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Wulffs TV-Auftritt: Ein Präsident zum Mitleiden

Christian Wulffs Fernsehauftritt war kein Befreiungsschlag. In dem Mea-culpa-Interview offenbart sich ein politischer Karrierist, der sich aufs verständnisheischende Beteuern verlegt, um sich im Amt zu halten. Nach dem Motto: "Eigentlich bin ich ganz anders, nur komm' ich so selten dazu".

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,807247,00.html
  1. #60

    Freundschaftsdienst

    Zitat von DT64 Beitrag anzeigen
    Im Übrigen ist mir klar, dass ich auf meinen Kommentar hin in die CDU Ecke geschoben werde. Von mir aus! Da stehe ich hundert mal lieber als in einem Haufen linker Ratten!
    Von mir nicht. Unionsanhänger sind durchschnittlich gesetzteren Alters, wozu Ihre neumodische Rechtschreibung nicht ganz passen will.

    Die Frage bei Freundschaftsdiensten ist i.ü. immer: Gibt es eine Gegenleistung unter Ausnutzung der Amtsbefugnisse? Warum dermaßen verschleiert über Frau Geerkens? Und warum verstrickt sich Wulff stets in Widersprüche? Warum hat er als MP dem nds. Parlament gegenüber auf eine Anfrage hin wesentliche Sachverhalte verschwiegen? Warum toleriert er über lange Jahre Vorteilnahmen seines Spin Doctors?

    Diese Fragen beweisen mitnichten Schuld in der Kreditaffäre, lassen weitere Nachforschungen aber dringend geboten erscheinen: Sie erwecken - zumindest bei mir - den Eindruck absichtlicher Vertuschung; und wenn dem so sein sollte, ist Wulff auch abseits seines Kampfes gegen die Presse- und Meinungsfreiheit (Einleitung eines Strafverfahrens nach §90 StGB gegen einen Blogger, wiederholte versuchte Unterdrückung kritischer Berichterstattung) nicht tragbar als verantwortlicher Mitbürger - schon gar nicht gehobenen Amtes.
  2. #61

    Natürlich: Was auch sonst???!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christian Wulffs Fernsehauftritt war kein Befreiungsschlag. In dem Mea-culpa-Interview offenbart sich ein politischer Karrierist, der sich aufs verständnisheischende Beteuern verlegt, um sich im Amt zu halten. Nach dem Motto: "Eigentlich bin ich ganz anders, nur komm' ich so selten dazu".

    Wulffs TV-Auftritt: Ein Präsident zum Mitleiden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Es hätte mich schon gewundert, wenn heute im "SPIEGEL" keine ironischen und hämischen Kommentare aufgetaucht wären. Aber an Wunder glauben wir ja fast alle schon lange nicht mehr!
  3. #62

    Dickes Fell

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christian Wulffs Fernsehauftritt war kein Befreiungsschlag. In dem Mea-culpa-Interview offenbart sich ein politischer Karrierist, der sich aufs verständnisheischende Beteuern verlegt, um sich im Amt zu halten. Nach dem Motto: "Eigentlich bin ich ganz anders, nur komm' ich so selten dazu".

    Wulffs TV-Auftritt: Ein Präsident zum Mitleiden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Dieser Polit-Karrierist glaubt tatsächlich sein Amt aussitzen zu können nach dem Motto 'Ich wurde für 5 Jahre gewählt. In 5 Jahren sprechen wir uns wieder. Basta!' Wulff hat sich im Laufe seines Politlebens ein so dickes Fell zugelegt, dass er auch ohne Rückgrat stehen kann. Einfach nur beschämend.
  4. #63

    Kein Mitleid!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christian Wulffs Fernsehauftritt war kein Befreiungsschlag. In dem Mea-culpa-Interview offenbart sich ein politischer Karrierist, der sich aufs verständnisheischende Beteuern verlegt, um sich im Amt zu halten. Nach dem Motto: "Eigentlich bin ich ganz anders, nur komm' ich so selten dazu".

    Wulffs TV-Auftritt: Ein Präsident zum Mitleiden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Aber: Wer immer Neuigkeiten zur Person Wulff hat und sie beweisen kann, möge damit herausrücken. Dann machen wir ein neues Fass auf.
    Bis dahin sollte nun Ruhe einkehren. Der Mann ist erledigt - mehr geht nicht. Ob er im Amt bleibt oder herausgedrängt wird, ist fast gleichgültig.
    Als BP-Pensionär ist er fast so teuer wie als Amtsinhaber. Und die Kosten für einen neuen BP kommen obendrauf. Das machts dann richtig kostspielig.
    Zu pekuniär ? Nööö. Es ist die Sprache Wulffs.
  5. #64

    Wie ein sich davon windender Aal

    Nun hat er wohl erst mal seine Haut gerettet, der aalglatte Herr Wulff, der meisterlich an den Mainstream angepasst ist: Mit einer wohldosierten Mischung aus knapper förmlicher Entschuldigung für eigene Fehler und mitleidheischendem Angriff auf seine vermeintlichen Peiniger windet sich der Karrierist davon!

    Seine wichtigste Botschaft verkündet er nicht direkt, sondern lässt sie zwischen den Sätzen durchklingen: Seht alle her, ich grundanständiger Kerl bin Opfer einer bösen Medienkampagne geworden! Ich hab Anspruch auf eure Unterstützung, so etwas könnte jedem unbescholtenen Menschen passieren!

    Das stimmt zwar nicht, aber weil er es nicht direkt so gesagt hat, ist er kaum anzugreifen. Wulff verkörpert geradezu exemplarisch einen heute gängigen Politiker-Typ, der es gar nicht mehr anstössig findet, eigene Interessen der politischen Integrität vorzuziehen. Er hat gar nicht den Anspruch, moralisches Vorbild zu sein, sondern möchte in der Herde Gleichgesinnter aufgehen - eigentlich sieht er sich eher als getreues Abbild einer politischen Klasse und Gesellschaft, für die eine gewisse moralische Gleichgültigkeit und Arroganz längst gelebte Realität ist. Hauptsache, es ist rechtens, d.h. nicht justiziabel!

    Bleibt die Frage, was solche am Eigenwohl orientierten Politiker fürs Gemeinwohl überhaupt leisten können und was das für unsere Demokratie bedeutet. Die Causa Wulff darf jedenfalls nicht isoliert betrachtet werden, das Verhältnis von Politik und Wirtschaft gehört insgesamt auf den demokratischen Prüfstand!
  6. #65

    die Handhabung der Affäre ...

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    Ich wähle nur noch links. ... weil ich selbst glaube, dass Menschen wohl wieder erkennen sollten, dass sie eben nur in Solidarität überleben können und das geht nur durch ... TEILEN KÖNNEN!
    ... hat nichts mit Rechts oder Links zu tun. In beiden Lagern gibt es solche und solche. Ich zähle mich eher zum konservativen Lager, empöre mich aber auch über die Aktionen von Seehofer, von Boetticher, Guttenberg, Wulff, usw., und bin enttäuscht, dass man sich in den Unionsparteien nicht klarer davon distanziert und fühle mich um meine Mitgliedsbeiträge "betrogen". Bei den Grünen und Linken gibt es auch einige, die zum Frühstück Champus trinken und Kaviar essen - Bsp. Joschka Fischer oder Oskar Lafontaine (einfach mal nach "Lafontaine Villa" oder "Joschka Fischer Villa" googlen).
  7. #66

    Ich gehöre zwar hier sicher zu einer Minderheit, aber ich habe Mitleid mit Herrn Wulf. Der mächtigste Mann im Staat hat versucht, sich mit Bild anzulegen. Das kann nur schief gehen.

    Auch was SPON seit Wochen in bis zu 10 Artikeln täglich herausbringt, ist weit mehr als es die "Verfehlungen" des Präsidenten hergeben.
    Es kann natürlich auch sein, dass ich als Anhänger von Dynamo Dresden der Presse etwas kritischer gegenüber stehe als andere. Aber gerade das Beispiel Wulf zeigt die Macht der Medien. Wer hinterfragt diese Macht eigentlich?
  8. #67

    ich denke es reicht jetzt...

    hallo,

    ich habe gestern Wulffs Auftritt verfolgt und bin zu dem Schluss gekommen, dass Bild es langsam übertreibt. Dieser Präsident ist auch nur ein Mensch und hat genau so wie jeder von uns ein Recht auf Privatsphäre. Bild will nur Aufmerksamkeit und will nur noch mehr die Gemüter der Leute erhitzen.Ich meine, welcher Politiker handelt den richtig in unserem Land??? Von Merkel bis ganz weit nach unten , haben alle Dreck am stecken...

    Wenn wir Transparenz verlangen, dann sollten alle Ihre Karten auf den Tisch legen. Nur das wird niemals so sein. Ich hätte anstelle von Wulff mich noch nicht einmal dafür entschuldigt, da er in meinen Augen nichts falsches gemacht hatte. Nun entschuldigt er sich und wird von den Medien verspottet. Was wollen die noch??? ausserdem war gestern die Moderatorin in dem Interview richtig unseriös,unhöfflich,beleidigent und langweilig (snob)... Aber Wulff hat sie zurechtgewiesen. genau so.
    Liebe Bildzeitung, kümmert euch doch noch um andere Themen als dieses. Bild hat wieder einmal Blut geleckt und möchte mehr. Erbärmlich.
  9. #68

    Mitleid?

    Zitat von lofi Beitrag anzeigen
    Ich gehöre zwar hier sicher zu einer Minderheit, aber ich habe Mitleid mit Herrn Wulf. Der mächtigste Mann im Staat hat versucht, sich mit Bild anzulegen. Das kann nur schief gehen.

    Auch was SPON seit Wochen in bis zu 10 Artikeln täglich herausbringt, ist weit mehr als es die "Verfehlungen" des Präsidenten hergeben.
    Es kann natürlich auch sein, dass ich als Anhänger von Dynamo Dresden der Presse etwas kritischer gegenüber stehe als andere. Aber gerade das Beispiel Wulf zeigt die Macht der Medien. Wer hinterfragt diese Macht eigentlich?
    Dieser Mann ist mit Privilegien auf Lebenszeit ausgestattet, er ist seit Jahrzehnten Berufspolitiker, hat selbst schon mehr als einmal ausgeteilt oder von der austeilenden Presse profitiert.
    Nun hat er sich selbst mehr als fragwürdig verhalten, er hat Vorgänge nicht korrekt wiedergegeben, er hat sich in der Aufklärung falsch verhalten.

    Warum, sollte einem dieser Mensch leid tun? Er ist eine Person, die sich freiwillig in diese berufliche Situation begeben hat, mit einer Menge Rechte, aber auch Pflichten. Dazu gehört auch ein gewisses Maß an Moral, das nunmal mit diesem Amt so untrennbar verbunden ist, wie die bis zu seinem Tod zu zahlenden Pensionen, das Dienstauto, der Mitarbeiter...

    Wullf hat von vorne bis hinten einen Fehler nach dem anderen begangen. Es ist seine Schuld, nicht die der Presse. Letztere ist, wie Sie ist, schon immer. Er weiß das, er hat von der Presse bis heute sehr sehr viel profitiert, jetzt läuft es mal nicht nach seinem Geschmack und dann...
  10. #69

    Erbärmlich

    Wenn er nicht Präsident sein will in einem Land, in dem man solche Dinge nicht tut (von "Freunden" Geld leihen), warum tritt er dann nicht einfach zurück?


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