Zitat von
Zephira
Im sozialistischen, leistungsfeindlichen Deutschland wird das nicht passieren. Wie heißt es so schön? "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends." Eine Neidunkultur wie die deutsche wird Sozialismus also immer einem geordneten Kapitalismus vorziehen. Man sieht ja auch jetzt wieder, wie die halbgebildete Bevölkerung alle aus dem Sozialismus resultierenden Probleme damit begründet, dass nur noch nicht genug Sozialismus herrsche. Ein Zirkelschluss und Teufelskreis, aber der freiheitshassende Michel ist halt unverbesserlich.
Die USA dagegen haben nicht das Problem, eine sozialistische Bevölkerung zu haben. Paradoxerweise ist genau deshalb ihre Furcht gegenüber entsprechend anmutenden Elementen in der Staatsphilosophie übertrieben. Und paradoxerweise hat genau diese ehrenwerte Skepsis dazu geführt, den gegenteiligen Fehler zu begehen und jede Markt- und Gesellschaftsregelung durch den Staat als Bedrohung durch die Staatsmacht zu brandmarken.
Amerika ist aber nicht Deutschland, auch wenn wohlstandsverwöhnte Sozialisten im Forum erwartungsgemäß eifrig dabei sind, die Gemeinschaft des vermeintlichen internationalen Prekariats auszurufen. Und nein, im Wohlfahrtsstaat Deutschland herrschen alles andere als amerikanische Zustände. Wie verkommen, eingebildet und dekadent muss man sein, um das zu glauben?
Die Lösung der ewigen nationalen, unternehmerischen und privaten Finanzprobleme ist simpel: Sie besteht darin, Wirtschaft nicht mehr durch eine ideologische Brille zu betrachten, sondern wissenschaftlich und mit nüchternem Verstand zu analysieren. Dann offenbaren sich sowohl kontrollsüchtige Zentralverwaltungswirtschaft als auch zügellose Marktgläubigkeit als teure Ersatzreligionen, welche mit einem gerechten, nachhaltigen, leistungsfreundlichen und sozialen Wirtschaftssystem nichts zu tun haben.