Zitat von
strixaluco
Wer an einem MPI arbeitet, hat den Vorteil, nicht in dermaßen vergammelten Labors arbeiten zu müssen wie an einer Uni. Allerdings sind die Arbeitszeiten in der Regel extrem und zum Beipiel mit Familiengründungswünschen nur schwer vereinbar, vor allem, wenn man das eigene Kind nicht nur im schlafenden Zustand kennen möchte.
Darum geht es in dem Artikel aber auch eigentlich gar nicht: Das Stipendienproblem der nicht vorhandenen sozialen Absicherung gilt, egal, wo man promoviert. Was man bei Stipendien auch nicht vergessen sollte: Sie werden in der Regel für drei Jahre genehmigt, Verlängerungen gibt es danach nur in Ausnahmefällen. Auch wenn sich jeder wünscht, schnell fertig zu werden, ist das nicht unbedingt der Regelfall und viele Verzögerungen lassen sich einfach nicht vermeiden - vor allem, wenn gute Forschung dabei herauskommen soll. Und was bedeutet das für viele: Promotion auf Harz IV, denn in die Sozialkassen hat man als StipendiatIn nichts gezahlt. Oder, wenn das denn möglich ist, Förderung durch die Eltern - aber davon abhängig zu sein, ist für einen erwachsenen Menschen ganz schön deprimierend. Und - sollte der Staat die Forschungsförderung auf liebende Eltern abschieben??