picture alliance Mit "Demut" reagieren Politiker auf Wahlniederlagen, "demütig" geben sie Fehler zu. Gesten der Arroganz, meint Wolfgang Thierse. Im Interview spricht der Bundestagsvizepräsident über Abgeordnete ohne Haltung und seinen Weg zur Demut.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829463,00.html
Ich möchte mehr davon. Und all die Politiker, die nichts als Gewäsch sagen und Fragen mit nichtsagenden Plattitüden beantworten, empfehle ich das Interview als Pflichtlektüre.
Es tut gut zu lesen, dass sich jemand auf die Demut besinnt. In unserer Zeit mit all ihren "tollen" Siegertypen und Hoppla-jetzt-komm-ich-Menschen scheint diese Eigenschaft nicht "in" zu sein. Es täte dem Zusammenleben in der Gesellschaft gut, wenn es wieder mehr Demut und Achtung vor dem anderen gäbe.
Und dann wundern sich die Politiker, daß man ihrem weitgehend sinnfreien Gelaber nicht mehr zuhört, und daß die Piraten die Stimmen bekommen, die den Wähler davon überzeugt haben, daß sie nicht sinnvoll denken können und das auch gar nicht wollen. Beliebigkeit, schöne Worte um nichts.
Selten so sinnfreie Artikel gelesen. "Wer demütig ist, spricht nicht darüber", warum macht er es dann. Außer der Guttenberg ist arogant und die Piraten sind unverbindlich hat er ja wirklich rein garnichts zusagen. Was soll so ein Interview, außer das er eine andere Begriffsdefinition von Demut hat. Er war als Bundestagspräsident eine Pfeife, das einzige was ich ihn zugute halten kann ist sein Auftreten bei Antineonazidemonstrationen.
p.s. Demut Der Demütige erkennt und akzeptiert aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt.
Das Wort "Demut" allein erfüllt mich schon mit Respekt, Stille und Innehalten. Wieviel mehr wirkt es dann, wenn es eingebettet ist in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang. Herr Thierse spricht mir aus dem Herzen und andere tun es auch. Gerade komme ich von einer politischen Veranstaltung und wurde ganz ruhig, obwohl ich fachlich viel beitragen wollte. Aber Fachlichkeit rückt in den Hintergrund, wenn die Abwesenheit von Demut im Vordergrund steht. Mein Leben (und nicht reden) der Demut besteht aus der Beharrlichkeit mich nicht in der Abwesenheit von Demut zu verlieren.