. Und dort je nach Jahreszeit, sogar im Garten, den man sich gemeinhin ja als Entspannungsoase vorstellt. Es ist also weniger die Tätigkeit, die Verletzungsgefahr birgt, als der oft auffällig übertriebene Ehrgeiz der handelnden Person. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich manche Zeitgenossen nur durch eine Verletzung (und meist auch nur temporär!) in eine geruhsamere Gangart bringen/zwingen lassen. Wer nicht hören will, muss halt fühlen ... ;-)
- #3 03.07.2012 08:59 von
Yoga sollte nicht mit Sport verwechselt werden, obwohl es auch eine
physische Praxis ist. Yoga ist der Tradition nach in erster Linie eine
spirituelle Übung, wird aber leider im Westen auf Wellness und Sport
reduziert. Yoga ist ein Lebensweg. Wenn man dennoch Yoga eher
physisch betreiben will sollte sich bei den Übungen in erster Linie auf
den Atem konzentrieren. Niemals sollte man mit Gewalt versuchen eine Übung zu bewältigen, das würde
einer der wichtigsten Grundregeln im Yoga widersprechen. - #4 03.07.2012 09:08 von
Yoga ist also ungesund wenn man es falsch macht
Vielen Dank für den wirklich sorgsam recherchierten Artikel. Im Gegensatz zu allen anderen Dingen im Leben ist Yoga also schädlich wenn man es nicht richtig oder mit übertriebenem Ehrgeiz betreibt. Und jemand der eine Verletzung in der Halswirbelsäule hat braucht tatsächlich andere Übungen als jemand mit Verletzungen im unteren Rücken. Jetzt kann ich mir die nächste Fortbildung schenken - Danke Spiegel
- #5 03.07.2012 09:09 von
Yoga hat nur am Rande etwas mit Gesundheit zu tun!
Das ist ja das eigenartige, was man auf dem Fotos dieses indischen Yogis sieht, der die Füße hinter den Kopf bringen kann. Ursprünglich ging es ausschließlich um übernatürliche Kräfte. Niemand käme in Indien auf die Idee, so wie wir hier Yoga zu praktizieren. Wenn sich das jetzt so "einbürgert" dort, dann nur auf Grund des westlich-amerikanischen Einflusses.
Die Übungen war NIE für Ottonormalverbraucherin gedacht (traditionell nennt man das "Haushälter" in den alten Schriften). Leider geht so die enorme Weisheit dieser psychologischen Tradition verloren, die viel alltagstauglicher ist all dieser Verrenkungen, die, wie es in einer alten Schrift heißt, "schwer zu meistern sind und viele Krankheiten bringen". Ich unterrichte jetzt schon 36 Jahren, habe lange in Indien studiert, und bin erstaunt und ein wenig traurig über diese körperkultartigen Exzesse von "Yoga", was mit der Tradition fast nichts mehr gemein hat.
Wer weiß schon, dass der Text, der auch heute noch in der LehrerInnen-Ausbildung zentral verwendet wird (Hatha Yoga Pratipika), über ein Drittel abgefahrene Sexualtechniken enthält und eine ganze Seite voller Warnhinweise für die bei uns auch so populären Atemübungen? - #6 03.07.2012 09:22 von
yoga ist kein körperkult
es ist schade, dass die medien ein immer wieder verzerrtes bild von yoga vermitteln (siehe klatschblätter) und viele anfänger diesem nacheifern. yoga ist kein körperkult! yoga nach patanjali ist das zur ruhe bringen der gedanken im geist. viele glauben, dass, wenn sie in die yogastunde rennen (weil es auch gerade hip ist) dann so aussehen wie irgendein hollywoodsternchen. das ist nicht der sinn von yoga. in anfängerkursen soll erst einmal das körperbewusstsein geschult werden, das respektieren und erfahren körperlicher grenzen und achtsamkeit. ein yogalehrer unterrichtet mit liebe und seiner stimme und respekt vor der intelligenz der teilnehmer und sollte immer wieder darauf hinweisen, auf sich und seine grenzen zu achten. und er sollte unbedingt auf beschwerden und erkrankungen des teilnehmers eingehen. wenn nicht, ist es kein guter lehrer. dass yoga ein zusammenspiel von asanas, pranayama, meditation/positivem denken, gesunder ernährung und (tiefen-)entspannung ist, wird leider oft vernachlässigt. es kann auch mal ein bisschen dauern, einen guten lehrer zu finden.
- #7 03.07.2012 09:26 von
Kein Sport
Yoga ist kein Sport - sondern eine spirituelle Übung. Hatha Yoga und seine Variationen (also alles gymnastische Yoga) ist nur eine von 8 Yoga Aspekten.
Ärgerlich ist es, wenn ein an sich gut gemeinter und positiver Artikel mit einem negativen Reissertitel aufgemacht wird. - #8 03.07.2012 10:11 von
Muss das denn so sein?
Kann man den nicht auch Yoga betreiben, ohne sich kopfüber aufhängen zu müssen, oder die Beine hinter dem Kopf verrenken zu müssen? Entspannen kann ich mich doch auch in Normalhaltung, oder nicht? Oder was ist der Sinn dabei, sich zur Entspannung wie ein Schlangenmensch zu verdrehen? Wenn ich am Strand am Meer sitze, oder auf einem ruhigen Platz auf einer Wiese, kann ich doch auch in mich gehen.
- #9 03.07.2012 11:17 von
Ich mache jetzt seit 15
Jahren Yoga. Ich sehe Yoga mehr als Stretchsport an. Normalerweise kann ich immer sehr gut schlafen nach Yoga. Man geht nur soweit wie es der Koerper erlaubt. Und manchmal mache ich einige Uebungen erst garnicht oder mache meine eigenen weniger anstrengenden Versionen. Ein Problem sind einige der Yogalehrer, die nach bestimmten Posen keine Counterposen lehren, die den Koerper an den Stellen erholen, die unter Belastung waren wie zB Kobra und dann Childpose. Ich moechte Yoga nicht mehr missen und sehe es als gute Ergaenzung zu anderen Sportarten an. Ausserdem hat es mich trainiert, aufrechter zu gehen und etwas flexibler zu werden.
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