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Wulffs Sylt-Urlaub: Finanzspritze von der Schwiegermama
dapdChristian Wulff muss erklären, wer zwei Sylt-Reisen für ihn und seine damalige Freundin Bettina nach Sylt bezahlte. Nach SPIEGEL-Informationen verteidigt sich der ehemalige Bundespräsident damit, dass die Mutter seiner Freundin das Geld geschenkt habe.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...817607,00.html
- #200 26.02.2012 11:22 von
Es ist immer wieder schön...
...zu lesen, wie sich Leute aufregen können.
Nur weil sie kein Geld haben.
Wenn ich die Schränke von meinen Eltern und Geschwistern, oder meiner Großeltern nach Geld durchsuchen würde, dann würde ich bestimmt auf eine Summe von über 3000€ kommen.
Und wenn mein bester Freund beim Finanzamt arbeitet, dann hilft er mir eben bei meiner Steuererklärung. Und wenn ich ihm irgendwo helfen kann, wovon ich mehr Ahnung habe, dann mache ich das auch.
Und Sylvester feiern wir auch zusammen, weil wir das früher als Kinder auch schon gemacht haben. Und wenn wir in einer Kneipe sind, dann gibt mal der eine ne Runde aus und mal der andere. Und es wird nicht darauf geachtet wer jetzt eine Runde mehr ausgegeben hat.
Ich glaube nur Wähler von SPD und Linke achten darauf, dass andere Leute nicht mehr haben dürfen, als sie selber. Und dies merkt man eben auch in der Kneipe, wenn es darum geht eine Runde auszugeben. Da heißt es denn: "Ich bin nicht dran." ;-)
Da würde ich doch mal behaupten, dass die eigentlichen "Schnorrer" mehrheitlich SPD oder LINKE wählen. Sie wollen es nur nicht wahr haben. - #201 26.02.2012 11:25 von
- #202 26.02.2012 11:25 von
Sie haben dahingehend recht, dass der Bürger verpflichtet ist (je nach Umfang) Aufzeichungen über Einnahmen und Ausgaben zu führen. Dann ist eben noch zu unterscheiden, ob Buchführungspflicht vorliegt (also ich gehe jetzt von einem Selbstständigen bzw. Freiberufler aus, der z.B. für seine BAR-einnahmen ein Kassenbuch führen muss, oder eben auch einfache Aufzeichnungen ausreichen). Aber für soetwas hat der einen Steuerberater.
Aber auch mir erschließt es sich nicht, warum Bargeld verboten sein soll!
Warum auch? Wenn Sie heute bei einem (neuen) Heizöllieferanten Heizöl ordern, dann erwartet der entweder Karten- oder Barzahlung bei Lieferung gegen Quittung natürlich.
Denken Sie mal, das DowJones/Erdölratio würde erneut auf das Niveau von 1980 steigen, dann müsste heute das Barrel Öl 650 USD kosten (von daher kann ich das Geheule vom teueren Öl gar nicht nachvollziehen). Dann wären bei Öllieferungen von 3000 ltr. wahrscheinlich ca. 15000 bis 20000 Euro jählich aufzuwenden. O.K. in diesem Falle müsste wohl eine Sicherheitsleistung her und über Konto gezahlt werden. Denn mit soviel Geld durch die Gegend, das wäre schon unverantwortlich.
Aber ich denke, dass wir beide uns schon verstehen. - #203 26.02.2012 11:28 von
falsches Signal!
Anders herum wird ein Schuh draus: Wer mit etwas mehr als 10.000 EUR im Monat nicht auskommt (dies ist in etwas das Gehalt des MP von Niedersachsen), der wird es mit 20.000 EUR auch nicht schaffen!
Man vergisst zudem, dass ein Berufspolitiker als Beamter auch noch andere Vorzüge hat, z.B. eine sehr gute Altersversorgung, für die er real nichts einbezahlt oder eine günstige Krankenversicherung und anderes mehr. Deshalb hinkt der beliebte Vergleich mit der freien Wirtschaft, auch wenn dort real noch höhere Entlohnungen üblich sind. Allerdings könnte man hier auch fragen, ob z.B. ein Herr Ackermann nicht schlicht überbezahlt ist. - #204 26.02.2012 11:29 von
Die Geschichte jetzt plötzlich aufgetischt, klingt wie bei den Haaren herbeigezogen, so wie das berüchtigte: "Keine Ahnung wer da am Steuer saß von meinen Wagen", beim Strafmandat wegen Geschwindigkeitsüberhöhung. Um seine Glaubwürdigkeit muss Wulff ja nicht mehr kämpfen, aber die Staatsanwaltschaft ist in der Beweispflicht. Seinen Ruf kann er damit nicht retten, aber sich vor der der Peinlichkeit eines Urteils oder Strafbefehls.
- #205 26.02.2012 11:29 von
Eigentlich wäre es ganz einfach
...solche Typen von den Fleischtöpfen fernzuhalten.
Denn der Vorschlag ist schon 2400 Jahre alt:
Die Platonische Präzisions-Stellschraube zur Demokratie-Gestaltung
Ein öffentliches Amt soll nur derjenige bekleiden dürfen, der ein Mindestalter von 40 Jahren hat
UND
in mindestens 20 Jahren erfolgreicher beruflicher Tätigkeit AUSSERHALB des Staatsdienstes bewiesen hat, daß er sich und seine Familie ernähren kann und dabei etwas charakterliche Stärke bewiesen hat.
Bei Anwendung dieser Kriterien wären 90% des vorhandenen Personals nicht existent.
Man darf allerdings die Frösche nicht selbst fragen. - #206 26.02.2012 11:31 von
Wulff als Aufstocker
Wenn schon ein Ministerpräsident nur Urlaub machen kann, wenn er
als Aufstocker von seiner Schwiegermutter unterstützt wird, dann
erhält die Armutsdiskussion in diesem Land eine ganz neue
Dimension.
Ich vermute mal, wenn die Schwiegermutter-Story widerlegt ist, gibt
es vielleicht bisher unentdeckte Vermächtnisse!
Irgendwie erinnert mich das an die Barschel-Affäre in S-H: Der SPD
Funktionsträger Günter Jansen hatte dem Kronzeugen Pfeiffer damals
ca. 50.000 DM in bar gegeben, die er nach und nach in seiner Küchenschublade gesammelt hatte. Wegen dieser "Schubladenaffäre"
trat er dann als Minister zurück. - #207 26.02.2012 11:31 von
Erschreckend und doch viel weniger amüsant ist die simple Tatsache, dass ein stinknormaler Vorgang einem MP nicht zugestanden wird.
Dezember 1998. Ich damals sehr gut verdienend, aber frisch in ein neues Häuschen eingezogen ( Parallele Wulff, gut verdienend, frisch geschieden, also in jedem Fall ziemlich Kosten am Buckel ). Zu Weihnachten, bei uns gings nach Florida, nicht nach Sylt, meine Frau einen Umschlag von Mütterchen unterm Tannenbaum. 500 Mark drin ( das ist eine kleine Rentnerin, die ca. 25 % meines Einkommens hatte ) mit dem Vermerk "schönen Urlaub". Sowas ist mehr als einmal passiert.
Solche Vorgänge passieren in dieser Republik tausendfach jeden Tag und sind eigentlich nix besonderes. Wenn schon ein Staatsanwalt meint, er müsste Wulffs damaligen Kontostand veröffentlichen ( eigentlich ein Grund, den Kerl vom Dienst zu suspendieren ), dann sollte er, bevor er über die Glaubwürdigkeit sinniert, erst mal darüber nachdenken, ob die CC von Wulff in diesem Moment das Hotel überhaupt noch hergegeben hätte ( bzw. der Dispo ) oder ob nicht von vorn herein geplant war, dieses geschenkte Geld einzusetzen.
In jedem Fall geht es hier um Vorgänge, welche - so lange kein strafrechtlicher Hintergrund erwiesen ist - in der Öffentlichkeit nichts zu suchen haben. - #208 26.02.2012 11:31 von
- #209 26.02.2012 11:32 von
Das Märchen vom Goldklumpen
Ich finde es schön, dass manche sich ihr kindliches Gemüt erhalten haben und so gutgläubig sind. Wie praktisch, dass die Schwiegermutter immer soviel verschenkt, dass es stets zu den Reisekosten passt. Hat sie hellseherische Qualitäten? Weihnachten 2.500 Euro, weil der Urlaub im August fast 2.000 kostet. Zum Geburtstag 1.000, da ja 750 bezahlt werden müssen.
Wer notorisch klamm ist, wie Wulff, hat schon eine gewisse Affinität, sich durch einen Unternehmer den Urlaub bezahlen zu lassen. Wulff hat uns immer nur seine Art von Wahrheit erzählt.
Er ist eine Beleidigung für unser Land.
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