Sie hat alles versucht,*sich deutsch zu fühlen und alles Russische hinter sich zu lassen. Doch jetzt erkundet die 24-jährige Wlada Kolossowa das Land, in dem sie aufwuchs - den Warnungen ihres Vater zum Trotz. Erste Lektionen in St. Petersburg: Drängele dich vor und brülle, so laut du kannst!
http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...775337,00.html
Hallo, erstmal:-)ein sehr interessanter Artikel. Als Russin, die schon seit über 30 Jahren nicht mehr in Russland war, verstehe ich die Problematik. Ernst blicken und nicht lächeln...das stimmt. Damit wird man das lästige Anmache los.Natürlich, wenn man/frau hübsch ist. Und die Russen können von der Schönheit nicht genug bekommen, was die Schönheit betrifft. Richtig süchtig sind die danach. Und halten alle deutsche Frauen für hässlich wie die Vogelscheuche. Die Deutschen drängeln sehr oft. Das habe ich festgestellt als ich nach England kam. Hier wohne ich ohne mich drängeln zu müssen oder mit ernsten Miene herum laufen zu müssen.Anpassen wollte ich micht nie. ich finde es würdelos, sich den deutschen total unterwerfen zu müssen.
[QUOTE=divStar;8357476]Hallo :),
<Allerdings ist es bei mir ein wenig anders: ich wäre am liebsten Deutscher und hätte niemals etwas mit dem ehemaligen Ostblock zu tun gehabt... >
Tja...eine starke Aussage!Das werde ich auch in 100 Jahren nicht kapieren, wieso ein Ukrainer oder ein Russe viel lieber ein deutscher wäre.Als ich vor 30 Jahren nach D kam war ich schockiert wie wenig die deutschen für ihre klassische musikalische Geschichte interessieren. Jeder russischer Taxifahrer weiss mehr über Bach, Schubert oder Beethoven als ein durschnitts Deutscher. Ich bin ganz schnell nach England abgehaut, wo fast jeder Arbeiterkind ein Klavier zuhause hat.
Kann mir bitte jemand sagen, wei man diesen Satz auf Russisch übersetzen würde: "Junge Frau, darf ich an ihnen saugen?"
Ich kann mir dafür keine anständige Übersetzung mir vorstellen.
Der Bericht von Wlada liest sich sehr interessant. Ich selbst habe meine Wurzeln im Kaliningrader Gebiet und habe dort ebenfalls abenteuerliche Erfahrungen gemacht. Selbst in den Großstädten wie Moskau und St. Petersburg erlebt man als Individualreisender manchmal große Unterschiede in den Mentalitäten, jedoch auch jene, die durch die unterschiedlichen Systeme begründet sind. Als Buchautorin zum Thema deutsch-russische Verständigung sehe ich mich als Vermittlerin zwischen Deutschen und Russen, da ich glaube, dass immer noch Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Deshalb ist auch der deutsch-russische Austausch in Schulen so wichtig. In einem Hamburger Gymnasium hatte ich die Ehre aus meinem ersten Roman "Hoffnung heißt Nadjeschda" (www.nadjeschda.eu) zu lesen, was eine tolle Erfahrung war. Mein 2. Roman, an dem ich derzeit schreibe, wird das Leben in Moskau und auf der Datscha beschreiben.