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Wütende IWF-Chefin: Lagarde rechnet mit den Griechen ab

Getty Images"Helft euch selbst und zahlt endlich Steuern!" Unverblümt sagt Christine Lagarde den Griechen die Meinung. In einem Interview gibt die IWF-Chefin jegliche diplomatische Zurückhaltung auf. Sie habe mehr Mitleid mit afrikanischen Kindern als mit Schülern in Griechenland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...835404,00.html
  1. #670

    Wenn es um die reichen Knöppe geht...

    ...hat Lagarde sicherlich nicht ganz Unrecht. Denn die Kapitalflucht aus Griechenland ist enorm - und interessanterweise kaufen sich diese Kriminellen Immobilien hier in Deutschland.
    Was allerdings den schwer arbeitenden Durchschnittsgriechen angeht - der mal so gerade eben über die Runden kommt -sofern er denn ÜBERHAUPT Arbeit hat - in DESSEN Ohren ist dieser Kommentar der glatte Hohn!
    Griechenland braucht keinen Euro-Rettungsschirm! Griechenland braucht einen Marshallplan!
    Und Griechenland braucht ein handfestes Konjunkturprogramm das dafür sorgt, dass vor allem an der Basis Geld ankommt!
    Es ist genau so wie in Deutschland: Gebt dem Normalverdiener anständig Kohle in die Hand- dann klappt es auch mit der Binnenkonjunktur!
  2. #671

    Wehe, wenn sie losgelassen ...

    Zitat von Berliner42 Beitrag anzeigen
    Ich wäre mit solchen Vorwürfen vorsichtiger. Ist es nicht die Linke, die in jedem und allem immer den bösen Neolilberalisten am Werk sieht?
    Jahrzehnten wird der heiligen Dreifaltigkeit des freien Marktes geräuchert: Deregulierung, Privatisierung, Liberalisierung! Mit diesem Schlachtruf auf den Lippen hat man den Karren in den Sumpf gefahren.

    Das halte ich für weit übertrieben. Es wurde ein bißchen was von dem abgebaut, was man vorher auf Pump draufgelegt hat. Das ist kein Opfer. Ein Opfer ist, wenn man etwas hergibt, nicht, wenn man etwas weniger bekommt.
    „Ein bisschen abgebaut“, das ist die Untertreibung des Jahres, haben Sie den Auszug aus dem Aufruf französischer Intellektuellen nicht gelesen? Aber wehe, wenn man es loslässt, das niedere Herrenvolk!
  3. #672

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Generell liegt die Ursache für Krisenentstehung aller jüngsten Krisen in der interventionistischen Politik, die die selbstregulatorischen Kräfte aus irgendwelchen Opportunitätsüberlegungen ausser Kraft setzen wollen -
    Ich denke, es gibt keinen Ökonomen auf der Welt, der Ihnen dafür nicht die Note sechs geben würde. Sie sollten sich mal am Besten hier informieren:
    Finanzkrise ab 2007
    (Ausgehend von diesem Link finden Sie dann sicher auch ganz schnell ihre angeblich linken Ursachenforscher).
    Von Seiten der Politik ist nicht Dirigismus, sondern – im Gegenteil neoliberal laxe Regulierung und Kontrolle des Bankensektors verantwortlich. (Und natürlich das nichtkrisenfeste Konstrukt des €). Aber auch da haben wohl die Lobbyisten der Finanzwirtschaft ganze Arbeit geleistet – sicher mit solchen Retro-Argumenten wie dem Ihren von oben ...
  4. #673

    Kapitalflucht aus Deutschland-in die Schweiz !

    Zitat von spon-facebook-10000362828 Beitrag anzeigen
    ...hat Lagarde sicherlich nicht ganz Unrecht. Denn die Kapitalflucht aus Griechenland ist enorm - und interessanterweise kaufen sich diese Kriminellen Immobilien hier in Deutschland.
    Statt sich hier über die Griechen zu beschweren, sollten einige Scheinheilige Deutsche sich hier bei der CDU/CSU/FDP bedanken, das sie ihr eigenes Geld jetzt ohne Probleme in die Schweiz schaffen können. Ist echt eine Ironie und ein weiteres Zeichen der Scheinheiligkeit in diesem Land, das wir einerseits verlangen das die Reichen Griechen gefälligst ihre Steuern bezahlen, und selbst sorgen wir dafür das wir, zusammen mit den Schweizern, uns hübsch rausreden können.
  5. #674

    Warum nur?

    Zitat von Berliner42 Beitrag anzeigen
    Vollkommen falsche Sichtweise. Den IWF muß GR überhaupt nicht interessieren. Erst in dem Moment, wo nach Hilfen angefragt wurde, hatte man überhaupt einen Anla0, mal hinzuschauen und das wurde dann ja auch getan und Sparbeschlüsse festgeschrieben.



    Der IWF ist keine europäische Einrichtung. Warum soll er Europäer bevorzugen?



    Was ist daran so verwerflich? Tun Sie mal Ihren Eurozentrismus beiseite.
    ************************************************** **

    Vollkommen falsche Sichtweise. Den IWF muß GR überhaupt nicht interessieren. Erst in dem Moment, wo nach Hilfen angefragt wurde, hatte man überhaupt einen Anla0, mal hinzuschauen und das wurde dann ja auch getan und Sparbeschlüsse festgeschrieben.
    Aha, so läuft das also ab, wo man dazu eine vollkommene falsche Sichtweise haben kann? Ja, so kann man es tatsächlich betrachten!?
    Das wäre also so, wie wenn ich nun als Hirte auf einer Wiese unter all meinen Schafen ein kleines "schwarzes Schaf" hätte, was mich aber zuerst einmal nicht interressieren würde, solange dieses Schaf keine direkte Hilfe von mir benötigt. Nur erst "dann" wenn dieses Schaf Hilfe von mir benötigt, dann wird es für mich interessant. Nur könnte es für dieses Schaf schon zu spät sein, vielleicht auch für andere Schafe, wenn ich als Hirte eine solche Sichtweise von eigenen Interesssen beibehalte.

    Der IWF ist keine europäische Einrichtung. Warum soll er Europäer bevorzugen?
    Aha, wieder etwas dazu gelernt.
    Ja warum auch, wo gewiss keine Interessen für Europa so bestehen dürften, warum auch ... oder etwa doch?
    Wofür steht der IWF eigentlich denn?

    Was ist daran so verwerflich? Tun Sie mal Ihren Eurozentrismus beiseite.
    *Schmunzel*

    Bin ich Madame Lagarde, die genau danach handelt?
  6. #675

    ...

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Jahrzehnten wird der heiligen Dreifaltigkeit des freien Marktes geräuchert: Deregulierung, Privatisierung, Liberalisierung! Mit diesem Schlachtruf auf den Lippen hat man den Karren in den Sumpf gefahren.
    Tatsächlich wäre die Subprime mortage crisis in den USA nie in diesem Umfang entstanden, hätte die Regierung nicht jeden kreditunwürdigen Bürger in seine eigenen vier Wände bringen wollen.
    Das ist alles, nur keine freie Marktwirtschaft.
    Die Zinspolitik der FED tat ihr Übriges.

    Nächster Punkt: die Bailouts. Das genaue Gegenteil der Forderungen vieler Marktradikaler, u.a. der österreichischen Schule.
    Und tatsächlich wären in einer absolut freien Marktwirtschaft diese Institutionen einfach nur in den Bankrott geschlittert und hätten Raum für neue geschaffen. Das hätte alledings deutlich mehr wehgetan.

    Ein wirklich freier Markt hätte die Finanzgangster für ihre Taten letztendlich bestraft. Die Inverventionspolitik der Regierungen, wenngleich auf den Erhalt der gesellschaftlichen Ordnung abzielend, hat sie doch fast schon eher belohnt.
    Die Politik versagt(e) hier phänomenal und ich sehe daher keinen Grund, in ihr den Heiland gegen die vermeintlich üblen Kapitalisten zu sehen.
  7. #676

    Alexis Sorbas läßt grüßen

    und tanzt seinen Sirtaki unbeeindruckt weiter. Soviel
    Geld um Griechenland zu stabilisieren können wir garnicht
    bewegen. Es fehlt ein tragfähiges Fundament auf dem
    man eine Reform durchführen könnte. Die bis jetzt erfolgten "Hilfsmaßnahmen" waren Hilfen für in Griechenland engagierten Banken und das Geld das direkt
    den Griechen für ihren Haushalt zur Verfügung gestellt wurde sind Darlehen und keine, bis jetzt jedenfalls, keine
    verlorenen Zuschüsse! Die für mich einzigste vernüftge
    Lösung ist eine Insolvenz und die wäre anfangs einfacher
    gewesen, und hätte nicht dieser Hampelei bedurft, die
    letzten Endes in genau diesem Verfahren endet. Sollte
    doch eine andere Lösung gefunden werden, so wird
    das Land lange Zeit bluten und ob dann noch Luft zum atmen bleibt wage ich in Frage zu stellen. Aber bei Fragen
    die das Geld betreffen regiert selten der Verstand und
    es scheint mir, daß es keiner Kriege mehr bedarf, das erledigen jetzt unsere " Finanzgenies".
  8. #677

    Denn Sie wissen nicht

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Ich denke, es gibt keinen Ökonomen auf der Welt, der Ihnen dafür nicht die Note sechs geben würde. Sie sollten sich mal am Besten hier informieren:
    Finanzkrise ab 2007
    (Ausgehend von diesem Link finden Sie dann sicher auch ganz schnell ihre angeblich linken Ursachenforscher).
    Von Seiten der Politik ist nicht Dirigismus, sondern – im Gegenteil neoliberal laxe Regulierung und Kontrolle des Bankensektors verantwortlich. (Und natürlich das nichtkrisenfeste Konstrukt des €). Aber auch da haben wohl die Lobbyisten der Finanzwirtschaft ganze Arbeit geleistet – sicher mit solchen Retro-Argumenten wie dem Ihren von oben ...
    was sie tun und sagen.

    Das dümmliche "neoliberal"; das nirgends eine eindeutige Definition erfährt und auch nicht die Neoklassik meint, ist nun mal gar kein stehender Begriff der Wissenschaft. Es ist ein Kampfbegriff der z.B. auf den Nichtdenkseiten und ähnlichen Pamphleten Verwendung findet. Damit Bezeichnete können in der Regel darauf stolz sein, so bezeichnet zu werden, denn "neoliberal" meint den Weg der Vernunft.

    Selbstverständlich ist unbestritten, das die Ursache (= Grund = Anfang) in der Zinspolitik der USA zur Förderung des privaten Konsums zur Erzeugung einer Scheinblüte war, eigentlich bester Keyensianismus der antizyklisch Schleusen öffnet.

    Und das sämtliche linken Politiker das nicht hören und wahrhaben wollen ist auch klar. Sie vertreten exakt die nichtliberalen Konzepte, die hier Ursache waren. Da müssten sie ja ihre eigenen Konzepte kritisieren. Also flugs den bösen Finanzmarkt und die noch böseren Spekulanten. Das geht runter wie Öl. Nur - das verdient ökonomisch:

    6 - ungenügend - setzen

    Alles andere war nachgelagert also nicht Ur-sache.

    Und spekuliert haben allenfalls di privaten Häuserkäufer die eine Spekulation auf immerwährenden Anstieg zur Überschuldung nutzten.
  9. #678

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Die Gläubiger Griechenlands haben ja auch erst kürzlich „freiwillig“ auf einen Großteil ihrer Forderungen aus griechischen Staatsanleihen verzichten müssen. Das ist Schnee von gestern.

    Die Diskussion geht jetzt darum ob und wenn ja unter welchen Bedingungen Griechenland zusätzliche Kredite bekommen soll.
    Die Gläubiger hätten ja auch versuchen können, ihre Papiere zu verkaufen. Ich glaube mein Vermögen hätte da zum Kauf völlig ausgereicht ...
    Sie hatten weder die Möglichkeit diese Papiere zu verkaufen noch zu behalten. Der „freiwillige“ Umtausch war erzwungen um einen Konkurs abzuwenden.
  10. #679

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Dennoch kaufen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt deutsche Autos wenn sie es sich leisten können. Da zählt nicht die Ideologie sondern das Preis- Leistungsverhältnis.
    Sie schreiben selber, wenn sie es sich leisten können. Zumindest in den südeurpäischen Ländern werden sie es sich nicht mehr leisten können.

    Kölner Ford-Werke beantragen Kurzarbeit - AUTOMOBIL PRODUKTION

    In Köln hat Ford aufgrund der Absatzkrise in Europa Kurzarbeit angemeldet.
    Ich sprach von deutschen Autos und nicht von Opel und Ford als Töchter amerikanischer Konzerne. Deutsche Autos verkaufen sich weltweit sehr gut.


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