Der Vertrauensbruch wirkt nach: Nach der Veröffentlichung einer vertraulichen SMS hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Kontakt zum SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel nach SPIEGEL-Informationen eingestellt. Der Boykott könnte das Regieren in den kommenden Monaten zusätzlich erschweren.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...703029,00.html
Natürlich ist das nicht die feine Art, was soll man davon sonst halten? Lassen Sie mich jedoch aus Herrn Gabriels bei Spiegel veröffentlichten SMS zitieren: "Ich gehe davon aus, dass dieser vorschlag vertraulich bleibt, allerdings ist joachim gauck natuerlich davon informiert." (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70833795.html, 07.06.2010) Gabriel hat sich also jene Vertraulichkeit ausdrücklich erbeten, die er dann anschließend selber brach.
Das bleibt eine rein subjektive Bewertung. Gabriel brach die selbst erbetene Vertraulichkeit und lancierte den originalen Wortlaut der Kommunikation an die Medien, das stellt im Arbeitsverhältnis unter demokratischen Kollegen einen ungewöhnlich rüden und unnötigen Vertrauensbruch dar.
Sie wollen es wohl aus "bestimmten" Gründen nicht verstehen.
Als Gabriel den Vorschlag Gauck per SMS an Merkel sendete, war Gauck noch nicht der SPD/Grüne Kandidat.
Merkel meierte den Vorschlag ab und die SPD stellte Gauck auf.
Jetzt war Gauck offiziell und Vertraulichkeit bezüglich der Kandidatur, wegen Gauck, war ja wohl vorbei.
Die SMS wäre allerdings auch vertraulich geblieben, wenn Merkel nicht gelogen hätte.
Es ist die alte "haltet den Dieb" Taktik. Merkel hat es versaut, sagt jeder, auch viele in der Koalition.
Ergo, weltoffener Realist, wer im Glashaus sitzt, sollte mit Wattebäuschchen werfen, sonst klirrt es.:-))
Der Gabriel nd die merkel hatten/haben ein ,,vertrauliches Verältniss,, schau schau, wer hätte das gedacht ...
Sehr unappetitliche Vorstellung wie ich finde. In jeder Hinsicht.
An dieser Stelle gibt es nichts zu verstehen, sondern eine Vielzahl zulässiger Meinungen. Ein Austausch darüber muss nicht zwangsläufig zu neuen Erkenntnissen führen.
Wozu diente eigentlich der nachträgliche Versuch von Herrn Gabriel, sich bei der Bundeskanzlerin zu entschuldigen? Dies ist entweder opportunistische Anbiederung oder echtes Schuldbewusstsein. Übersehe ich etwas?
Auch ich bemyhe mich um Gemytlichkeit in der Wahrnehmung der politischen Byhne. Da sind wir zusammen.
Ich halte Herrn Gabriel allerdings fyr zu verwoben in dieses Backstage-Szenario, als dass die Indeskretion von ihm selbst ausgegangen sein könnte. Die kam m.E. aus einer "tieferen" Ebene. Ein "SMS-Hiwi" sozusagen, oder gar ein Praktikant...