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Wütende IWF-Chefin: Lagarde rechnet mit den Griechen ab

Getty Images"Helft euch selbst und zahlt endlich Steuern!" Unverblümt sagt Christine Lagarde den Griechen die Meinung. In einem Interview gibt die IWF-Chefin jegliche diplomatische Zurückhaltung auf. Sie habe mehr Mitleid mit afrikanischen Kindern als mit Schülern in Griechenland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...835404,00.html
  1. #520

    @doncichote

    ....bitte unterscheiden Sie die Einkommenssteuer von Firmensteuern: Firmen zahlen Gewerbesteuer, Kapitalertragssteuer,etc....das geht ja wohl in die Infrastruktur, oder?
  2. #521

    Zitat von Flufwuppich Beitrag anzeigen
    ich habe mich unscharf ausgedrückt.
    Nun besteht nach aktuellem Wahlergebnis in GR weder seitens der Wähler, noch der sich zur Wahl stellenden Politiker offenbar ein Interesse daran.
    Stattdessen Versucht man Bündnisse zu schmieden, die Verträge zu Lasten Dritter schliessen.....ging ja bisher immer gut....
    Verträge zu Lasten Dritter sind immer gut.
    Wenn ich das irgendwo kann werde ich diese auch schliessen.
  3. #522

    mehr waffen für die welt?!

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Kommt nun das ewig blödsinnige Argument das der Deustche profitiert weil eben diese 15%?

    Dann fangen Sie doch einmal an zu überlegen:
    Was wäre denn wenn es nie zu den 15% gekommen wäre?
    Wären wir dann schlechter dran?

    Und wieso unterscheiden sich Waffengeschäfte von Landmaschinenverkäufen dorthin?
    Beide Geschäfte sicherten hier Arbeitsplätze
    Aber wieso wirft man den deutschen nun vor zu profitieren?

    Werfen Sie das auch dem Weizenverkäufer vor der Weizen nach Griechenland verkauft?

    Oder ist Waffenverkauf"anrüchig" und daher Schulden zweiter Klasse?
    dann visualisieren Sie Sich mal eine welt
    in der nur waffen verkauft werden

    und dann eine in der nur
    landwirtschaftliche geräte verkauft werde

    waffen funktioniern nur dann
    wenn sie jemanden und oder etwas und sich zerstören.
    können also wirtschaftlich nur auf kosten dritter rentabel sein

    hier von einem normalen handelsprodukt
    zu sprechen befremdet mich

    ich würde die bezeichnung "maximal-destrukt"
    vorziehen
  4. #523

    Endlich

    Ich war gerade in Athen. Dort schaut es großteils schlimmer aus als in Dubrovnik nach dem Krieg oder in vielen Städten der sogenannten dritten Welt. Ruinen, baufällige Häuser, keine ordentliche Wasser- oder abwasserversorgung, überall Müll auf der Straße, die Straßen total ruiniert, Bürgersteige nur noch aus löchern bestehend, die Wohnungen so schlimm, kein deutscher Sozialhilfeempfänger würde hier in einer Wohnung eines griechischen Mittelständlers wohnen. Aber Preise wie in München auf der leopoldstrasse, im griechischen viertel kostet ein Greek salad 10 euro, Gyros 15-20 Euro.

    Was haben die jahrelang mit den euros gemacht, immerhind sind die doch schon seit 2001 im Euroraum.

    Ganz ehrlich, dort hilft kein Euro mehr. Zurück zur Drachme ist das einzige was hilft.und dann entweder ein ordentliche steuersystem aufbauen, Katasteramt, Berufe frei geben oder ganz den Bach runter gehen aber dann ohne Steuergeld aus Deutschland.
  5. #524

    Wer Steuern zahlen soll muss Einnahmen haben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Helft euch selbst und zahlt endlich Steuern!" Unverblümt sagt Christine Lagarde den Griechen die Meinung. In einem Interview gibt die IWF-Chefin jegliche diplomatische Zurückhaltung auf. Sie habe mehr Mitleid mit afrikanischen Kindern als mit Schülern in Griechenland.

    Lagarde fordert Griechenland zum Zahlen von Steuern auf - SPIEGEL ONLINE
    dürfte doch so sein
  6. #525

    Nicht alle Griechen, nur ein Viertel profitieren vom gegenwärtigen System

    Zitat von mneisen Beitrag anzeigen
    450 Milliarden Euro (Staatsschulden plus Zahlungsdefizit in TARGET2) für etwa 7,5 Millionen Einwohner; das sind dann schon 60.000 Euro pro Kopf der Bevölkerung..
    Das ist nicht falsch, aber verzerrt das Bild. Griechenland hat ca. 4,3 Mio. Erwerbstätige, von denen mehr als eine Million beim Staat direkt, staatlichen Unternehmen (Flughäfen, Elektrizität, Häfen) oder regulierten Branchen wie Transport, Apotheken etc. beschäftigt sind. Diese Nomenklatura kassiert pro Kopf ein Mehrfaches dessen, was Griechen ausserhalb der Nomenklatura verdienen.

    Stellen Sie sich vor, wo unser Staatsdefizit läge, wenn die deutschen Beamten/Staatsangestellten solche Gehälter wie die EU-Beschäftigten erhalten würden (deren Höhe auch ein Skandal ist). Bzw. wenn unsere Beamten oder Staatsangestellten ein Mehrfaches dessen bekommen würden wie die Beschäftigten in der Privatwirtschaft.

    Ca. ein Viertel der griechischen Erwerbstätigen lebte lustig auf Kosten der anderen Griechen und der EU und verteidigt ihre Privilegien bis aufs Blut. Anstatt auf die Privilegien zu verzichten, jammern sie über Gehaltskürzungen für ihr Grundgehalt, sagen aber nicht, dass nur das Grundgehalt und nicht die dazukommenden Zulagen betroffen sind: Im Vergleich zu anderen Griechen ist die Nomenklatura auch heute noch extrem überbezahlt.

    Die Sparbeschlüsse, die für Griechenland getroffen wurden sind so, als ob man 1989 gewusst hätte, dass die Sanierung der DDR mehr als 2 Billionen kosten würde. Und man dieses Geld Honecker überwiesen hätte mit der Bitte, zusammen mit seiner Nomenklatura das Land innerhalb von 20 Jahren auf Weststandard zu bringen. Jeder kann sich vorstellen, wo man heute wäre...

    Ohne eine Modernisierung des gesamten griechischen Staatsapparats (was massive Gehaltskürzungen, massive Entlassungen, massive Steigerung der Effizienz des Apparats, massive Einschränkung der Macht der Gewerkschaften und der Nomenklatura, massive Förderung der Bevölkerung ausserhalb der Nomenklatura bedeuten würde), ist jeder Cent, der nach Griechenland geht, rausgeschmissenes Geld.
  7. #526

    Einmalig und nur in GRland ...

    Zitat von nikandros Beitrag anzeigen
    sehr wenig über das Griechenland und griechischen Bürgern bekannt.
    Wer hat dir gesagt, dass die Griechen keine Steuern zahlen;
    Sie sagen also, die internationalen Medien;
    sagen, dass die Griechen nicht arbeiten, zahlen keine Steuern, also einfach glauben, sie selber; endlich aufhören, diese Dummheit, sind Lügen, Lügen.
    Nun, machen einen großen Fehler, alle Steuern zahlen und es gibt natürlich auch diejenigen, die nicht wie in ganz Europa nicht bezahlen. Das griechische Problem ist nicht die Leute nicht bezahlen, das Problem ist, dass es eine faule politische System nutzlos, nicht verwalten Geld der richtige Weg, einfach zu verschwenden in Misswirtschaft.
    Nicht zu Schlussfolgerungen und den Hauptpreis eilen, bist du fehl am Platz.
    nicht akzeptabel, schlecht informiert, der Lügner;
    gelesen und die schwedische Mädchen, das dimosiagrafo Griechenland kamen und taten REPORTAGE ¨ ¨ Kajsa EKIS Ekman
    Kajsa Ekis Ekman: När eurokostymen inte passar - DN.SE
  8. #527

    Na ja

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    ..Der Wohlhabende leistet hierzulande eben nicht mehr sondern weniger für das Allgemeinwohl-gesehen auf die letzten 10 Jahre
    Das ist keine Begründung, sondern eine reine Behauptung und auch noch falsch. Fakt ist, einer, der in der Progressionszone über 40% seines Einkommens dem Staat gibt, keine Rente in Anspruch nimmt, und keine sonstigen Leistungen gibt mehr als eine Person, die nur in der Null- oder Proportionalzone besteuert wird. Ihre Behauptung ist also reine Demagogie um diese Mehrleistung zu diskreditieren und noch mehr zu fordern.

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Das ist nicht korrekt da ich in dem genannten Beispiel den 100.000 Euroverdiener ja nicht mit 65% besteuern möchte sondern gemessen an dem anderen mit 30%
    Und was ändert das? Gerade hier zeigt sich doch die Willkür. Maßstab kann doch nicht sein, wieviel nach Besteuerung übrig bleibt, sondern der Zahlbetrag für die gleiche Inanspruchnahme der Staatsleistung, gerecht nach Leistungsfähigkeit. Würde man exakt gleich besteuern, müsste jeder z.B. 2000 EUR zahlen. Das wäre nicht nach Leistungsfähigkeit. So, nach Prozenten ist es aber nachvollziehbar gerecht.

    Alles andere ist doch willkürlich und ohne sachliche Rechtfertigung, ausser man dreht den Blickwinkel um (Reicht das, was übrig bleibt für den Einzelnen)

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    A würde er dennoch besser stehen, vor allem aber vergessen Sie folgendes:
    Der Unternehmer etc bietet zwar vielen Menschen Arbeit, aber er nutzt dadurch auch mehr vom Staat-und zwar Infrastruktur jedwelcher Güte.
    Und erst diese Infrastruktur ermöglicht ja den hohen Verdienst
    Also muss er auch prozentual mehr abgeben
    Auch das ist das typische schwache Argument von links. Warum ordnen Sie in einem Betrieb alle Staatsleistungen dem Unternehmer zu? Im Prinzip sind auch die Arbeitnehmer wie kleine Unternehmer anzusehen, die dem Unternehmen ihr einziges Produkt Lebensarbeitszeit verkaufen. Also muss die vom Unternehmen in Anspruch genommene staatliche Infrastruktur auf alle proportional verteilt werden - ist bei der Steuer doch auch so und auch das Unternehmen (AG/GmbH) zahlt als solches doch auch Steuer zusätzlich zu der des Wohlhabenden bei der Flattax.

    Zitat von donquichotte2012 Beitrag anzeigen
    Bei Ihrem Modell-die 10% Steuer für alle-nur bei diesem Modell ist der
    Arme Diener des Reichen

    Und die Kluft wird laufend größer
    Aber um Ihnen Ihre wirklich falschen Gedanken nachzuweisen:

    Aktuell haben wir nicht die 10% für alle
    Dennoch klafft die Schere stetig weiter auseinander

    Frage: Wenn dann sogar die allerreichsten nur noch 10% bezahlen, wie schnell geht denn dann die Schere auseinander?
    Die linke Scherentheorie ist eine methodisch falsche Interpretation. Einen solchen Trend können Sie mit so wenigen Datenpunkten nicht von einer Zufallsschwankung trennen. Weiter ist die Änderungsrate der Differenzen nicht eindeutig in der Richtung sondern schwankt.

    Insgesamt einfach eine unbeweisbare Zweckbehauptung - so gut, wie die Behauptung des Gegenteils -die Schere geht nicht auseinander

    Ich habe den Eindruck, dass die gesamte Argumentation mehr auf Bauchgefühl bzw. bewussten Falschdarstellungen als auf guten Argumenten beruht- Das hat den Sinn, eine sachlich falsche, sonst durch nichts zu rechtfertigende Ideologie zu begründen. Und auf mein Statement zur Begründung des Blickwinkels sind Sie nicht eingangen.
  9. #528

    Das Strafgericht in Gestalt von Mme Lagarde

    Von dem Mitleid dieser Dame wollte vermutlich selbst der Ärmste der Armen tunlichst verschont bleiben, sie hat so etwas Gewinnendes an sich, da bleibt kein noch so gut versteckter Euro unentdeckt. Es scheint schon so schlecht zu stehen, dass die Griechen sich um die Mitleidfähigkeit dieser Dame Gedanken machen müssen, geht doch deren Mitleid ungestreift an ihren Kindern vorbei und landet ungenutzt in Dorfschulen im Niger. Wenn die wüssten welch ein Stern ihnen durch die IWF-Chefin aufgegangen ist, die würden in Mme Lagarde vielleicht noch eine der Weisen aus dem Abendland vermuten.

    Das Geschwätz von den fetten Jahren, die den Griechen einst zugefallen sein sollen und nun durch schmale Kost ausgeglichen werden müssen, wird die Dame hoffentlich noch eines Tages an ihre Landsleute richten können, wenn dort Schmalhans mal Küchenmeister geworden ist und sie mit Schürze bekleidet Hungerrationen auszuteilen hat, unterstützt von einem gewissen Hollande, der hilfreich das Geschirr spülen darf.
  10. #529

    So geht das nicht

    Zitat von Hörbört Beitrag anzeigen
    Ja, es ist ein quälender Prozess, sich durch das (Fallen-)Gestrüpp moderner Kapitalanlagemöglichkeiten zu wühlen, diese zu verstehen und dann auch noch richtig - im Sinne der optimalen Rendite - zu entscheiden. Erziele ich nur 2.8%, der Nächste aber 2.95%, habe ich etwas falsch gemacht und versagt. Ein unglaublicher Tort. Und dann noch dieses Risiko! Zwar könnte ich mit den erwähnten 100 Mio. lebenslang sausbrausen, aber... Wachstum! Mehrung! MoreMoreMore! Unverzeihlich, wenn mal ein Bruchteil versiebt wird - natürlich nur, weil man halt investieren/spekulieren MUSS. Man könnte satt und zufrieden sein, aber dann wird ja am Bestand gezehrt! Immer weiter, immer mehr - no limits. Sorry, diese Denke ist mir fremd. Weshalb ich meine Bank nur in unvermeidlichen Fällen kontaktiere. Die haben es darob schon lange aufgegeben, mir zu "noch mehr Reichtum" zu verhelfen. Und siehe da: ich bin noch immer zufrieden. Tssss...
    1. Sie wählen nicht einfach Anlagen wie im Quellekatalog, den Sie nur durchblättern müssen. Es sind in der Regel statistische Modelle um eine rationale Entscheidung in Unsicherheit zutreffen. Dann benötigen Sie ein Money management System, dass ebenso rational begründet sein sollte. Alleine das Research zur Modellbildung sowie das Datenmangementist anspruchsvoll und viel Arbeit. Die danach folgende Umsetzung und die Betreuung, die durchaus vergleichbar mit der Arbeit eines Fluglotsen ist, auch. Dazu kommt das Reporting und die Compliance

    Alle Kritiker haben nie selbst in diesem Bereich gearbeitet und schwadronieren aus dem hohlen Bauch.

    2. Sie versieben schon einen Bruchteil, wenn sie gar nichts machen (Inflation) dieser wird substantiell, falls es eine VSt gibt.

    Alleine mit der nötigen Sicherheit den Inflationsausgleich zu erreichen ist schon schwer -je mehr Geld Sie anlegen umso schwerer wird es. Bei 3% Minus p.a. ist das ganze Geld nach 33 Jahren futsch - egal wieviel es vorher war, bei 4% Minus nach 25 Jahren und bei 5% nach 20 Jahren

    Und sie übersehen, dass die bei weitem größten Vermögen in Verwaltung Sammelvermögen vieler kleinerer Anleger sind, denen es u.U. sehr weh tut, wenn ein Teil versemmelt wird.

    Und -
    3. Der letztgenannte Blickwinkel ist eher typisch für den eines Wohlhabenden. Die meisten Wohlhabenden zählen deshalb nicht zum Spekulantengros, wie demagogisch ebenfalls immer wieder behauptet wird. Kapitalerhalt ist hier die Prämisse. Auch die behauptete Gier ist hier eher unüblich.








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