Wut auf Deutschland in der EU: Alle gegen Berlin

Nein zu Euro-Bonds, nein zum massenhaften Gelddrucken: Mit ihrem kompromisslosen Kurs in der Schuldenkrise bringt Kanzlerin Merkel die europäischen Nachbarn gegen sich auf. Schon ist von einer*neuen Deutschenfeindlichkeit die*Rede.*

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...799925,00.html
  1. #420

    Gewinner/Verlierer

    Zitat von Hador Beitrag anzeigen
    Naja, das ist recht simpel: Deutschland ist der EU-Staat mit dem größten Aussenhandelsüberschuss. Daher ist Deutschland auch das europäische Land welches von einem Euro, der deutlich schwächer ist als die DM, am meisten profitiert. Dazu braucht man kein Experte zu sein.
    Ein Experte, Prof. Sinn, belegt mit Fakten ganz anderes als Ihr eigen genanntes "Simples-Nicht-Expertenwissen".

    Aussenhandelsüberschüsse, die nicht bezahlt wurden/werden (s. Target Salden) bspw. oder auch die enormen Zinsvorteile, die der Euro der Südperipherie gebracht hat.

    Ich stelle den Vortrag von Prof. Sinn gerne noch einmal ein, ich halte ihn für sehr aufschlussreich, da die Zahlen, die er vorlegt, wohl kaum vom Tisch zu fegen sind.

    http://www.youtube.com/watch?v=VKfcj2sE8rE
  2. #421

    gibt es noch ein rational urteilendes EU.Land ? -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nein zu Euro-Bonds, nein zum massenhaften Gelddrucken: Mit ihrem kompromisslosen Kurs in der Schuldenkrise bringt Kanzlerin Merkel die europäischen Nachbarn gegen sich auf. Schon ist von einer*neuen Deutschenfeindlichkeit die*Rede.*

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...799925,00.html
    oder hat sich Europa zu einem egoistischen Kindergarten entwickelt ?
    1) mag sein, dass die BRD vom EURO profitiert (wäre jedoch
    anhand von eindeutigen Zahlen nachzuweisen), aber haben
    die anderen weniger profitiert (stabile Währung und
    niedrigste Zinsen, die sie aber - wie selbstverständlich
    - hauptsächlich "verkonsumierten) ?
    2) wenn den Politikern aller EU-Staaten offenbar weder an
    einer Geldwertstabilität Forderung: EZB möge "Geld
    drucken"), noch an einer marktgerechten Verzinsung ihrer
    jeweiligen Wirtschaftskraft (EURO-BONDS), noch an einer
    halbwegs GERECHTEN (!) Verteilung gemeinsamer Aufgaben
    (die bisher soliden Länder mögen gefälligst das Luder-
    leben der anderen finanzieren). gelegen ist - dann hat
    m.E. diese Ansummlung von egoistischen und unfähigen
    Chaoten den Anspruch auf Solidarität und Kooperation
    verwirkt.
    Was glauben diese Banausen, was passierte, würde die BRD diese Union des Finanzkommunismus verlassen ?
    In einem Anfall von wenigstens einmal möglicher Intelligenz-leistung mögen diese "außerordentlichen" Politiker über sich selbst hinauswachsen (wenn sich die Medien anschlössen - umso besser !)
  3. #422

    Wo sehen Sie denn..

    Zitat von Anton T Beitrag anzeigen
    In ein paar Jahren wird Frankreich Deutschland als das bevölkerungsreichste Land Europas ablösen. Damit werden sich auch die wirtschaftlichen und politischen Gewichte verschieben. Mittelfristig wird uns auch Polen wirtschaftlich überholen. Die unheilvolle Dominanz Deutschlands in Europa wird ein Ende haben. Die Geschicke Europas werden dann Staaten bestimmen, die ein gerüttelt Maß schlauer sind als Deutschland, das eine erschütternde Geschichtsvergessenheit offenbart in diesen Wochen.
    ... eine unheilvolle Dominanz Deutschlands innerhalb Europas?

    Schauen Sie sich mal die Stimmenverhältnisse und die Besetzung der maßgeblichen Postitionen innerhalb der EU an. Sieht so eine unheilvolle Dominanz aus?

    Bei soviel Selbsthass sollten Sie zu den Grünen gehen. Da sind Sie in bester Gesellschaft.
  4. #423

    .

    Zitat von Ben Yona Franklin Beitrag anzeigen
    ...
    Politische Fehlkalkulationen waren schon immer eine Deutsche Spezialitaet, und nur ein Grund warum die Deutschen Kriege immer verlieren.
    Die USA bleiben die Superpower Fuehrungsmacht und Deutschland bleibt eine Mittelmacht auf Bewaehrung.
    Vergessen Sie es nicht.
    Also in dieser Allgemeinheit stimmt das nicht. Die Deutschen haben die letzten zwei Kriege verloren, die zwei Kriege davor aber gewonnen (1815 und 1870).
    Im Übrigen haben die USA inzwischen auch mehrere Kriege verloren (z.B. Vietnam). Für Selbstgerechtigkeit besteht kein Anlass.
  5. #424

    Das ist aber auch eine seltsame Fantasie...

    Zitat von jga Beitrag anzeigen
    alle großen Länder der Eurozone haben eine eigene Banknotendruckerei, eine Münzprägeanstalt und eine Notenbank. Jedes Land könnte selbst so viele Euro drucken, wie es will. Es wäre ein Bruch geltenden Rechts, nur: wie soll sich Deutschland dagegen wehren? Ein Verfahren vor dem EuGH dauert Jahre. Militärisch ist die kleine Armee der Deutschen nicht mehr in der Lage, Frankreich und Italien gleichzeitig anzugreifen...
    dann würden die Deutschen wieder Mark drucken,
    und Sie glauben doch nicht im Ernst,
    daß die Anderen auf einmal alle solidarisch werden,
    bloß weil es mal wieder gegen die Alemaes geht ?

    Und Schießkriege in Europa, gegen Europäer,
    also so blöd ist heut´ echt keiner mehr.
    Höchstens die neuesten PISA-Generationen
    ohne jegliche Geschichtskenntnisse ?
  6. #425

    Meine Aussage bezog sich keineswegs auf Sie oder ihre Beschreibung!

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    ...
    Ja, ich bekleide aber kein öffentliches Amt und erwarte von Mitforisten eigentlich, dass sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
    ...
    ...sondern ausschließlich auf den verbalen Sturmlauf und Aufmarsch der Medien - deren professionelle (Meinungs-)Macher ganz gewiß pflegen, Wort und Form ihrer Aussagen passend und treffend gemäß ihrer Absichten und Intentionen maßzuschneidern.

    Deren Werke MUSS man jedoch auf die "Goldwage" legen, um nicht irgendwann später wieder einmal zu der selbstentschuldigenden Ausrede greifen zu müssen: "...anfangs hat doch niemand mitbekommen und auch nur geahnt, wohin das einmal führen sollte...".

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    ...
    Aber funktioniert die auch in einer EU der 27+? Denn wenn wir nicht alle mitnehmen, dann werden sich Allianzen innerhalb von Europa bilden. Nord und Süd, Ost und West oder auch Vertragsallianzen wie zu Bismarcks Zeiten.
    ...
    Alex
    Mehrere "Allinanzen sich zusammengehörend Fühlender" dürften auf Dauer erheblich friedlicher neben- und miteinander leben, als eine Zwangsgemeinschaft, die ohne Rücksicht auf erheblich unterschiedliche Lebensgewohnheiten, -Ansichten und -Planungen zusammengekettet wurden, und von denen jetzt erwartet wird, mit dem Mittelwert der ihnen individuell zusagenden Geschwindigkeit in Linie zu marschieren.

    Erschwerend kommt hinzu, daß den rund 500 Millionen so zum EU-Bürger zwangsrekrutierte Menschen in den wenigsten Fällen die Menschenwürde gewährt wurde, in geheimer, freier und unbeeinflußter Abstimmung über die Mitgliedschaft, Gestaltung und Form der Gemeinschaft abzustimmen, die den Rahmen und so den Bewegungsfreiraum ihres individuellen Lebens bestimmt.

    Vielmehr wurden sie oft in nationengroßen Kontingenten von den sie momentan regierenden Oligarchen - die dafür ein Mandat wähnten, selbst wenn sie ihre Wähler danach noch niemals konkret befragt hatten - zwangsweise in den "Topf EU" eingebracht.

    Auf welche wundersame Weise sich daraus ein dauerhaft konfliktsicheres und friedliches Miteinander entwickeln soll, bleibt mir völlig unverständlich. Dies bestätigend beginnt jetzt der Deckel des "Topfes EU" lauter und lauter zu klappern. Wie es zu erwarten war.

    MfG
  7. #426

    Zitat von Frau Dr. Tzatziki Beitrag anzeigen
    Deutschland braucht sich wirklich nicht zu wundern, wenn wieder vom häßlichen Deutschen die Rede ist. Was Frau Merkel da macht, ist eine Frechheit. Wir Griechen erwarten von der EU sowieso nichts mehr. Die EU hat uns kaputt gemacht. Aber auch die anderen Völker Europas werden die Deutschen noch gründlich hassen lernen.
    Das Bild des hässlichen Deutschen ist nicht zutreffender als das des hässlichen Griechen. Am besten sollten die Bürger jedes Land schauen, was es selbst zur Krise beigetragen hat, anstatt vorschnell anderen Staaten die Schuld zu geben. Nur dann kann man auch aus eigenen Fehlern der Vergangenheit lernen. Ende der Lektion.

    Zitat von Ben Yona Franklin Beitrag anzeigen
    Politische Fehlkalkulationen waren schon immer eine Deutsche Spezialitaet
    Seit wann denn das?
  8. #427

    Ich verstehe Sie nicht !

    Zitat von Frau Dr. Tzatziki Beitrag anzeigen
    Deutschland braucht sich wirklich nicht zu wundern, wenn wieder vom häßlichen Deutschen die Rede ist. Was Frau Merkel da macht, ist eine Frechheit. Wir Griechen erwarten von der EU sowieso nichts mehr. Die EU hat uns kaputt gemacht. Aber auch die anderen Völker Europas werden die Deutschen noch gründlich hassen lernen.
    1) In der EU gibt es nun einmal die Bail-Out-Klausel,
    d.h. verschuldete Länder müssen sich selbst aus ihrer
    Finanz-Misere befreien.

    2)Griechenland wollte unbedingt in die EU. Zu diesem
    ehrgeizigen Zweck wurden sogar Zahlen aufgehübscht.

    3)Die reichen Griechen, die ihr üppiges Vermögen in's
    Ausland geschafft haben und noch nicht einmal Steuern
    zahlten, haben Ihr Land ruiniert.

    Irrationaler Haß ist deshalb hier vollkommen fehl am Platz.
  9. #428

    parasitäres Verhalten einiger Staaten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nein zu Euro-Bonds, nein zum massenhaften Gelddrucken: Mit ihrem kompromisslosen Kurs in der Schuldenkrise bringt Kanzlerin Merkel die europäischen Nachbarn gegen sich auf. Schon ist von einer*neuen Deutschenfeindlichkeit die*Rede.*

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...799925,00.html
    Ist doch klar, daß viele nun wütend auf Deutschland sind. wenn man den Wohlstand vom nördlichen Nachbarn nicht mehr finanziert bekommt.
    Da ist die Angst vor dem Abstieg groß. Deutschfeindlichkeit in Vogue.
    Dennoch, Frau Merkel bleiben sie standhaft und fallen nicht wieder um.
  10. #429

    Nicht Deutschland

    Zitat von Fletsch Beitrag anzeigen
    Natürlich wird sich Otto Normalbürger nicht freuen. Aber die Alternative ist, dass die Wurst zwar weiterhin Euro 5 kostet, Otto Normalbürger aber arbeitslos ist und kein Geld hat, weil der Euro USD 2,50 kostet, und weder Chinesen, Amerikaner, Engländer, Brasilianer etc sich Ottos Maschinen leisten können. Und ex-Euro Europäer sowieso nicht, da sie aufgrund der Abwertung ihrer Lokalwährungen ihre Anleihen nicht bedienen konnten und somit weder der Staat noch lokale Firmen Geld an den Kapitalmärkten aufnehmen können (also im Prinzip total zusammengebrochen sind).

    Deutschland wird zahlen müssen, es gibt keine Lösung, bei der Deutschland nicht zahlt (gut, es gibt eine: die asiatischen Länder und Norwegen stellen bereit, dies zu tun, mit entsprechenden geopolitischen Konsequenzen).

    Ganz abgesehen von der menschlichen Tragödie, für die Deutschland verantwortlich wäre, ist es einfach nicht in Deutschlands Interesse, halb Europa auf den wirtschaftlichen Stand von Ecuador zu bringen.
    Nicht Deutschland bringt halb Europa auf den wirtschaftlichen Stand von Ecuador, das tun diese Staaten selber, weil sie seit Jahren und Jahrzehnten über ihre Verhältnisse leben. Dass Deutschland wieder einmal zahlen soll, wie Sie fordern, legt die Vermutung nahe, dass sSie mit einem Schuss Masochismus ausgestattet sind. Kämen Sie auch auf die Idee, Leuten in Mecklenburg, Bremen oder im Saarland Geld zu geben, nur weil diese Leute nicht mit Geld umgehen können?