Wulffs Verhältnis zu den Medien: "Manchmal schock' ich Redakteure"

Der Bundespräsident hat ein schwieriges Verhältnis zu den Medien, nicht erst seit dem Anruf beim "Bild"-Chef. Schon als Ministerpräsident wetterte Christian Wulff gegen kritische Berichterstattung. Selbst bei einem Auftritt mit Kindern gab es Schelte vom damaligen Landesvater.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...807689,00.html
  1. #1

    Wulff macht das ganz richtig

    Man darf der Presse, schon gar nicht der Pöbelpresse wie BILD, alles durchgehen lassen. Wer sich nicht benimmt, dem muss man mit einer Strafanzeige drohen, manchmal hilft das ja. Die Pressefreiheit beinträchtigt das nicht im Mindesten, denn Wulff entscheidet ja nicht über die Anzeige, sondern ein unabhängiges Gericht. Ob eine Anzeige unberechtigt ist, muss die Presse schon selbst herausfinden, oder andernfalls wie Herr Diekmann damit rechnen, verurteilt zu werden, Diekmann wurde schon verurteilt, er weiß also, dass er sich nicht benehmen kann.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bundespräsident hat ein schwieriges Verhältnis zu den Medien, nicht erst seit dem Anruf beim "Bild"-Chef. Schon als Ministerpräsident wetterte Christian Wulff gegen kritische Berichterstattung. Selbst bei einem Auftritt mit Kindern gab es Schelte vom damaligen Landesvater.

    Wulffs Verhältnis zu den Medien: "Manchmal schock' ich Redakteure" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es bekenne und krieche zu Kreuze - jeder von uns! Die Presse hat die Allmacht, und das muss so bleiben. Wehe, es wehrt sich jemand, der wird vom Kollektiv jenseits aller Grabenkämpfe geschlachtet.

    Ein bisschen ist das wie bei einer lästigen Grippe: je heftiger man sich wehrt, desto unangenehmer fällt die Immunantwort aus. Am besten über sich ergehen lassen und sich bloß nicht dagegen stemmen. Wie konnten wir bloß an so einem Punkt ankommen?

    "In Amerika regiert der Präsident für vier Jahre und der Journalismus für immer und ewig."

    Durch die Befreiung der Welt von der Bürde eigenständiger kultureller und politischer Entfaltung nicht mehr nur in Amerika.

    Danke, Mr. Wilde.
  3. #3

    Der Kern der Sache

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bundespräsident hat ein schwieriges Verhältnis zu den Medien, nicht erst seit dem Anruf beim "Bild"-Chef. Schon als Ministerpräsident wetterte Christian Wulff gegen kritische Berichterstattung. Selbst bei einem Auftritt mit Kindern gab es Schelte vom damaligen Landesvater.

    Wulffs Verhältnis zu den Medien: "Manchmal schock' ich Redakteure" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass wir hier zum eigentlichen Kern der Sache kommen: Wulff pflegt seit jeher ein distanziertes Verhältnis zu den Medien und springt nicht über jedes Stöckchen, nun bekommt er eben die Quittung. Nicht anders ist die endlose Serie kleiner und kleinster "Enthüllungen" seit Wochen zu erklären, die jede Verhältnismäßigkeit vermissen lassen.

    Ich fürchte, am Ende wird sich eben doch bewahrheiten: Nur wer auf der Klaviatur der Medien mit absoluter Sicherheit zu spielen weiß, kann politisch in solchen Spitzenämtern überleben, notfalls unter Negierung oder Verschleierung jeglicher innerer Überzeugungen. Wulff hatte schon verloren, als sich der Großteil der Medien auf Gauck als Wunschkandidaten festlegte.
  4. #4

    Schockieren!?

    Ich glaube nicht, dass diesere biedere Provinzpolitiker in der Lage ist, irgend etwas zu tun, das einen gestandenen Redakteur wirklich schockieren kann. Höchstens ärgert dieser sich über soviel Dummheit und Kleinkariertheit (sich kritische Artikel mit Seitenzahl 20 Jahre zu merken!!!), die in diesem Land zu politschen Spitzenpositionen offenbar dazugehört...
  5. #5

    Dass ausgerechnet der spießige Wulff

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bundespräsident hat ein schwieriges Verhältnis zu den Medien, nicht erst seit dem Anruf beim "Bild"-Chef. Schon als Ministerpräsident wetterte Christian Wulff gegen kritische Berichterstattung. Selbst bei einem Auftritt mit Kindern gab es Schelte vom damaligen Landesvater.

    Wulffs Verhältnis zu den Medien: "Manchmal schock' ich Redakteure" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    auf Einmal ein Dorn in den Augen unserer Medienvertreter ist und jetzt generalisierte Angriffe der vereinten Kräfte der Medien jeden Couleurs (die in „Verteidigung“ des Anstandes und der politischen Hygiene wie ein Block in einer Reihe stehen) zu widerstehen versuchen muss, kann wütend machen. Nicht zuletzt, weil solche Moralgrößen, wie Roland Koch, Helmut Kohl, oder Schäuble, nur ab und zu mal mit „schlechter Kritik“ rechnen mussten (und Roland Koch zum Beispiel, beim Spiegel offensichtliche Narrenfreiheit genoss. Ausgerechnet Roland Koch!). Damit keine Missverständnisse entstehen: vermutlich sind die Beschuldigungen zutreffend, aber was sind das schon für Beschuldigungen im Vergleich zu den offensichtlichen Taten der oben aufgeführten Herren? Begangen von einem spießigen Bundespräsidenten, einem Präsidenten eines größtenteils spießigen deutschen Volkes.
  6. #6

    untauglich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bundespräsident hat ein schwieriges Verhältnis zu den Medien, nicht erst seit dem Anruf beim "Bild"-Chef. Schon als Ministerpräsident wetterte Christian Wulff gegen kritische Berichterstattung. Selbst bei einem Auftritt mit Kindern gab es Schelte vom damaligen Landesvater.

    Wulffs Verhältnis zu den Medien: "Manchmal schock' ich Redakteure" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    der wulff schockt redaköre? das gehört aber nicht zu seinen amtsaufgaben.

    ansonsten darf man drüber lachen. er dürfte kaum in der lage sein, auch nur einen einzigen schülerzeitungsredaktör zu schocken. die lachen sich doch eins.
  7. #7

    Verständnis

    Da muss man aber doch etwas Verständnis für unseren Beamtenkönig haben, zumal bei Medienleuten, die sich erfrechen, sein Gottesgnadentum infrage zu stellen.
  8. #8

    Diesmal schocken die Redakteure

    Wulff hat übersehen, weshalb BILD am Freitag medienwirksam mitteilte, man habe dem Bundespräsidialamt den Voicemail-Text zugeschickt:

    Heute Nacht wird das Wulff-Telefonat veröffentlicht « Berlin 2011
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Bundespräsident hat ein schwieriges Verhältnis zu den Medien, nicht erst seit dem Anruf beim "Bild"-Chef. Schon als Ministerpräsident wetterte Christian Wulff gegen kritische Berichterstattung. Selbst bei einem Auftritt mit Kindern gab es Schelte vom damaligen Landesvater.

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    Keine Frage, der Mann muss weg. Aber dieser Artikel ist sehr schwach geschrieben, und wirkt wie ein an den Haaren herbeigezogenes Argument