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Wirtschaftsgespräche mit USA: China verspricht Öffnung seines Kapitalmarkts

AFPOb Brokerhäuser, Terminkontrakte oder Autoversicherungen: Bei Spitzengesprächen mit den USA hat China offenbar eine Reihe von Lockerungen des heimischen Kapitalmarktes zugesagt. US-Vertreter sprechen von einem "sehr willkommenen Wandel".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...831335,00.html
  1. #1

    Ist ja sehr schön!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob Brokerhäuser, Terminkontrakte oder Autoversicherungen: Bei Spitzengesprächen mit den USA hat China offenbar eine Reihe von Lockerungen des heimischen Kapitalmarktes zugesagt. US-Vertreter sprechen von einem "sehr willkommenen Wandel".

    China öffnet seinen Kapitalmarkt, USA loben den Wandel - SPIEGEL ONLINE
    Es geht um die Optimierung kapitalistischer Profitinstrumente unter der
    Ägide einer Diktatur. Klar ist das für die Amis willkommen. Und für die schmarotzenden chinesischen Funktionärskader ebenfalls.

    Menschenrechte? Momentan kein Thema. Wenn Chen ausreisen darf, ist für die Amis die Welt wieder in Ordnung und man kann daran gehen weiter Profit zu maximieren.
  2. #2

    Schlechte Recherche

    "Wenn Ausländer in China investieren, müssen sie sich an strenge Vorgaben halten..."

    Ich hatte von 1997-2000 eine mir zu 100% gehörende Produktionsfirma in
    Ningbo. Gründung, Verwaltung und Verkauf waren um den Faktor 10 einfacher und preisgünstiger als bei uns.
    Heute ist alles noch liberaler, was insbesondere den Chinesen entgegenkommt, die mit einem kleinen eigenen Betrieb anfangen.
    Die o.g. Restriktionen beziehen sich auf die Finanzwirtschaft, von der sich die Chinesen nicht so verarschen lassen wollen wie wir es zulassen.
  3. #3

    Es ist mittlerweile kein Problem mehr für ausländische Investoren ein Unternehmen in China zu gründen und aufzubauen. Es hängt zwar von der Art des Unternehmens ab, eine Produktionsfirma unterliegt beispielsweise einer anderen Regulation als eine Beratungsfirma, jedoch muss man mittlerweile nur noch in den seltensten fällen ein Joint Venture eingehen. Jedoch muss man hierzu noch erwähnen, dass sich Unternehmen nicht einfach so in China gründen lassen, man benötigt vorher ein Unternehmen im Ausland bevor man in China ein Unternehmen aufbauen kann.
  4. #4

    Japan's Warnung

    Die müssen aufpassen, sich nicht alles vom Westen aufschwatzen zu lassen. Sonst enden sie noch dort, wo Japan heute steht.
  5. #5

    Zitat von Taixinomee Beitrag anzeigen
    Die müssen aufpassen, sich nicht alles vom Westen aufschwatzen zu lassen. Sonst enden sie noch dort, wo Japan heute steht.
    Japan ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Also mit der Perspektive lässt man sich gern was aufschwatzen.
  6. #6

    Das wuerde Herrn Mao bestimmt freuen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ob Brokerhäuser, Terminkontrakte oder Autoversicherungen: Bei Spitzengesprächen mit den USA hat China offenbar eine Reihe von Lockerungen des heimischen Kapitalmarktes zugesagt. US-Vertreter sprechen von einem "sehr willkommenen Wandel".

    China öffnet seinen Kapitalmarkt, die USA loben den Wandel - SPIEGEL ONLINE
    Staatskapitalismus - als etwas anderes kann man das System nicht bezeichnen. Fuer "Kapitalisten" ist eine Diktatur ausserdem die bestmoegliche Staatsform, sie sichert stabile politische Verhaeltnisse ueber Jahre und man muss sich nicht immer wieder mit ein paar neuen Hanseln abgeben die durch das dumme Stimmvieh an die Oberflaeche gespuelt werden (wobei - das ist auch eher Wunschtraum, siehe D.). Darueber hinaus reicht es die Politik zu schmieren um das Volk auszubeuten (und immer schoen dafuer sorgen, dass innere Sicherheit, Armee, etc. viel Geld erhalten, damit sie jeden noch so kleinen Aufstand niederschlagen koennen). Auch wenn ich kein Freund des Herrn Mao bin, dieser wuerde bei derartigen Aussichten wahrscheinlich im Grab rotieren. Traurig, dem Grossteil des chinesischen Volks wird mit amerikanischem Kapital auch nicht geholfen sein.
  7. #7

    Diesen Wohlstand wollen auch die Chinesen,

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Japan ist eines der wohlhabendsten Länder der Welt. Also mit der Perspektive lässt man sich gern was aufschwatzen.
    aber warum sollten sie auf dem Weg dorthin unsere Fehler nachmachen?
    Der menschliche Kern der Finanzkrise sowie Deindustrialisierung der USA und anderer ist der Traum von Wohlstand mit immer weniger Anstrengung - mit Geld Geld verdienen - ohne die Hände weiterhin ins Material zu halten und sich einen dicken Kopf machen über mühselige Optimierung von Produkten und Prozessen.
  8. #8

    Den Übergang von Mao auf Deng

    Zitat von con-trau Beitrag anzeigen
    Staatskapitalismus - als etwas anderes kann man das System nicht bezeichnen. Fuer "Kapitalisten" ist eine Diktatur ausserdem die bestmoegliche Staatsform, sie sichert stabile politische Verhaeltnisse ueber Jahre und man muss sich nicht immer wieder mit ein paar neuen Hanseln abgeben die.....
    haben Sie hinsichtlich der Systemänderung nicht richtig mitbekommen.
    Staatskapitalismus war gestern, da lief ich noch Mitte 90ziger durch Fabriken und konnte in die Büros reinsehen: Wenn dort Leute sassen mit Füssen auf dem Tisch, zeitunglesend, Zigarette, Tee auf dem Tisch aber keine Arbeit - dann war es eine Staatsfirma. Diese sind heute überwiegend in Pivathand und laufen erheblich besser. Eine starke Säule sind in China heute millionen kleiner Selbständiger mit 1-10 Angestellten wie in Taiwan der 1980er. Deng hatte das Versagen des Sozialismus auf der Einnahmeseite verstanden. Da liegt auch bei unseren "modernen" Linken das Problem. Die wollen "gerechter" umverteilen, was sie mit Sozialismus auf der Einnahmeseite gar nicht hätten.








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