Wolfgang Wendland19 Live-Auftritte im Jahr, Päckchen packen, T-Shirts zur Post bringen: Wolfgang Wendland, Sänger der Band "Die Kassierer", erzählt, wovon er im Jahr 2011 gelebt hat und warum die CD-Einnahmen fehlen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...828380,00.html
Jetzt kommen sie doch nicht mit realen Beispielen. Dass wollen diese "Freibeuter" doch nicht hören. Wenn Sie erst mit ihrem 100 Lied erfolgreich waren, dann ist das ja ganz alleine ihr Fehler und natürlich haben dann trotzdem alle ein Anrecht darauf, Ihren Hit beliebig zu kopieren und weiterzuverteilen. Nur weil Sie einmal ein gutes Lied geschrieben haben, dürfen Sie doch davon nicht leben dürfen.
Und klar kann jeder Künstler Konzerte geben und davon leben ...
Diesen Blödsinn glauben die glaube ich sogar ...
Das ewige Negativbild über das Internet, das vorherrschenden Kopieren oder Streamen wie auch Downloaden von Musik, Videos oder anderen urheberrechtlich geschützten Werken nervt. Da kann ich „Frickleburt Frogfart“ auch nur zustimmen. Die Welt dreht sich weiter und das kaufen von CD´s und Co gehört der Vergangenheit an. Dies wird umso mehr deutlich, da führende Kaufhäuser sämtliche CD-Vinyl-Abteilungen schließen. Dieses Geschäftsmodell ist wahrlich tot! Allerdings gibt es auch bereits neue Modelle, wie bspw. Simfy und Co. oder wie Apple, wo künstlerische Werke gegen Bezahlung konsumiert werden können. Aber es ist auch nicht neu, dass die meisten Einnahmen über Konzerte generiert werden und da erscheinen mir 19 Konzerte im Jahr als nicht erwähnenswert. Wer viel verdienen will, sollte sich daher an einer Größe von 10 bis 12 Konzerten im Monat orientieren. „Herrundbert“ kann ich hier nicht zustimmen, gerade das Internet ermöglicht doch gerade die Bekanntheit von gerade kleineren und unbekannteren Künstlern zu steigern. Nehmen wir „Lana del Rey“ die ihren Aufstieg bspw. über youtube begann! Ihr Geld nimmt sie sicher nicht mit dem Verkauf von CD´s ein, als vielmehr mit Ihren Konzerten.
Witzig finde ich, dass der Verkauf von Postern scheinbar noch funktioniert. Dabei habe ich gerade gestern bspw. hier auf fotonase.com eine Fotoleinwand für umsonst bestellt. Das ginge genauso mit dem Motiv vom benannten Poster, welches über die Google-Bilder-Suche einfach gespeichert und verwendet werden könnte – was selbstverständlich ebenfalls einen Urheberrechtsverstoß bedeuten würde! Allerdings stellt sich die Frage, wer bekommt das mit?! Mir scheint, erst der dauernde und anhaltende Aufschrei der Musikbranche (Künstler, Produzenten, etc.) führt dazu, dass die User auf die Idee kommen, „stimmt, das könnte ich mir kostenlos downloaden“. Vllt. sollten sinnvolle Dienste wie eben bspw. Simfy stärker Aufmerksamkeit erhalten.
Textaufgaben sind schwierig und liegen nicht allen, da sind sie nicht alleine.
Es wurde geagt:
"2011 habe ich vor Steuer und Krankenkasse etwa 12.000 Euro verdient. Wären die Einnahmen aus dem CD-Verkauf stabil geblieben, wären es vielleicht 15.000 gewesen."
und
"Von "Physik" haben wir bisher um die 5000 verkauft, früher wären das 15.000 gewesen"
Daraus ergibt sich die Berechnung. Einbuße pro Mitglied bei 10000 fehlenden Verkäufen sind 3000€, bei vier Mitgliedern sind das fehlende 12000€ die alleine auf die fehlenden 10000 Stück gehen, laut Aussage.
Wenn man jetzt den Verlust durch die Anzahl der CD dividiert, bzw teilt, dann kommt man auf einen Verlust von 1,2€ pro CD.
Wenn sie noch Fragen haben, ich helfe gerne
Wär natürlich interessant. Bloss funktioniert gerade bei diesen "versteckten" Künstlern die simple Logik "Leute laden unsere Musik runter, darum finden verdienen wir nix mehr" kaum, weshalb die sich eher schlecht für die üblichen Elegien eignen. Dafür die eigentliche Komplexität der Thematik verdeutlichen könnten. Aber wer will das schon..
Also unabhängig davon, dass es auch viele Musiker gibt, die weder Konzerte geben wollen, noch sonst irgendwie Lust an Bühnen haben, sondern denen es um die Musik geht, ist aber gerade der letzte Punkt sehr wichtig: wenn alles nur noch auf Selbstvermarktung rauslaufen sollte, wie es Teile der PP fordern, dann müsste jeder Musiker in erster Linie ein komplettes Kleinunternehmen mit entsprechendem Fachwissen sein. Dass das weder jeder Musiker kann noch will wird dabei vollkommen ignoriert.
Es hat schon seinen Sinn, dass es entsprechende Verlage gibt, die sich um diese Seite kümmern und so sicherstellen, dass auch größere Auflagen von CDs, Büchern, DVDs usw. verkauft werden können. Je weniger verkauft werden, desto teurer wird es werden.
Und wieder mal das Urheberrecht.
Und wieder: das Urheberrecht bedarf keiner Reformation!
§15 UrhG sagt eigentlich schon alles: der Urheber (=Schöpfer) hat mit der Werkschöpfung sämtliche Rechte. Mehr geht nicht.
Alles, was danach kommt, d.h. Verwertung in Form von wasauchimmer oder Aufführung woauchimmer ist schon Business und unterliegt den gleichen Regeln wie jede andere Branche auch. Preisverhandlungen, Verträge, Zahlungen, Leistungen, Gegenleistungen usw. Dabei gibt es Marktteilnehmer mit mehr Erfahrungen oder Wissen als andere, die die Prozesse zu ihren Gunsten gestalten können. Andere werden auch mal über den Tisch gezogen. Es ist halt wie im wirklichen Leben.
Die Aussagen der Piris rühren zum grossen Teil daher, dass kaum ein Pirat wirklich weiss, wovon er da redet. Fröhlich werden Urheberrecht, Internet, GEMA und MP3 durcheinander geworfen mit dem Ergebnis, dass die ganze Diskussion völlig diffus und unsachlich bleibt.
Aber auch bei den Piris macht sich langsam die Überzeugung breit, dass man den Standpunkt dringend überdenken muss.
Die Branche selbst weiss natürlich auch, dass wichtige Entwicklungen verschlafen wurden. Zur Not wird halt Gorny losgeschickt und man versucht, über Lobbyismus die alten Zeiten zu bewahren. Auch hier gilt: der Versuch ist nicht strafbar.
Es ist müßig, über einen Beitrag das Problem erklären zu wollen. DSDS, GEMA, Auftritte, YouTube wären weitere Kriegsschauplätze.
Was jedoch klar ist: das Internet ist für alle Beteiligten ein Datum. Sie tun gut daran, das endlich zu verstehen.