DPASmog über Peking, belastetes Trinkwasser in Shanghai: Im Namen des Wachstums hat China ein ökologisches Desaster provoziert, das immer mehr zur Wachstumsbremse wird. Die Folgekosten der Umweltverschmutzung machen inzwischen fast sechs Prozent der Wirtschaftsleistung aus.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-888251.html
Gerade habe ich die neusten Prospekte der hiesigen Ramschläden durchgesehen. Eine Hose für 2,50 €, ein Hemd für 3,00 € usw. usw. Wen wundert es dabei, das China ein ökologisches Desaster provoziert, um mit derartigen Preisen erst mal alle Mitbewerber der restlichen Welt zu ruinieren, um damit die eigene Markmacht zu festigen.
Das die nun in ihrer eigenen Sch..sse zuallererst ersticken werden, ist mir dabei völlig egal. Leider aber nicht, das damit auch der Rest der Welt verdreckt und massiv geschädigt wird!
Zölle könnten offensichtlich nicht nur die Wirtschaft der EU schützen, sondern richtig eingesetzt evtl. auch massiv umweltschädigende Produktionen in sogenannten Billiglohnländern unterbinden. Billig ist dort eben nicht nur der Lohn, insbesondere die hierzulande extrem kostenintensiven und gesetzlich vorgeschriebenen Umweltschutzmaßnahmen sind dort zumeist völlig obsolet.
In dt. Groß-Städten können Pathologen optisch die schwarzen Lungen von Nichtrauchern nicht mehr von Raucherlungen unterscheiden. Unsere Luft ist etwas sauberer geworden von extremen Schmutz.
Wer in Hamburg's Drogerien Milchpulver kaufen will, steht oft vor leergeräumten Regalen. Wenn man Glück hat, sieht man noch die jungen chinesischen Studenten mit einem Einkaufswagen randvoll mit Milchpulverpackungen um die Ecke biegen. Seit dem Milchpulverskandal vertrauen die Chinesen nicht mehr auf einheimische Produkte, sondern sind sogar bereit Wucherpreise an Studenten im Ausland zu zahlen, die die Packungen kistenweise nach China schicken.
Wer in Hamburg regelmäßig in den chinesischen Supermarkt gegenüber vom Kaufhof geht, wird ausserdem feststellen, dass Produkte aus Taiwan bei den chinesischen Einkäufern einen viel höheren Stellenwert als Festlandprodukte geniessen.
In China kaufen Chinesen lieber ausländische Lebensmittelprodukte, wenn sie es sich leisten können. Auf ihre eigenen Produkte vertrauen sie nicht (mehr).
Lustig (oder eher "belustigend"?) finde ich ja, dass all die Leute hier, die zu Zeiten von 10 oder 11 % chinesischem Wirtschaftswachstum genau davor gewarnt haben, dass das nicht lange so gut gehen kann, von bestimmten Typen (die Entwicklungen wenig intellektuell einfach nur linear in die Zukunft projiziert haben) als "kleingeistig", "nicht auf der Höhe der Zeit", "abgemeldet" etc. pp. abgekanzelt wurden - China, ja, der neue Superstaat, der uns allen zeigt, wie man Mega-Wachstum produziert! Ähm, ja, hatten wir "im Westen" auch schon mal, aber irgendwann hat dann mal jemand gefragt "wo ist eigentlich die Sonne abgeblieben und wer soll diese Brühe hier eigentlich noch trinken...?" und danach musste eben Geld dafür ausgegeben werden, den dreck der Jahrzehnte vorher zu beseitigen. Eigentlich traurig, dass die Chinesen auch noch die großen Fehler einfach kopiert haben, anstatt europäische Entwicklungen der 50er-70er Jahre zu studieren und dann kluge Lehren daraus zu ziehen und die Fehler zu vermeiden.
Obsolet kann nur etwas sein, das es irgendwann mal gegeben hat. Wollen Sie behaupten, dass es in China jemals Umweltschutzmaßnahmen gegeben hat?
Mögen die KP-Funktionäre und sonstige Profiteure für den Rest ihres Lebens husten und die gepamperten Söhne, Töchter und Enkel in Deutschland hier so behandelt werden wie jeder andere Mensch auch.
Das würde allerdings zu fürchterlichen Beschwerden führen.
Nun ja... der Schmutz wird, die Löhne steigen, Kontrollen der Arbeitsbedingungen nehmen zu, die Ansprüche der Menschen steigen, Arbeitnehmervertretungen werden auf Druck von Außen zugelassen und trotzdem ist der Durchschnittsverdienst niedriger als in vielen Niedrigslohnländern der dritten Welt. Aber zu teuer, weils es geht in Vietnam und Co noch billiger. Und die Karawane der ausländischen Fabrikanten zieht weiter.
Manchmal ist es doch schon zu sehen, wenn jemand seine eigene bittere Medizin zu schlucken bekommt. Good bye, China. Die gute Zeit liegt hinter euch, ihr seid übern Berg.