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Wütende IWF-Chefin: Lagarde rechnet mit den Griechen ab

Getty Images"Helft euch selbst und zahlt endlich Steuern!" Unverblümt sagt Christine Lagarde den Griechen die Meinung. In einem Interview gibt die IWF-Chefin jegliche diplomatische Zurückhaltung auf. Sie habe mehr Mitleid mit afrikanischen Kindern als mit Schülern in Griechenland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...835404,00.html
  1. #630

    Zitat von bruchpilotausleidenschaft Beitrag anzeigen
    Da ist gar-nichts „Natürliches“ an dieser Vermögens Verteilung! Zumindest nicht im gesunden Sinne. Die Schere, ob im eigenen Land, in Europa oder Weltweit, geht immer weiter auf.
    Dass die Schere immer weiter aufgeht ist aus vielen Gründen natürlich und normal. Es hängt unter anderem damit zusammen dass Menschen aus der gleichen gesellschaftlichen Schicht oft Beziehungen eingehen. Wenn Kinder reicher Eltern heiraten summieren sich z.B. Erbschaften aber natürlich auch Erfahrungen und Kontakte.

    Zitat von bruchpilotausleidenschaft Beitrag anzeigen
    Die richtig Reichen, und davon gibt es immer mehr, weil die Verteilung immer extremer wird, lassen ihr Geld arbeiten.
    Es sollte uns doch alle Freuen dass es immer mehr wirklich Reiche gibt. Es zeigt dass dies nicht eine geschlossene Gruppe ist sondern jedem offensteht. Oft reicht schon ein erfolgreicher Schlager oder fußballerisches Talent. Am ehesten schafft man es jedoch mit guten unternehmerischen Ideen.

    Zitat von bruchpilotausleidenschaft Beitrag anzeigen
    Ich sehe das ein Krankenpfleger an der Gesellschaft „mitwirkt“ und bei sehr viel Stress sehr wenig verdient und jetzt sagen Sie mir wo echtes Mitwirken belohnt (Wohlstand) wird?
    Wer sich für den Beruf des Krankenpflegers entscheidet kann kein übergroßes Interesse an materiellem Wohlstand haben. Oder er macht den Job nur weil er nichts anderes bekommen hat.

    Zitat von bruchpilotausleidenschaft Beitrag anzeigen
    Es gibt keinen Vermögenszuwachs, weil die Zinsbelastung immer höher wird.
    Selbst die unteren Einkommensschichten können sich heute mehr Wohlstand leisten als Gutverdiener in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
  2. #631

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Eine Agenda 2010 für Griechenland und Spanien zu fordern ist barer Unsinn, denn die Sozialhilfe in diesen beiden Ländern ist 0 Euro. Vielleicht ist genau dies ein Teil des Problems.

    Deutschlands Strategie über den Export Wachstum zu erzeugen, kann nie für alle Länder übernommen werden, da es theoretisch unmöglich ist dass alle Länder Exportüberschüsse haben.
    Wenn die Griechen, Spanier, Italiener, etc. aber auf Dauer deutsche Autos fahren wollen müssen sie irgend etwas finden was sie global verkaufen können. Sonst gehen sie bankrott.
  3. #632

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    die Spekulanten wiederum genau dies ermöglichen, weil sie eben einen Teil des Risikos abnehmen
    Nö, ich schätze mal, daß ich mittlerweile eine Vollkaskoversicherung in Höhe des eigentlichen Wertes der Ware bei jedem Einkauf bezahlen muß. Das wird dann auch noch als „Leistung“ verkauft – die Systeme dafür zu entwickeln und per Lobby durchzubringen, ist wohl das Schwierigste am Finanzgeschäft!
  4. #633

    hat sie unrecht?

    hre kritik kann man nicht so einfach von der hand weisen.
    ich bin für hilfe an griechenland. die art und weise und die höhe steht aber auf einem anderen blatt. in erster linie ist die hilfe wieder mal eine bankensanierung. das meiste geld erhalten banken die daran verdienen. der griechische normalbürger zahlt die zeche. aber andererseits hat der griechische normalbürger die ganze zeit zugeschaut und entsprechend gewählt.auch beamte, unternehmer, politiker und banken haben profitiert und geld unrechtmäßig abgezogen. dies zu ändern ist sache des griechischen volkes, nicht der eu. die eu kann nicht mit immer höheren geldleistungen ein marodes system stützen. das sollten auch die griechen erkennen. der schaden ist in griechenland entstanden, nicht schuld der eu. die eu kann nicht grenzenlos haften für betrügereien griechischer politik. wenn die eu solche dinge versucht mit geld zu regeln steht die ganze eu zur disposition. die eu darf nicht scheitern an einzelnen ländern, mißwirtschaft, spekulanten und korruption. und manche eu länder, speziell deutschland, habe sich schon finanziell stärker engagiert als es volkswirtschaftlich vertretbar ist. das sollte auch ein wenig gewürdigt werden. immerhin hat griechenland hife erhalten, die es in dieser höhe noch nie für ein land gab. gäbe es 3 weitere länder die aufgrund dessen auch hilfe in dieser größenordnung fordern würden, wäre die eu am ende. das gilt es zu bedenken.
  5. #634

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Helft euch selbst und zahlt endlich Steuern!" Unverblümt sagt Christine Lagarde den Griechen die Meinung. In einem Interview gibt die IWF-Chefin jegliche diplomatische Zurückhaltung auf. Sie habe mehr Mitleid mit afrikanischen Kindern als mit Schülern in Griechenland.

    Lagarde fordert Griechenland zum Zahlen von Steuern auf - SPIEGEL ONLINE
    Wie die Situation in Griechenland wirklich ist, wurde sehr gut dokumentiert in einem Beitrag des ZDF:
    Die Griechenland-Lüge
  6. #635

    Zitat von fauler_grieche Beitrag anzeigen
    Faellt keinem hier was auf ?? Ja die Wahrheit ist nach der Junta ,sprich die letzten 40 Jahren, wurde in Griechenland ein politisches System von den zwei grossen Partein (PASOK,ND) etabliert welches Korruption und Vetternwirtschaft beinhaltet hat.Jetzt wo wir Griechen endlich damit schluss machen wollen und diesen Partein keine Stimmen mehr abgeben wollen streuben sich Frau Merkel und co!Die Logik sagt doch Schluss mit den 15-20% wohlhabenden Politikern und ihren Mitlaeufern ,die dieses Land in den Abgrund getrieben haben oder nicht Frau Merkel?Was stoert sie denn ,wenn die Griechen endlich anderen (sei es die radikale Linke oder Rechte) ihre Stimme abgeben wollen?Sind sie denn nicht dafuer ,das diese Betrueger endlich die Quittung duer ihre Taten der letzten Jahre kassieren?Wie war das ?? Nur das einfache Volk ist Schuld ?
    Die Mehrheit der griechischen Wähler hat über Jahrzehnte die Parteien gewählt die ihnen die größten Wahlversprechen gemacht haben. Das hat zur jetzigen Situation geführt. Aber natürlich dürfen die Griechen als echte Demokraten auch weiterhin wählen wen sie wollen.

    Mit Alexis Tsipras und SYRIZA scheint eine Partei und ein Kandidat in der Gunst der griechischen Wähler ganz weit vorn zu stehen die offen erklären sich an bestehende Abkommen nicht halten zu wollen. Da ist es wichtig und richtig die griechischen Bürger darauf hinzuweisen dass die Einhaltung der Verträge die Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen sind. Wenn sie jetzt wieder einem Kandidaten folgen der ihnen die größten Vorteile verspricht wird die Not noch größer.

    Aber wie immer bei einer demokratischen Wahl kann die Mehrheit der Bürger, oder wie sie es ausdrücken das einfache Volk, frei entscheiden.
  7. #636

    Ich habe leider vergessen, wo ...

    ... ich den Ausspruch von Alexandre de Tocqueville gelesen habe, der sinngemäß lautet: "In dem Moment, wo der Staat erfolgreich seine Bürger mit ihrem eigenem (Steuer)Geld(ern) bestechen kann, ist die Demokratie am Ende."

    In Griechenland ist man sogar noch einen Schrit weiter: dort hat der Staat seinen Bürger mit den Steuergeldern anderer Nationen bestochen. Wohl nicht ohne Grund hat Homer ausgerechnet den listenreichen Odysseus in einem eigenen Opus besungen ...
  8. #637

    ....

    [QUOTE=fauler_grieche;10258033!Vor 3 Tagen sind wieder 100m von meiner Wohnung entfernt eine 90Jahre alte Mutter und ihr 62jaehriger Sohn ausm dritten Stock in den Tod gesprungen, weil mit insgesamt 450 Eur im Monat es nur alle 2-3 tage was zu Essen gab.[/QUOTE]

    Mit solchen rührenden Geschichten können sie in Deutschland vielleicht in 50 Jahren wieder einen Blumentopf gewinnen.
    Noch leben hier zu viele Menschen, die von ihren Eltern oder Großeltern aus erster Hand die Geschichten über Hunger und Elend während der Nachkriegszeit erzählt bekommen haben.

    Und dagegen gleichen die derzeitigen Verhältnisse in Griechenland einem Schlaraffenland.
  9. #638

    Zitat von Rosbaud Beitrag anzeigen
    Nein, es sind nur Foristen, die sich einen Rest an Humanität, Mitgefühl und Solidarität bewahrt haben, deren Metamorphose zu einem Kalkulationsapparat noch nicht so weit fortgeschritten ist wie bei anderen.
    Danke Rosbaud, Sie bringen die Problematik auf den Punkt.
    Was wirklich fehlt ist Solidarität.
    Die hier heulenden haben selbst gerade mal das nötigste zum Leben und gönnen den sogenannten "Nichtsnutzen" der Gesellschaft nicht das schwarze unter dem Nagel.
    Hauptsache auch einmal am Tag König sein.
  10. #639

    Zitat von OHCRIKEY Beitrag anzeigen
    Noch leben hier zu viele Menschen, die von ihren Eltern oder Großeltern aus erster Hand die Geschichten über Hunger und Elend während der Nachkriegszeit erzählt bekommen haben.
    Im Londoner Schuldenabkommen von 1953 wurde Deutschland 2/3 seiner Schulden erlassen (30 von 44 Milliarden). Für die Rückzahlung der restlichen 14 Milliarden wurden bei einem Bundeshaushalt von damals 24 Milliarden uns Deutschen 25-40 Jahre Zeit eingeräumt. Das Abkommen wurde auch vom Gläubiger Griechenland unterzeichnet.
    Noch mehr Fragen? Wer für das Elend der Kriegs- und Nachkriegszeit den Anlaß gegeben hat (ab 5 Uhr 45 wird "zurück" geschossen?)


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