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Wulff-Nachfolger Gauck: Jetzt also doch

APJoachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler wird von einem breiten Parteienbündnis getragen. Doch der Einigung ging ein harter Machtkampf zwischen Kanzlerin Merkel und FDP-Chef Rösler voraus. Das Klima in der Koalition ist vergiftet.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816285,00.html
  1. #230

    nächster Kandidat

    Zitat von fleischwurstfachvorleger Beitrag anzeigen
    ...vielleicht schaffen die Linken es ja wirklich den Hammer zu landen und Töpfer oder Käßmann zu präsentieren.

    Dann kommt wirklich Schwung in den Laden
    Damit hätten wir dann auch schon den nächsten Kandidaten, wenn BILD und SPIEGEL Gauck in zwei Jahren fallenlassen.
  2. #231

    Ich hätte anstelle von Gauck "NEIN" gesagt.
    Den Notapfel spielen käme nicht in Frage.

    Gut - das Ucker-Murkel wurde jetzt einmal überrannt - doch in Ihrer fast absolutistschen Macht schüttelt sie sich - brüllt in der Nacht einmal ins Kissen und die Sache ist verdaut. Die Fau ist kalt wie Hundschnauze.

    Und die andere Sache mit der Suche nach der Person mit der reinen Weste die diesem Amt würdig wäre. Wer sollte in Deutschland bei Aufruf vortreten? Na wer? Der Platz bliebe leer - die krampfhafte Suche und die Absagen zeigten es.
    Das gilt auch für andere Staaten.
    Politik ist eine stinkende Sickergrube.
  3. #232

    Zitat von Traumschau Beitrag anzeigen
    ....Er findet die Sparorgien richtig, den Wohlfahrtsstaat überborden (nicht aber die Subventionen für die Kapitalelite oder ehemalige BP), findet die Occupy-Bewegung "albern" und den verhinderten Gen-Techniker Sarrazin "mutig".
    Warum aber SPD und GRÜNE da mitmachen, wundert mich schon - obwohl eigentlich doch nicht. Das zeigt wieder einmal, dass die Einheitsparteiensoßen im Deutschen Bundestag alle die gleiche Politik machen - nur in unterschiedlichen Koalitionen.
    Nur die LINKEN stehen wieder in der Ecke - was folgerichtig ist, wenn man eine andere als die neoliberale, marktkonforme Politik will.
    In den Medien wird überall Gauck hochgelobt - mal sehen wie lange das so bleibt. Es gibt aber auch Medien, die sich an den Inhalten Gauckschen Gedankengutes orientieren und die Euphorie so gar nicht teieln mögen.
    auch ich frage mich, wie seine Beliebtheit zustande kommt. Mit Sicherheit spielt eine Rolle, dass die Leute einfach nicht informiert werden.
    Wer weiß zum Beispiel, was einige Gauck-Kritiker wissen, wie etwa Winterstein oder das LG Berlin: Der einstige hessische SPD-Innenminister Horst Winterstein kam in zu dem Schluss: "Im Umgang mit den Stasi-Unterlagen musste ich mehr und mehr den Eindruck gewinnen, dass die Gauck-Behörde in ihrem Zusammenspiel mit einigen Medien an Verfassungsgrundsätzen vorbeiwirkt." Er beklagt, dass der "evangelische Großinquisitor" selbstgerecht glaubt, unbequeme Leute einer "öffentlichen Treibjagd" aussetzen zu können. Ohne Wissen der Betroffenen würden bestimmten Medien Belastendes zugespielt, ergänzt durch einseitige Interpretationen; gleichzeitig Entlastendes zurückgehalten. Unerschütterliche Aktengläubigkeit verhindere einen quellenkritischen Umgang.

    Das Landgericht Berlin bestätigte später solche Praktiken. Im Fall Gysi konnte es sich "des Eindrucks nicht erwehren, dass es bei der Erstellung des Gutachtens an der gebotenen Objektivität und Neutralität gefehlt hat. Es fällt auf, dass für den Beklagten sprechende Umstände entweder als unerheblich abgehandelt oder sogar zu Lasten des Beklagten gewürdigt werden".

    Die Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV waren für Gauck töricht und geschichtsvergessen (sprich: Es gibt nur zwei Alternativen, stalinistische Diktatur oder Freiheit, wer gegen Hartz IV ist, will die Diktatur) Zu einer Zeit als selbst Schäuble der Occupy-Bewegung mit Sympathie gegenüber stand, fand Gauck deren Proteste unsäglich albern und auch den Afghanistan-Krieg soll er mit Gottes Segen bedacht haben...
  4. #233

    x

    Zitat von sinasi Beitrag anzeigen
    meiner meinung nach hätten sich die damen und herren der politik ruhig ein bischen zeit(nicht länger als 1 monat) lassen können, und nicht schon wieder überhastet handeln.hautptsache den posten belegen. zeigt das nicht wieder wie wichtig er ist.
    dann lassen wir uns halt mal überraschen.
    Sehe ich genauso. Traurig auch daß es vielleicht keinen Gegenkandidaten mit echten chancen geben wird. Ne super "Wahl" wird das.
  5. #234

    Maßverlust

    Nun ist die Entscheidung gefallen und Herr Gauck wird der nächste BP. Er ist sicherlich eine honorige Persönlichkeit und vereint einige Eigenschaften die viele Bundesbürger von einem BP erwarten. Er ist kein Supermann und er hat eine klare Meinung die nicht allen gefallen kann. Nur geben wir alle ihm die Chance als BP die Gräben zu schliessen? Sind wir bei all dem Schimpfen über die Schlechtigkeit der Demokratie und des Parteiwesens bereit ihm seine ersten Fehler zu verzeihen und ihn als unseren BP anzunehmen?

    Ich hoffe doch, dass wir nicht jegliches Maß verloren haben. Die Entscheidung ist gefallen und wir sollten nun gute Demokraten sein und nicht das Feuer vom letzten Wulff-Brand versuchen zum nächsten Brandherd zu tragen. Die CDU hat nachgegeben, das kann man doch auch mal positiv als Grösse auslegen und nicht immer negativ als Gesichtsverlust.

    Herr Gauck spricht, so habe ich es verstanden, von der Verantwortung jedes einzelnen Demokratie und Freiheit zu verteidigen und zu leben. Ich denke ein guter Tipp für diese Republik. ;)
  6. #235

    Rückzugsgefechte eines sterbenden Systems!

    Repräsentanten eines sterbenden, weil sklerotischen Systems - wie die geschlagene Grande Armée des Abenteurers Napoléon - sich auf dem schon erkennbar ungeordneten Rückzug befindend, kungeln für jedermann ersichtlich untereinander aus, welchen Alibifürsten man - in Hinterzimmern ihrer Geheimdiplomatie abgesprochen - nun vorschieben könnte, u. siehe da: man fand ihn mal wieder, den westgewendeten Ostdeutschen, hauptberuflich die aus seiner Sicht "falsche" DDR-Geburt betrauernd. Die sechs Mio. Wähler der LINKEN wurden ignoriert, da deren Vertreter ja vorsorglich volksverhetzend mit dem Etikett "verfassungsfeindlich" versehen wurden u. beobachtet werden müssen. Wohlan: WIR wissen, wer der wahre Feind der Verfassung - Feind des sozialen Friedens, der Kulturnation Deutschland, bankenabhängiger, eiskalter Ruinierer Südeuropas, Volksverzieher u. vermeintlicher Wirtschaftskriegsprofiteur ist.
    Wirtschaftsunkundiger Exportweltmeisterrandexistenzenverfechter - quakender Frosch von seiner Physiognomie her - bellt es fröhlich-unverständig in die Kameras, sich seines Phyrrussieges gar nicht bewußt.
    Die Machtverliebte Kürzungskaiserin - genötigt, ihr Plazet zu geben - fügt sich in´s ihr Unvermeidliche: Clique gegen Clique, alle angstgelähmt vor der Macht der "Märkte" wie das Kaninchen vor dem Königsphyton u. die willfährigen Mainstreamhelfer aus Parteien, die sich mal "sozialdemokratisch" u. "Friedensfreunde" nannten, nun in "Kriegskoalitionäre" gewendet.
    Der Gaukler nennt uns: "naiv", bzw. "Reaktionäre in rot"? Hat da ein Pfarrer so wenig Gottvertrauen, daß er keinen Trost für sein eigenes Vergangenheitstrauma findet? Der deutsche Mainstream muß dringend auf die Couch!
  7. #236

    Gott sei Dank!

    Der Mensch denkt, Gott lenkt.
    Endlich ein Vertreter des klassischen, an Werten orientierten liberalen Bürgertums, jemand, der von "Wiedervereinigung" spricht statt von "Wende", der für ein gemeinsames Deutschland steht und beim Thema "Integration" nicht nur dem linken "Mainstream" das Wort redet.

    Ein "common sense" Mann, "down to earth", einer von uns. Einer, der sich nicht verbiegen läßt - in dieser krummen Zeit.
    Danke.
  8. #237

    Glückwünsche

    Glückwunsch, lieber SPIEGEL, liebe Springer-Presse! Pastor Gauck ist wohl der erste Bundespräsident der von den großen Medien in dieses Amt geschrieben wurde. Zu Recht können sie sich nun mit dem Titel" staatstragend" oder " 4. Gewalt" schmücken.

    Vor 2010 dürfte Herr Gauck zumindest in Westdeutschland wenn nicht weitgehend unbekannt, so doch nur den allerwenigsten als möglicher Präsidentschaftskandidat präsent gewesen sein. " Gauck ... Gauck ? Ach ja, der Mensch mit den Stasi-Unterlagen, oder ? " , das dürfte wohl das gewesen sein, was man vor 2010 von einem durchschnittlich informierten westdeutschen Mitbürger zu dem Thema bestenfalls hätte erwarten dürfen.

    Nun habt ihr ihn, nun geht pfleglich mit ihm um. Und auch Frau Merkel hat ein Problem weniger. Zwar wurde sie kurzfristig von Medien, Opposition und Koalitionsparner gedemütigt. Aber das ist in Kürze vergessen. Langfristig kann sie sich beruhigt zurücklehnen. Denn fällt der Neue durch Peinlichkeiten auf, scheitert er gar wie seine Vorgänger, so könnte man ihr das nun wirklich nicht anlasten...

    Und bei SPD und Grünen wird sich insgeheim so mancher vermutlich am liebsten selbst in den Hintern treten. Hatte man den Konservativen Gauck 2010 vermutlich nur deshalb als Kandidaten unterstützt, um die Koalition zu spalten oder vorzuführen, so konnte man diesmal nach der frühen Festlegung der FDP gar nicht anders, als Gauck zu forcieren, ohne sich vor der Öffentlichkeit unsäglich zu blamieren. Denn wie hätte es ausgesehen, wenn man nun plötzlich mit Merkel gegen die FDP einen anderen Kandidaten ausgekungelt hätte ?
  9. #238

    Ein echter Antikommunist!

    Deutschland steht wirtschaftlich wirklich blendend da. Dieses schöne Lied singen vor allem Hartzer, Rentner, Leiharbeiter, und andere in Billiglohnarbeitsplätze Gepresste. Die 1% Profiteure dieser von Rot/Grün kreierten und von der Kanzlerin forcierten Umverteilungspolitik werden nicht müde den furchtbaren überbordenden Sozialstaat zu bejammern. Es steht zu befürchten, dass der als strammer Antikommunist bekannte zukünftige Bundespräsident berechtigte Forderungen der Gewerkschaften als kommunistische Untaten geißeln wird. Klammheimliche Freude würde es sicher auslösen, wenn die Linke Katrin Göhring-Eckhardt , Margot Käßmann oder sonst einen von den Schwarzen gehandelten Kandidaten als den Ihren vorstellen würde.
  10. #239

    letzter Strohhalm für die FDP

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Joachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler wird von einem breiten Parteienbündnis getragen. Doch der Einigung ging ein harter Machtkampf zwischen Kanzlerin Merkel und FDP-Chef Rösler voraus. Das Klima in der Koalition ist vergiftet.

    Wulff-Nachfolger Gauck: Jetzt also doch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die FDP meint wohl sich mit Gauck retten zu können.
    Das Volk hat längst erkannt, dass sie die Partei ist, die das Kapital vertritt und nicht die Interessen des Volkes.
    Merkel hat nur aus partei-strategischen Gründen für Gauck gestimmt.
    Der Mensch Gauck ist zwielichtig,sprang kurz vor der Wende rechtzeitig auf den richtigen Zug und durch seine Pastoren-Sprache versteht er die Menschen zu beeinflussen.
    Im Gegenteil,er wuchs in 50-jähriger dunkler Diktatur auf(so in seiner Presseerklärung),verhöhnt damit alle Menschen der DDR, die damals ihrer Arbeit nachgingen aber auch erfolgreich waren und nicht politisch aktiv waren.Denn die haben ja zur "dunklen Diktatur" beigetragen,so seine Aussage.
    Nicht zu vergessen sei auch Gaucks zwielichtige Haltung zur Stasi und zum DDR-Regime,wie Dr.Peter Michael Diestel letzter Innenminster im Kabinett de Maiziere die Person Gauck in Frage stellte.
    Merkel war nicht umsonst gegen die Person Gauck als Bundespräsident.
    Mein Bundespräsident ist er nicht!








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