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Work-Life-Balance: Karriere? Ohne uns!

CorbisDer klassische strebsame Aufstieg in der Firmenhierarchie ist nicht mehr cool. Eine Umfrage im Auftrag von manager magazin zeigt: Nicht nur Berufseinsteiger, auch immer mehr gestandene Manager verzichten lieber auf beruflichen Glanz als auf ihr Privatleben.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...845507,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der klassische strebsame Aufstieg in der Firmenhierarchie ist nicht mehr cool. Eine Umfrage im Auftrag von manager magazin zeigt: Nicht nur Berufseinsteiger, auch immer mehr gestandene Manager verzichten lieber auf beruflichen Glanz als auf ihr Privatleben.
    Endlich mal ein vernünftiges Umdenken, auch wenn es wohl lange nicht alle Arbeitnehmer betrifft. Ein relativ entspanntes Leben zu führen und zu genießen habe ich schon immer für erstrebenswerter gehalten, als sich aus Prestige- und Statusgründen zu tode zu arbeiten. Nur wurde diese Ansicht in den Medien bisher nur selten geteilt. Eher im Gegenteil, gerade im "Karrierespiegel" wird die Yuppie-Mentalität doch seit eh und je gepredigt.
  2. #2

    Kein Wunder. Karriere bedeutet heute, im Gegensatz zu früher, oft eine 80 Stunden-Woche mit Wochenend- und Urlaubserreichbarkeit.
  3. #3

    Ist doch nur logisch

    Das Gegenteil wäre eher wundersam, wenn die Systemkrise des Kapitalismus nicht auch die Fragwürdigkeit der darauf basierenden Leistungsmoral führt. Dies kann aber auch durchaus zu positiven Effekten führen: Beispielsweise werden sich die geminderten Kollateralschäden von Rangordnungskämpfen positiv auf die Kosten der Sozialsysteme auswirken. Zusätzlich sollte man bedenken, dass eine hohe Leistungsbereitschaft von Individuen im Arbeitswesen auch nicht zwangsläufig von Nutzen für die Volkswirtschaft sein muss: Dass überambitionierte Inverstmentbanker nicht gerade zu positiven Effekten im Wirtschaftsleben führen, gehört mittlerweile (endlich) zur Allgemeinbildung. Ebenso ist es schon fast Standardpolemik, daher aber nicht zwangsläufig falsch, auf den Unnutzen vieler Gesetzesinitiativen engagierter Parteipolitiker hinzuweisen. Wenn sich diese ambitioniert nach langjährigem Aufstieg innerhalb der Parteihierarchie nach oben gearbeitet haben, werden sie auch lieber Politik auf Pump vorantreiben, statt die Überschuldungs-bedingte Einschränkung ihres politischen Handlungsspielraums einfach hinzunehmen.
  4. #4

    Zitat von dummerjunge Beitrag anzeigen
    Kein Wunder. Karriere bedeutet heute, im Gegensatz zu früher, oft eine 80 Stunden-Woche mit Wochenend- und Urlaubserreichbarkeit.
    Abgesehen davon, dass man jenseits eines 8- oder 9-Stunden-Tags sowieso nicht mehr effektiv arbeitet ... vielleicht kurzfristig mal für ein paar Tage oder eine Woche, aber langfristig auf keinen Fall.
  5. #5

    unlogisch

    Leistung im Beruf höher stellen als die Familie.
    Das hatte ich schon vor 15 Jahren. Erreichbarkeit rund um die Uhr durch eine Maschine. Genannt :Host! Arbeiten bis zu 40 Stunden am Stück. Nach 10 Jahren dann Ausmusterung. Jüngere sind leistungsfähiger. Gut das die Familie immer noch da war und mich aufgefangen hat.
  6. #6

    Da kann ich so unterschreiben...

    Zitat von Sleeper_in_Metropolis Beitrag anzeigen
    Endlich mal ein vernünftiges Umdenken, auch wenn es wohl lange nicht alle Arbeitnehmer betrifft. Ein relativ entspanntes Leben zu führen und zu genießen habe ich schon immer für erstrebenswerter gehalten, als sich aus Prestige- und Statusgründen zu tode zu arbeiten. Nur wurde diese Ansicht in den Medien bisher nur selten geteilt. Eher im Gegenteil, gerade im "Karrierespiegel" wird die Yuppie-Mentalität doch seit eh und je gepredigt.
    ...wenn ich eine E-Klasse fahre, brauche ich keine S-Klasse, wenn ich Barolo trinke brauche ich keinen Burgunder der 10 x soviel kostet.

    Alles schön und gut, nur wer kann sich solche Gedanken in Deutschland machen?
  7. #7

    Wieso Heute?

    Zitat von dummerjunge Beitrag anzeigen
    Kein Wunder. Karriere bedeutet heute, im Gegensatz zu früher, oft eine 80 Stunden-Woche mit Wochenend- und Urlaubserreichbarkeit.
    Wieso gilt heute Karriere 80 Stundenwoche? Diese Stundenanzahl habe ich schon mein ganzes Berufsleben und das sind fast 30 Jahre. So lange die Arbeit Spass macht ist es doch gut, wenn man etwas erreicht auf das man Stolz sein kann.
    Allerdings gebe ich Ihnen Recht, die ständige Erreichbarkeit, dank des Mobilphones / Smartphone kann eine Last werden.
    Eine Freizeitgesellschaft kann aber auch einen existenzbedrohenden Zustand eines Staates verursachen, denn wenn die Leistung die benötigt wird um die Wirtschaft am laufen zu halten nicht mehr erbracht wird, gehts ganz schnell Bergab. Alles hat eben 2 Seiten.
  8. #8

    Das ist ueberhaupt kein Problem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der klassische strebsame Aufstieg in der Firmenhierarchie ist nicht mehr cool. Eine Umfrage im Auftrag von manager magazin zeigt: Nicht nur Berufseinsteiger, auch immer mehr gestandene Manager verzichten lieber auf beruflichen Glanz als auf ihr Privatleben.

    Karriere: Work-Life-Balance wird Führungskräften immer wichtiger - SPIEGEL ONLINE
    denn hungrige Manager und Berufseinsteiger in China, Korea, Indien, Brasilien, Tuerkei, Polen etc. stehen bereit uns die Last der Arbeit und der Verantwortung abzunehmen sodass wir Vaetermonate, coole weekend trips mit den kids und Party jeden Abend machen koennen statt sehr uncool zu malochen um etwas zu erreichen. Nur: wo wird das Geld dafuer her kommen ?
  9. #9

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der klassische strebsame Aufstieg in der Firmenhierarchie ist nicht mehr cool. Eine Umfrage im Auftrag von manager magazin zeigt: Nicht nur Berufseinsteiger, auch immer mehr gestandene Manager verzichten lieber auf beruflichen Glanz als auf ihr Privatleben.

    Karriere: Work-Life-Balance wird Führungskräften immer wichtiger - SPIEGEL ONLINE
    Soweit war ich schon 1975!
    Ich musste mir sagen lassen, nachdem ich eine Beförderung indirekt abgelehnt hatte: "Wenn Sie in dieser Firma noch etwas werden wollen, dann sagen Sie nie wieder nein!"
    Ich hatte in den Jahren bis zur Rente 2005 immer ein gutes Ein-und Auskommen. Es war dann eben (1975) kein MB aber ein Renault 16TS
    Statt dem Eigenheim "nur" eine 115qm ET im Hamburger Speckgürtel!


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