Forum


 

Wolfgang Reitzle: Linde-Chef bringt Euro-Austritt Deutschlands ins Gespräch

Wolfgang Reitzle ist der erste Chef eines Dax-Unternehmens, der offen über einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum spricht. Die deutsche Wirtschaft könnte diesen Schock nach einigen Jahren überwunden haben, sagt der Chef des Industriekonzerns Linde im SPIEGEL-Interview.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809155,00.html
  1. #20

    Agenda 2017

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wolfgang Reitzle ist der erste Chef eines Dax-Unternehmens, der offen über einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum spricht. Die deutsche Wirtschaft könnte diesen Schock nach einigen Jahren überwunden haben, sagt der Chef des Industriekonzerns Linde im SPIEGEL-Interview.

    Wolfgang Reitzle: Linde-Chef bringt Euro-Austritt Deutschlands ins Gespräch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Ja, das ist DIE Gelegenheit, die frechen Arbeitssklaven, die der "Elite" jahrzehntelang auf die Nerven ging mit Lohnforderungen und Sozialklimbim mal auf das ihr zustehende Maß zurückzustutzen.

    Die Unternehmen werden noch wettbewerbsfähiger, die Besitzer noch reicher, der Rest kann froh sein, wenn er nicht in die von Reitzle einkalkulierte Arbeitslosigkeit fällt. 2-3 Jobs gleichzeitig haben noch niemandem geschadet und Magd und Zofe sind wieder im Kommen.

    Das hat nur Vorteile: die Autobahnen werden frei für den Warenverkehr, weil sich die Normalbevölkerung kein Auto mehr leisten kann. Im Urlaub bleiben die Leute zuhause und tragen das schöne Geld nicht in die Sonnen-Länder, die Gefahr der Ansteckung mit dem Dolce-Vita-Virus ist gebannt. Stattdessen Heizung runterdrehen auf 17 Grad und Reis mit Bohnen statt Fleisch. Ging doch direkt nach dem Krieg auch!
    Die Chinesen haben auch das Nachsehen. Weil sie ihre 3D-Fernseher nicht mehr loswerden müssen sie mit den Preisen runter bis sie pleite sind und sich die Transportkosten nicht mehr leisten können.

    Endlich wieder eine Perspektive , für die es sich als FDP-Wähler zu kämpfen lohnt!
  2. #21

    Nebelkerzen

    Zitat von " Beitrag anzeigen
    Wolfgang Reizle ist der erste Chef eines Dax-Unternehmens, der offen über einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum spricht. Die deutsche Wirtschaft könnte diesen Schock nach einigen Jahren überwunden haben, sagt der Chef des Industriekonzerns Linde im SPIEGEL-Interview.

    Wolfgang Reitzle: Linde-Chef bringt Euro-Austritt Deutschlands ins Gespräch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Das ist mir zu vage. was meint er mit: "Die deutsche Wirtschaft könnte diesen Schock nach einigen Jahren überwunden haben."
    Was heißt Schock?
    Das heißt doch wohl, dass es erst einmal zu Einbrüchen kommen wird, weil die DM zunächst hoffnungslos über bewertet würde.
    Mit Stärkung gegenüber dem asiatischen Wettbewerb, meint er doch wohl: Preissenkung = Lohnkostensenkung nach einigen Jahren.
    Was will uns der Mann sagen?
  3. #22

    Ziemlich extravagant ist Wolfgang Reitzle seit jeher

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wolfgang Reitzle ist der erste Chef eines Dax-Unternehmens, der offen über einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum spricht. Die deutsche Wirtschaft könnte diesen Schock nach einigen Jahren überwunden haben, sagt der Chef des Industriekonzerns Linde im SPIEGEL-Interview.

    Wolfgang Reitzle: Linde-Chef bringt Euro-Austritt Deutschlands ins Gespräch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Sei es als Vorstandsmitglied noch zu BMW-Zeiten, in seinen Ansichten, privat zeigt er sich opulent an glamouröse Vergangenheit erinnernd. Man möchte sagen, Gottschalk hat ihn übertrieben kopiert. Aber auch ein erfolgreicher Zeitgenosse, gerade bei Linde. Abwegig ist sein Ansinnen um den Austritt Deutschlands aus dem € nicht, gerade neu ebenfalls nicht. Die Vordenker Sinn und andere sind längst gleicher Meinung. Das sollen sie alle mal unserem Regierungsmissgriff erklären, ob die das kapiert.
    Als Kanzlerkandidat käme der CDU einer wie Reitzle gerade recht. Selbst haben sie unter ihrer politischen Überreife, bis eher zum Stadium der längst übergegangen Fäulnis nur eine Galerie aus unfähiger Steigerung, bis hin zu Hinze und Pofalla, der katholischen Zumutung. Weil die aus dem Osten alle Substanz der Partei ausgekehrt, oder verjagt hat, weil sie es als persönlich gefährlich ansah. Jetzt haben wir eine Union als Einheitspartei der SED, ähnlich wie die Linke. Die SPD attestiert ständig dieser Linke Regierungsunfähigkeit. Wann sieht sie die gleichen Symptome bei der Merkel-CDU, sind die denn blind?
    Einer wie Reitzle als Kanzlerkandidat wäre ein echter Knüller. Charisma, Erscheinung, Wissen und gepflegte Ausdrucksweise, bis auf den Akzent seiner Herkunft.
  4. #23

    Welche Absicht steht wohl ....

    ...... hinter seinen Worten? Wenn er eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit in Kauf nimmt, dann spielt er sein Spielchen auf Kosten der abhängig Beschäftigten und erhöht erneut den Wettbewerbsdruck. Die Folgen wären wieder weiter zunehmende Deregulierung des Arbeitsmarktes und Lohnzurückhaltung, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Von einer teuren DM oder wie auch immer werde ich nicht satt. Eine teure DM wäre jedoch der Transmissionsriemen der neuen Wirtschaftspolitik. Vielleicht sehnt er sich an die Hochzeit des unwiedersprochenen Neolieberalismus zurück. Nach einem entfesselten Finanzmarkt nun auch noch einen entfesselten Arbeitsmarkt.

    Der Euro ist auf Dauer nur mit einer Übereinstimmung in fiscalpolitischen Überzeugungen zu retten. Der Bürger in Deutschland kann nicht dafür herangezogen werden, wenn durch Schlendrian Steuergelder an anderer Stelle von nun mal Reichen nicht in entsprechender Höhe eingetrieben werden. Wenn solche Mittel fehlen, darf man keine Unterstützung erwarten. Die Solidarität würde einmal wieder zweckentfremdet und würde sich für wirklich soziale Belange moralisch verbrauchen.
  5. #24

    Frechheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wolfgang Reitzle ist der erste Chef eines Dax-Unternehmens, der offen über einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum spricht. Die deutsche Wirtschaft könnte diesen Schock nach einigen Jahren überwunden haben, sagt der Chef des Industriekonzerns Linde im SPIEGEL-Interview.

    Wolfgang Reitzle: Linde-Chef bringt Euro-Austritt Deutschlands ins Gespräch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    und der Rest der Deutsche, die nicht ueber ein Vermoegen wie dieser "Herr" verfuegen geraet in die persoenliche Krise. Der Euro hat sich etabliert, ein Austritt aus dem Euro wuerde fuer viele das finanzielle Chaos bedeuten, auch fuer die Regierung. Herr Reitzle wird dann vermutlich in irgendeinem sicheren Hafen sitzen. Ich bin total gegen Zensur aber manchmal sollte man Leuten verbieten zu sprechen
  6. #25

    Auf gut Deutsch

    da sich die PIIGS-Staaten nicht an Maastricht halten wollen und können ist diese Lügenwährung gescheitert. Auch diese Draghhi-Bad Bank ist zu einem Maastricht-Leugner verkommen. Damit ist deren Geschäftsgrundlage hinfällig.
    Das alles entspricht bereits der Auffassung der EWG-Geld-Kritiker vor der Einführung dieser Enteignungswährung.

    Ich würde jetzt gerne mal wissen was Berlin bereits zur "Rettung" dieses Geldes, auf das keine Panzer Wattebäuschen verschießen so Merkel, tatsächlich an Geld aufgewendet hatte das letztendlich der Steuerzahler bezahlen muß.
    Das lediglich raffgierige Krämerseelchen bereits ihren Reibach durch Preisverdoppelungen und ähnliches mittels dieses EWG-geldes seit 2002 gemacht haben pfeifen bereits die Spatzen von den Dächern. Dieser Effekt muß natürlich bei der zwangsweise kommenden Wiedereinführung der D-Mark wieder rückgängig gemacht werden. Und die Wirtschaft wird auch das überleben.
  7. #26

    Vom Schock geht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wolfgang Reitzle ist der erste Chef eines Dax-Unternehmens, der offen über einen möglichen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum spricht. Die deutsche Wirtschaft könnte diesen Schock nach einigen Jahren überwunden haben, sagt der Chef des Industriekonzerns Linde im SPIEGEL-Interview.

    Wolfgang Reitzle: Linde-Chef bringt Euro-Austritt Deutschlands ins Gespräch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Reitzle aus. Klar. Seine Güterarten vermarkten sicher eher weltweit. Deshalb würde er einen Zusammenbruch des EURO-Raumes tolerieren. Die schockgeplagten deutschen übrigen Branchen interessieren ihn nicht. Aber erzählen sie das mal den bayrischen Bauern, die ihre Produkte in Italien loswerden und auch weiterhin loswerden wollen. Der Mann denkt also von seinem Kirchturm aus.

    Ärgerlich ist, dass Spiegel-online seine Meinung als die vermutlich bei den DAX-Unternehmern vorherrschende hinstellt.
  8. #27

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Leider scheut die Politik eine offene, ehrliche und genaue Diskussion über dieses Themenfeld. Die schon bisher eingetretenen volkswirtschaftlichen Schäden werden bewußt und vorsätzlich ignoriert, die Eurozone soll um jeden Preis mit allen Risiken erhalten werden.

    Die bisherigen Rettungsbemühungen (Target II EZB Finanzierungen, EFSF, ESM, aufgekaufte Staatsanleihen, Zusammenfassung aller nationalen Leistungsbilanzsalden im Europool) werden grundsätzlich nicht kritisch hinterfragt oder gründlich analysiert.

    Dazu noch einmal einige Leseempfehlungen, um alle Hintergründe und Zusammenhänge vollständig zu erkennen und selbst einschätzen zu können:

    buecher.de: hankel wilhelm - portofrei
    Tjaaaa. Kopp-Verlag. Da gehen all diejenigen hin, die keinen seriösen Verlag gefunden haben. Da muss man das Buch schon garnicht mehr lesen, um zu wissen, was drin steht.
  9. #28

    In der Psychologie heißt das "Mehr vom Gleichen" und funktioniert nie

    Zitat von SPON
    Zwar würde in den ersten Jahren die Arbeitslosigkeit steigen, weil der Export einbreche, aber dann würde der Druck zunehmen, noch wettbewerbsfähiger zu werden.
    Na klar, und zur Steigerung der Exportfähigkeit der deutschen Wirtschaft werden wir dann alle 1-Euro-Jobber? Und schaffen den einheimischen Markt gleich ganz ab, weil keiner mehr Geld hat?
  10. #29

    Geld zählt nicht.

    Zitat von veritas77 Beitrag anzeigen
    Endlich sagt mal einer die Wahrheit.
    Scheitert der Euro dann Scheitert Europa. Aber Wir dürfen diese Sterbende Währung nicht retten, indem wir sagen das Deutschland alle kosten Immer übernimmt.
    Es kommt auf die Vernetzung der Volkswirtschaften an. Auch auf DM-BASIS können wir die Südländer nicht negieren. Das, was jetzt an Transfers via Brüssel in die Südländer fließt, würde dann weiterhin als Entwicklungshilfe anfallen. Derzeit profitiert die deutschen Wirtschaft von einem schwachen EURO besonders. Die Solitärstellung Deutschlands ist so oder so für Europa dominant und das mit oder ohne Brüssel!


TOP



TOP