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Wut auf Deutschland in der EU: Alle gegen Berlin

Nein zu Euro-Bonds, nein zum massenhaften Gelddrucken: Mit ihrem kompromisslosen Kurs in der Schuldenkrise bringt Kanzlerin Merkel die europäischen Nachbarn gegen sich auf. Schon ist von einer*neuen Deutschenfeindlichkeit die*Rede.*

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...799925,00.html
  1. #700

    Die Wut ist verständlich

    Mit Dumpinglöhnen konkurriert Deutschland die Volkswirtschaften anderer Länder nieder.
    Das rächt sich jetzt.
    Deutschland muss seine aggressive Exportpolitik ändern und den eigenen Binnenmarkt endlich stärken.
  2. #701

    Danke schön

    Zitat von Wattläufer Beitrag anzeigen
    Das würde ich auch gerne mal wissen.
    Auch wenn sich der Magen umdreht : Man muß jetzt Solidarität mit "Mutti" zeigen gegen Rot-Grün, PIIGS und gegen Eurobonds was das Ende für Deutschland wäre.
    Danke schön! Auch ich bin ein PIIG (oder pig?). Ist das eigentlich, was wir unter europäische Union verstehen?
  3. #702

    Sofas

    Zitat von itstk Beitrag anzeigen
    Haben Sie auch die über hundert Kommentare gelesen, die fast ausnahmslos den Artikel des

    Herrn Karl-Heinz Paqué (Ex-MDB FDP)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Paqu%C3%A9
    in der Luft zerreißen? Was will man von so einem anderes erwarten?...
    Das er als Wirtschaftswissenschaftler einen wirtschaftswissenschaftlichen Beitrag schreibt. Das und nicht mehr hat er getan. Überhaupt geht es in dem Artikel nicht um Bonds. Naiv finde ich eher die Beachtung, die die Henkels Position findet, achso der Cheflobbyist der Exportindistrie von Cristiansensofa hat sich ja entschuldigt. Ist das glaubwürdig?
  4. #703

    Schluss mit der Solidarität

    Zitat von treismoires Beitrag anzeigen
    Danke schön! Auch ich bin ein PIIG (oder pig?). Ist das eigentlich, was wir unter europäische Union verstehen?
    Es gibt keine gesellschaftliche Union. Nur eine nicht-gewollte politische Union und die Wirtschaft sucht sich sowieso ihre eigenen "Unionen". Jedes Land ist anders. Wenn Deutschland so am Ende wäre wie Italien, Portugal etc. würde uns auch keiner helfen. ! Schluss mit der Solidarität. Gründung einer Nord-EU nur mit "AAA"-Saaten. Deutsche Arbeiter und Angestellte haben genug geblutet mit Lohnzurückhaltung, Schuldenbremse, Kurzarbeit, Verlängerung des Renteneintrittsalters. Warum machen die anderen Länder dies uns wohl nach ?
  5. #704

    Problem EU

    Zitat von rudig Beitrag anzeigen
    Die Geschichte lehrt, das der 'Herrgott' (wenn Sie so wollen) diesem Volk (den Briten) eher Gutes zukommen liess.
    Übrigens waren und sind in Europa nicht die Briten das Problem, sondern die Deutschen.
    Pfund Sterling in Großbritannien. Sehr eupäische war dieses Festhalten an der eigenen Währung nicht
  6. #705

    Interne Aufwertung

    Zitat von kellitom Beitrag anzeigen
    ...
    Deutschland muss seine aggressive Exportpolitik ändern und den eigenen Binnenmarkt endlich stärken.
    Ja, es ist interessant, das Leute wie Sinn immmer nur intern abwerten wollen. Das geht aber nur, wenn andere intern aufwerten.
  7. #706

    Kardinalfehler

    Zitat von energiewende-jetzt Beitrag anzeigen
    Wer nach Eurobonds ruft, hat Angst vor den notwendigen, JETZT anstehenden Veränderungen: Mehr arbeiten für weniger Geld, weniger konsumieren und mehr Schuldentilgung (private wie öffentliche), länger Arbeiten und weniger Rente, weniger Krankengrundversorgung und höhere Krankenkassenbeiträge. Das ist es, was jetzt oder ggf erst später nach dem Crashen der Eurobonds kommen wird, so oder so. Klingt hart, ist aber so. Die Blase ist zu Ende.
    Der deutsche Fehler liegt genau in diesen "Veränderungen".

    Wir müssen endlich mehr Geld für weniger Arbeit bekommen.

    Wir müssen mehr konsumieren.

    Die Krankenkassenbeiträge müssen sinken.

    Die neoliberale Politik der niedrigen Löhne und niedrigen Steuern, die seit Schröder/Fischer in Deutschland praktiziert worden ist, ist der Kardinalfehler deutscher Politik. Und die Kritik unserer Partner DARAN war und ist berechtigt.
  8. #707

    ...

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen
    gerecht und sozial sind absolute Gegensätze - beides geht nicht.
    Schon Platon hat im ersten Buch seiner Politeia klar gemacht, dass der Begriff 'Gerechtigkeit' nicht mit 'dem Recht des Stärkeren' definiert werden kann.
    Aber auch 2400 Jahre später werden immer noch solch wirren Behauptungen, wie die Ihre geäußert.
  9. #708

    Nix "Schluss mit Solidarität"

    Zitat von Wattläufer Beitrag anzeigen
    Es gibt keine gesellschaftliche Union. Nur eine nicht-gewollte politische Union und die Wirtschaft sucht sich sowieso ihre eigenen "Unionen". Jedes Land ist anders. Wenn Deutschland so am Ende wäre wie Italien, Portugal etc. würde uns auch keiner helfen. ! Schluss mit der Solidarität. Gründung einer Nord-EU nur mit "AAA"-Saaten. Deutsche Arbeiter und Angestellte haben genug geblutet mit Lohnzurückhaltung, Schuldenbremse, Kurzarbeit, Verlängerung des Renteneintrittsalters. Warum machen die anderen Länder dies uns wohl nach ?
    Sie können für sich sprechen, nicht für die Gesamtheit der deutschen Bevölkerung. Ich für meinen Teil fühle mich weiterhin solidarisch mit den anderen Europäern. Nur sollte die EU endlich politisch legitimiert werden (oder auch nicht) und wenn es dann eine Mehrheit für oder dagegen gibt, sollten die Politiker die Rahmenbedingungen aushandeln. Das ist ihr Job, nicht Meinungen und Entscheidungen zu äußern und zu treffen, von denen sie nicht wissen, ob die Mehrheit derer die sie verteten, dass auch so sehen. Scheint ja gerade bei SPD und Grün ein großes Problem zu werden.
  10. #709

    Nicht alles gleich so Ernst nehmen

    Ich verstehe überhaupt nicht, warum das Geschreibsel in irgendwelchen ausländischen Gazetten hier gleich zu so einem Proteststurm führt.
    Die wollen doch bloß ihren Mist möglichst in hohen Stückzahlen verkaufen. Die spielen mit den Ängsten der Bevölkerung und finden sofort auch den Buhmann. Und für den sind wir doch seit Ewigkeiten die ideale Besetzung! ;o)
    Aber lieber Leser, dass halten wir gelassen aus, oder
    gibt es dafür eine Alternative?
    Gelassenheit ist ein Schlüsselwort in jeder Krise, machen Sie sich ein Bier auf, schmunzeln Sie und überraschen mit solch einer Haltung alle Kritiker!

    Man sollte doch nicht glauben, dass ein nüchtern denkender Brite, Franzose, Italiener oder sonstiger Europäer die Situation nicht ähnlich einschätzt wie es die Leute hierzulande tun.
    Natürlich hofft man das die Kanzlerin jetzt und ohne Gegenleistung die Börse zückt. Kein Schuldner, ob ein einzelner Mensch oder eine Gruppe mag die schmerzlichen Konsequenzen aus seiner Überschuldung tragen. Abstriche an der Lebensqualität tun jedem weh.

    Und..leider.. stehen solche für Europa nunmehr an und klopfen an die Tür.

    Wenn die Kanzlerin bei ihrem Nein bleibt stehe ich voll und ganz hinter ihr.
    Denn, soll der Euro bleiben, gibt es keinen anderen Weg, die augenblickliche Krise zu überwinden.
    Dabei weht ihr der Wind ordentlich ins Gesicht, hält sie durch, ist sie die wirklich erste große Europäerin, denn sie hätte Europa durch seine bisher größte, sogar existenzgefährdende Krise geführt.

    Die Alternativen, Deutschland entweder zu einem weiteren Pleiteland zu entwickeln oder gänzlich aus dem Euro auszuscheiden bleiben nur als ultima ratio.

    Drücken wir ihr die Daumen und sagen hin und wieder auch mal was nettes über sie, ein bischen Rückendeckung kann sie sicher gebrauchen, bis Europa durch diese heftigen Turbulenzen durch ist.

    Und ich möchte hier betonen, ich bin nicht gerade ein überzeugter CDU-Wähler.

    Also Leute, immer schön gelassen bleiben und lasst die anderen ruhig sülzen! ;o)


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