dapdChristian Wulff muss erklären, wer zwei Sylt-Reisen für ihn und seine damalige Freundin Bettina nach Sylt bezahlte. Nach SPIEGEL-Informationen verteidigt sich der ehemalige Bundespräsident damit, dass die Mutter seiner Freundin das Geld geschenkt habe.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...817607,00.html
Zuerst hat er das Geld selber zurückerstattet, nun hat ihn die Schwiegermama in spe die Kohle zugesteckt, was kommt als nächstes?
Das Geld ist einfach vom Himmel geregnet?
So langsam werden die Ausreden peinlich.
Jeder seiner Beamten wäre schon für weniger suspendiert worden und hätte längst ein Verfahren am Hintern.
Es geht um die persönlichen Rachegelüste Springers, die solange weitermachen bis sich selbst die Staatsanwaltschaft vor den Karren spannen lässt (aufgrund des öffentlichen Interesses).
Sie können in der BRD mit bis kleiner 10000 Euro durch die Kneipen tingeln und niemand kann Ihnen was.....das Geld muss halt nur versteuert worden sein. Aber das erkläre ich dem Finanzamt und niemanden sonst.
Dieser Wulff, Bundespräsident von Angies Gnaden.
Hätte Angela Merkel das alles vorher gewußt, so hätte sie Ihren angeblichen Konkurenten auch ohne Präsidentenamt abschieben können und sich so einiges erspart.
Andersherum weiß jeder der schon mal eine Prüfung des Fianzamtes über sich ergehen lassen mußte, wieweit in die Privatsphäre hineingesehen wird. Alle muß logisch erklärt und nachvollziehbar vom Bürger bewiesen werden, ansonsten wird vom Finanzamt geschätzt.
Dies betrifft auch die Frage inwieweit der Groenewold die besagten Ausgaben steuerlich geltend gemacht hat.
Warum soll es einem solchen "Möchte-Gern-Heine" besser gehen?
Hat er eigentlich jetzt in der "Trostphase mal wieder Urlaub bei seinen Freunden gemacht oder brauchen diese ihn jetzt nicht mehr?
Wer von den Foristen hat bei einem ziemlich überzogenen Girokonto schon mal ein Haus für 500 T€ von einer Bank finanziert bekommen?
Oder wollten die gar nichts über seine finanziellen Verhältnisse wissen?
Schmierenkomödie wird immer peinlicher.
Da ist also ein Ministerpräsident in Niedersachsen (Monatsgehalt so ca. 7.000,-+Aufwandsentschädigung+++).
Der läßt sich scheiden, kauft für seine Zweitfamilie ein Haus, das er selbst nicht finanzieren kann (ist ein niedersächsischer MP nicht kreditwürdig?), sondern sich dafür von der Frau eines Freundes seines Vaters 500.000,- leiht, für 4% Zinsen (deren Zahlung von der Bank nicht belegt werden konnte!). Als man nachbohrt wird dieser Kredit zu Sonderkonditionen (beachte: plötzlich so kreditwürdig, daß er Bankkonditionen erhält, von denen Otto Normalverbraucher nicht einmal zu träumen wagt) umgeschuldet, nein nicht in Niedersachsen, sondern in Stuttgart. Von wem eingefädelt? Natürlich vom Freund des Vaters, der inzwischen in der Schweiz lebt. Und als das bekannt wird, macht man ganz schnell eine Grundschuld/Hypothek draus.
Dann kommt der Urlaub auf Sylt heraus, "vorfinanziert" von wiederum einem "Freund", der in der Filmbranche tätig ist, und dessen Firma vom Land eine 4 Millionen Bürgschaft erhält. Da der Niedersächsische MP (ist er inzwischen wieder nichtmehr kreditwürdig?) so viel Bargeld mit sich rumträgt, bezahlt er die "Auslagen" seines "Freundes" in bar.
Woher das Bargeld kommt? Ach ja, das hat seine Schwiegermutter (Gottlob keine "böse") seiner Frau irgendwann mal geschenkt.
Also irgendwo sind die Griechen da glaubwürdiger, weniger korruptionsverdächtig.
Und selbst wenn alles "legal einwandfrei" erfolgt sein sollte, ist ein Mann, der so chaotische Finanzverhältnisse hat, ein für hohe und höchste politische Ämter geeignet?
Von "Freunden" läßt sich die junge Familie nach Mallorca, nach Florida, nach Italien einladen, läßt sich in Flugzeug und Hotels kostenlos "upgraden".
... wenigstens jetzt auch sein (Die Politiker während ihrer Amtszeit durch Immunität zu schützen ist eine weise Regelung des Grundgesetzes).
Nicht richtig ist, während dieser Ermittlungen auch alle privaten Umstände einer Person ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren.
Die Staatsanwaltschaft ist hiervon - so viel ich weiß - weniger betroffen, als unsere Medien.
Das verwendete Schema hatte ich schon im ersten Posting angesprochen:
1) Zerre alles an die Öffentlichkeit, was du herausbekommen kannst
2) Frage scheinheilig, ob da etwas dran ist
3) Vertraue darauf, dass irgend etwas hängenbleibt
Beispiel:
Steht in allen Medien, dass die Ministerin in diesem Monat schon dreimal ein "Arbeitsessen" (gedruckt mit eben diesen Anführungszeichen) hatte,weiß selbst der Blödeste, was er jetzt zu denken hat.
Das war einstmals die Hausmethode der Bildzeitung. Eine seriöse Zeitung wie die FAZ, Zeit, Süddeutsche usw. hat nie so gearbeitet.
Da die Printmedien heutzutage mit dem Rücken zur Wand stehen, werden mittlerweile alle Prinzipien des seriösen Journalsmus über Bord geworfen.
Es ist doch immer dasselbe: Mann in Wechseljahren nimmt sich ne Jüngere und versucht Ihr was zu bieten, was er aber infolge der Entsorgungskosten für die Ex sich nicht leisten kann. Und dann setzt der Verstand aus. Ich habe mir gestern "Der blaue Engel" von 1929 reingezogen. Ich habe dabei an Wulff gedacht, wieso eigentlich?
Die Parallelen zu Berlusconi sind ja nicht zu übersehen.
Der größte Unterschied scheint in der Größe der Brieftasche zu bestehen.