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Wohnungsdeals in Deutschland: Immobilien-Investoren spielen wieder Monopoly
DPAVor der Finanzkrise verscherbelten die Kommunen massenhaft Immobilien an Investoren, jetzt geht das Geschacher erneut los. Die LBBW verkauft 21.000 Wohnungen an private Bieter, die BayernLB will sich von 33.000 Einheiten trennen. Für die neuen Besitzer zählt Rendite - oft zu Lasten der Mieter.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...815288,00.html
- #1 14.02.2012 17:48 von
Nichts dazu gelernt
Die Eu Kommission macht Druck auf die Kommunen, dass ist das typische Verhalten von Leuten, die nur am Pokern sind und von gesellschaftlichen Verhalten in den Stäten keine Ahnung haben.
Das Leben ist nur ein Monopolispiel und man möchte versuchen wieder mitzuspielen, aber die Leidtragenden werden erneut die Bürger sein.
Die Spekulationen mit dem Gemeineigentum soll erneut einigen Spekulanten viel Geld in die Tasche spülen.
Man sollte hier mal die Frage stellen, was bekommen davon einige Kommissionsmitglieder ab?
HR - #2 14.02.2012 17:49 von
das istg bei uns
in Solingen nicht anders. Auf der anderen Seite gehören immer
2 zu einem Vertragsabschluss. Der Solinger Wohnungsbau hat
die Wohnungen runtergewirtschaft sprich Reperaturstau.
Dann erfolgten Kaufangebote an Mieter, im sozialen
Wohnungsbau eine Farce. Dann gehen die Wohnungen für ein
Appel und Ei (Paketabschlag) an einen Invesxtor über.
Die armen Mieter. - #3 14.02.2012 18:06 von
- #4 14.02.2012 18:07 von
Neue Heimat
Es ist ein Mythos, dass die gemeinnützige oder staatliche Stellen besonders gut Wohnungen verwalten würden. Oft besteht ein Sanierungsrückstand.
Die Gewerkschaften besaßen einst tausende von Wohnungen ("Neue Heimat") und schafften es, den ganzen Bestand herunterzuwirtschaften und für eine D-Mark (!) zu verkaufen. - #5 14.02.2012 18:29 von
Och Joh!
Das Problem besteht darin, das auch die heutigen politiker eher am kurzfristigen Erfolg orientiert sind, schliesslich wollen die alle 8 Amtsjahre zu Genuss der Luxuspension erleben, jedoch nicht mehr am Gemeinwohl!
Ich habe hautnah erlebt, wie seinerzeit die "Neue Heimat" abgewickelt wurde. Gewerkschaftmitglieder haben die Wohnungen zumeist ihren nahen Anverwandten billigst zugeschanzt, immerhin waren diese Wohnungen noch "gut in Schuss". Das war der Anfang vom Ende des "sozialen Wohnungsbaus".
Wp gibt es denn heute noch neu gebaute kommunale Wohnungen oder gar Wohngebiete für sozial Schwache, wo sind sie, die Firmenwohnungen oder günstigen Firmengrundstücke?
Alles nicht mehr existent - dank der modernen Politikerkaste!
Das, wozu sie auffordern, die entsprechenden Politiker oder gar Partei zu wählen, ist schlichtweg unmöglich. Die gibt es nicht mehr! Dazu bedarf es eher einer Revolution. Vermutlich wird die auch kommen! - #6 14.02.2012 18:33 von
Hessen vorn
SPON vergißt das im Veräußern von Gemeingut weit fortgeschrittene Hessen. Nach dem "Privatisieren" der hessischen Unikliniken ist jetzt die Nassauische Heimstätte dran. (Vgl. FAZ: "Land Hessen - Verkaufspläne für Nassauische Heimstätte konkreter." 13.12.2011.) Es sind keine Pläne, es geht nur noch um das Wann. "Heim" ist ein im deutschen Herzen Wärme auslösendes Wort. "Nassau" klingt ebenfalls nach "Heimat", da, wo z.B. der Freiherr vom Stein herkam. Einer, der den Bürger an der Gestaltung seiner Heimat beteiligen wollte... Aber das ist schon lange her.
Immobilienfonds und ihre gesamte Kapital-Entourage wollen das gerade nicht. Die Deutsche Bank steht nach SPIEGEL Berichten in den USA vor einer Reihe von Klagen durch Regierungsinstitutionen wegen ihres brutalstmöglichen Handels mit gezinkten Immobilienfonds. Da zieht man sich besser erst einmal wieder ins eigene "Ländle" zurück.
Vor einigen Jahren hat die Deutsche Bahn ihre seit Jahrzehnten an ihre Beamten günstig vermieteten Wohnungen an einen britischen Investor abgestoßen (Annington – der Blick in die Suchmaschinen lohnt sich!). Aus der "Deutschen Bahn" wurde die "Bahn AG", nach dem Wegsterben der letzten Beamten kann der britische Investor endlich auch noch die letzten abgewohnten Reihenhäuser zu richtigen "Immo-Schnäppchen" machen. Irgendein "Türke" findet sich immer noch, der da zugreift. Und die Gewinne können dann wieder von der Deutschen Vermögensberatung AG weiterverwaltet worden, damit die Regierungsmitglieder der möglicherweise bei der nächsten Hessenwahl abgewählten Koalition von CDU und FDP dort wieder ein gutes Auskommen finden. Gegen dieses sich immer schneller drehende "Finanzkarussel" auf Kosten der Bürger dieses Landes wirken die kleinen Gefälligkeiten unseres Bundespräsidenten geradezu menschlich, um nicht zu sagen "zwischenmenschlich".
In der griechischen Mythologie gab es einen König, der sich wünschte, dass Alles, was er anfaßt zu Gold wird. Der Wunsch wurde ihm erfüllt. Am Ende besaß er nur noch Gold, aber nichts Eßbares mehr. - #7 14.02.2012 18:34 von
Och Joh!
Der Bestand der "Neuen Heimat" war absolut nicht herunter gewirtschaftet. Dem widerspreche ich ausserordentlich! Ich kenne Familien, die seit über 40 Jahren in solch "heruntergewirtschafteten" Wohnungen wohnen und diese seinerzeit gerne für einen "Appel und ein Ei" von der "Neuen Heimat" erworben haben. Die Eltern waren halt gute Gewerkschaftsmitglieder!
- #8 14.02.2012 18:38 von
Wir sind nur die Randfigur`n
Wozu die Polemik ("verscherbeln", "Geschacher")? Das ist doch alles logisch, um nicht zu sagen alternativlos. Die Investoren haben viel freies Geld, das eine Anlage sucht; die Kommunen haben Schulden. Da haben sich zwei gesucht und gefunden. Auch dass die Investoren (Anleger, Spekulanten - jeder wie er's braucht) scheinbar unattraktive Wohnblocks und nicht die Schlossallee kaufen, macht bei näherer Betrachtung Sinn. Das ist die Endstation von denen, die nichts mehr zu wählen und zu entscheiden und zu bezahlen haben; die Mieteinnahmen garantiert der Staat, weil er selbst über Transferleistungen sehr viele dieser Mieten bezahlt. Wenn das keine win-win-Situation ist. Weiter so.
- #9 14.02.2012 19:05 von
Sie irren gewaltig
Keine der ehemaligen Wohnungen der Neuen Heimat waren so runtergewirtschaftet, wie z.B. die Deutsche Annington das in kurzer Zeit schafft. Ich habe selber einen Fall erlebt, da diese Gesellschaft nicht einmal etwas bei starkem Rattenbefall eines Hauses unternahm. Es musste erst das zuständige Gesundheitsamt tätig werden und einen Kammerjäger bestellen. Das die die Art, in der die Heuschrecken ihre Wohnungen verwalten. Kein gemeinütziges Unternehmen hat jemals Häuser so verkommen lassen wie diese Investoren.
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