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Wulffs Kreditaffäre: Die Präsidenten-Schelte geht weiter
Christian Wulff hat seinen Umgang mit der Kreditaffäre bedauert, doch das reicht vielen*Politikern der Opposition nicht.*Noch immer seien*viele Fragen offen, beklagt SPD-Fraktionschef Steinmeier. Währenddessen*gibt es neue Spekulationen über den Rücktritt von Wulff-Sprecher*Glaeseker.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...805622,00.html
- #20 23.12.2011 19:26 von
Sie haben Recht
Vor allen Dingen braucht dieses Land jedoch keine obrigkeitshörigen Duckmäuser, welche eine korrupte und durch und durch vom Volk abgelöste, sich in einer perversen Elitekaste gemahnende Politikerclique, bis über die Schmerzgrenze des Fremdschämens hinaus zu verteidigen suchen.
Ich empfehle Ihnen die Lektüre des Romans "Der Untertan" von Heinrich Mann. - nicht erschrecken, wenn Ihnen einige Passagen autobiographisch erscheinen sollten. - #21 23.12.2011 19:52 von
Die
Die beißfeste Gummipuppe ist doch Wullf.
Als strammer Parteisoldat wird er sich für Murksel zerfleischen lassen bis nichts mehr von ihm übrig ist.
Also ein wenig Intelligenz traue ich Herrn Wullf denn doch noch zu das er lieber heute als Morgen aus diesem Debakel heraus wäre nur Muksel lässt ihn nicht weil es ihr eigener politischer Tod wäre.
Überlegen sie mal,er könnte Morgen zurücktreten und hätte keine Sorgen mehr.
Aber lieber wird er sich für Murksel zum Vollkappes machen lassen!
Dazu fällt mir dann nur ein, Gummipuppe oder ein Rückgradloses Irgendwas,aber auf gar keinen Fall Bundespräsident. - #22 23.12.2011 20:26 von
Wulff muss weg!
Ein vom Blatt geheucheltes "Tut mir leid" reicht nicht! Nur die Art und Weise wie er das Volk hinter die Fichte geführt hat bedauert er, nicht das was er getan hat. Kein Wort der Aufklärung, kein Wort der Erklärung! Auch die schlichte Bitte um Entschuldigung kam ihm nicht über Lippen.
Wir, das Volk, werden wohl nie erfahren ob er sich strafbar gemacht hat! Macht sich doch die Justiz in vorauseilendem Gehorsam, pflichtbewusst in jede Hose, die ihr von der politischen Kaste hingehalten wird. Während einfache Angestellte für den Diebstahl einer Rolle Klopapier mit der fristlosen Kündigung und darüber hinaus mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen dürfen, weigert man sich hier schlicht zu ermittlen.
Taxifahrer müssen Trinkgelder versteuern. Müllmänner dürfen nur kleine Sachgeschenke annehmen. Handelsvertreter müssen Privatfahrten mit dem Dienstfahrzeug als geldwerten Vorteil versteuern. Für Politiker gilt das offenbar nicht. Hat man seine Gefolgsleute in die richtigen Positionen gehievt braucht man sich über eine Strafverfolgung keine Sorgen mehr zu machen. So abgesichert lässt es sich denn auch hemmungslos schmarozzen.
Wulff hat, wenn man den Berechnungen diverser Medien Glauben schenken darf, alleine durch die günstigen Konditionen für seinen Privarkredit über 10000,-€ an Zinsen pro Jahr gespart. Die eilige Ablösung dieses Kredites soll ja, wie man hört, auch zu "ungewöhnlich" günstigen Konditionen erfolgt sein. Hinzu kommen zig Urlaubsreisen, gespendet von "Freunden". Hingeflogen zu den Luxusdomizielen ist man dann standesgemäß in der Business-Class, bezahlt hat man aber nur die Holzklasse. Nicht zuletzt die von Maschmeyer gesponserte Werbekampagne für Wulffs Selbstbeweihräucherung, wovon der Herr natürlich keine Kenntnis hatte.
Und dies dürfte, hat doch unser Grüßonkel bisher immer nur das eingeräumt, was er eh nicht mehr leugnen konnte, wohl nur die Spitze des Eisberges sein. Alles in allem dürfte so über die Jahre eine sechstellige Summe an geldwerten Vorteilen und Geschenken (welche für jeden Normalbürger übrigens steuerpflichtig sind) zusammenkommen gekommen sein, von der wohl kein einziger Cent das Licht der Steuererklärung erblickt hat.
Dass die Vollpfosten aus der CDU Wulff den Rücken stärken lässt sich dadurch erklären, dass, geht Wulff, wohl die kanzlergewordene Knopfleiste auch gleich mitgehen müsste. Dann wären dummerweise auch die allzu einträglich Pöstelchen perdu. Und dass die s. g. Opposition den Ballen flach hält liegt wohl auch daran, dass, wer im Glashaus sitzt (siehe Rau), nicht mit Steinen werfen sollte.
Wer glaubt, dass diese Freundschaftsdienste nicht der politischen Einflussnahme galten, der glaubt wohl auch an den Weihnachtsmann. Wer, wie Wulff, mehrfach und mit physischen Schmerzen, Vorgänger wegen ähnlicher Machenschaften, zu Recht, zum Rücktritt aufforderte, legt moralische Meßlatten, die er für sich selbst nicht ignorieren kann.
Wie soll man Kindern noch Werte wie Anstand und Ehrlichkeit vermitteln, wenn selbst der erste Mann im Staat diese mit Füssen tritt und sie ihm offenbar am Allerwertesten vorbeigehen?
Das Scheitern der Eliten beginnt damit, dass sich die Falschen dafür halten. Und so bleibt letztlich nur ein Fazit: der vielbeschworenen Würde des Amtes wird Herr Wulff nun wahrlich nicht gerecht. Will er sich selbst, uns und diesem Land noch etwas Gutes tun, will er auch nur noch ein Mindestmaß an Glaubwürdigkeit behalten, bleibt nur, seinen Hut zu nehmen und sich vom Acker zuschaffen. - #23 23.12.2011 20:33 von
palmstroem 2
wenn man parteipolitisch Karriere machen will, dann muss man, wenn man noch zum Fussvolk gehoert, sich erst mal ueber fleissiges, Lederbriefschreiben in Regionalzeitungen und/ foderorengestuetzte Maienungsbildung empfehlen bzw. anbiedern. irgendwie scheinen Sie, palmstroem, noch in dieser Ursuppe einer prae-parteipolitischen Karriere zu schwimmen...
- #24 23.12.2011 21:11 von
- #25 23.12.2011 21:39 von
Ein von Neid zerfressenes Volk
wieder ein Totschlagargument.
Was unterscheidet den BP von einem Otto-Normalverbraucher und warum bekommen diese Typen, welche schon mehr als der Otto-Normalverbraucher haben, Privilegien eingeräumt?
Natürlich wird man neidisch oder besser gesagt wütend.
Liebe Foristen hört doch endlich auf das "Neidargument" bei jeder Gelegenheit zu benützen - #26 23.12.2011 22:26 von
Klärungsbedarf!
Wir führen hier keine Neiddebatte, sondern wollen Aufklärung.
Langsam muss es doch auch den Hardlinern dämmern, dass noch großer Klärungsbedarf besteht, sowohl bei dem vom befreundeten Unternehmerpaar Geerkens gewährten Privatkredit als auch in der Diskussion um ein vergünstigtes Darlehen der BW-Bank und bei den Berichten über 6 Urlaubsaufenthalte Wulffs bei reichen Wirtschaftsfreunden. Auch bei der Entlassung seines Sprechers Olaf Glaeseker gibt es noch offene Fragen.
Von der Regierung und vom BP darf nichts, wie sonst immer, unter den Teppich gekehrt werden. - #27 24.12.2011 09:06 von
Die Zinsersparnis derart hoher Beträge - gleich welchen Zinssatz man ansetzt - ist ein nicht unerheblicher geldwerter Vorteil. Hätte er diesen Betrag in bar angenommen, wie wäre die Reaktion der Staatsanwaltschaft und der verständnisvollen Kanzlerin dann gewesen? Für mich ist das in Verbindung mit kostenfreier Reisebegleitungen und ähnlichem Vorgehen ein Zeichen von mangeldem Rechtsverständnis der Verantwortlichen.
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