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Wirtschaftsaufschwung: Boom Boom Burma

CorbisJahrzehntelang war Burma geächtet, doch seit die Generäle auf Reformkurs geschwenkt sind, verändert sich das Land rasant. Internationale Unternehmen planen Milliardeninvestitionen, Volkswirte prophezeien schnellen Wohlstand. Manche warnen bereits vor dem "Fluch des Reichtums".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...851881,00.html
  1. #1

    Burma

    Wie immer ein sehr lesenswerter Artikel. Nun ja der Aufschwung ist nicht übersehbar. Ich hoffe nur, das nicht die gleichen Fehler wie in Thailand gemacht werden. Der Aufschwung sollte auch un Bezug auf die Sensibilisierung der Umwelt ausgerichtet werden. (zB. Abfallprobleme usw.) Die McDonalds Generation ist ja diesbezüglich nicht sehr wählerisch. Bitte sich am Beispiel Singapur orientieren ! Die Belehrungen des Westens in Sachen Politik werden wenig bewirken. Der Hunger nach Fortschritt = Wohlstand ist zu verlockend...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrzehntelang war Burma geächtet, doch seit die Generäle auf Reformkurs geschwenkt sind, verändert sich das Land rasant. Internationale Unternehmen planen Milliardeninvestitionen, Volkswirte prophezeien schnellen Wohlstand. Manche warnen bereits vor dem "Fluch des Reichtums".

    Boom in Burma: Die Wirtschaft in Myanmar floriert - SPIEGEL ONLINE
    Dieser Artikel ist scheinbar ohne eigene Recherche (zu viele Einsparungen?) aus der hohlen Hand von einem Praktikanten hingeschrieben worden, oder uns soll unterschwellig eine "Message" vermittelt werden:

    1. Burma gibt es überhaupt nicht. Der alte deutsche Name des Landes ist Birma, mit einem "i". Burma ist der alte englische Name des Landes - und der wird wie "Burger King" eben Birma ausgesprochen.

    Zudem wurde das Land schon lange in Myanmar umbenannt. Eine der wenigen politisch korrekten Taten der Generäle, denn die Birmesen machen nur eine Minderheit der Gesamtbevölkerung von Myanmar aus.

    Wer das Land Myanmar also Burma nennt, zeigt entweder mangelnde Intelligenz oder wünscht sich die britische Besatzung zurück, wer es Birma nennt, hat nicht nur den Zug der Zeit verpasst, sondern diskriminiert auch die Mehrheit der Bevölkerung des Landes. Eine Rückbenennung wird es auch nach Abzug der Generäle wohl nie wieder geben.

    2. Den Aufschwung gibt es schon seit mindestens 10 Jahren, gepusht durch China und Thailand, trotz Taifunen und Mönchsjagden. Diese Länder investieren dort auch massiv in Infrastruktur. Die Planungen von Singha & Co. gibt es nicht erst seit gestern. Der Reformkurs hat damit nichts zu tun. Allenfalls öffnet er jetzt auch dem Westen die Tore, die dürfen sich jetzt hinten anstellen.

    3. Die unterschwellige Message (nicht nur dieses Artikels von SPON) scheint mal wieder zu sein: der Westen habe alles richtig gemacht im Kampf gegen die Diktaturen dieser Welt.
    Nein, hat er nicht. Blockadepolitik stützt Diktatoren, siehe Kuba, Lybien, Iran, Nord Korea. Denn man schafft den Diktatoren den gemeinsamen Feind von außen, so dass das ganze Land vereint gegen die Bedrohung von außen zusammensteht. Das was sich in Myanmar getan hat, ist einzig und alleine dem Mut der Bevölkerung zuzuschreiben, diese haben sich das selbst erkämpft. Zudem sind die Generäle intelligent genug, diesen Reformprozess zuzulassen.
    Dafür sollte man dankbar sein, denn überall wo der Westen sich eingemischt hat, hat er blankes brutales Chaos hinterlassen: Nicaragua, Somalia, Afghanistan, Irak, Lybien, usw. ... und aktuell in Syrien.
  3. #3

    Zuerst Coca Cola und McDonalds ...

    ... und zwar in jedem noch so entlegenen Ort. Diese "Erstversorgung" ist so wichtig, so alternativlos, dass die Müllentsorgung wahrscheinlich vergessen geht.
  4. #4

    Hört sich ja alles ganz supi an.

    Bis auf folgendes :-D
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bank von Thailand berät die Zentralbank von Burma mittlerweile beim Aufbau eines modernen Bankwesens. 17 ausländische Banken warten auf eine Konzession zur Eröffnung des Geschäftsbetriebes.
  5. #5

    Verlorene Märkte müssen wieder gut gemacht werden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrzehntelang war Burma geächtet, doch seit die Generäle auf Reformkurs geschwenkt sind, verändert sich das Land rasant. Internationale Unternehmen planen Milliardeninvestitionen, Volkswirte prophezeien schnellen Wohlstand. Manche warnen bereits vor dem "Fluch des Reichtums".

    Boom in Burma: Die Wirtschaft in Myanmar floriert - SPIEGEL ONLINE
    Deutschland ist ne Platte, überall auf der Kugel hat es Boomregionen.

    Ja dann soll Germany mal schauen das Sie Burma zum 3. Grössten Kunden ausserhalb der EU aufbauen können.

    Den mit der Schweiz 48 Mrd, nach China 64 Mrd und den USA 74 Mrd haben Sie es langsam arrogant verscherzt.
  6. #6

    es kann nur noch besser werden in Myanmar

    Die Menschen auf dem Lande sind sehr arm und werden vielfach ausgebeutet. Wenn mehr Arbeitsplätze im Land geschaffen werden, dann brauchen die Arbeitssuchenden nicht mehr unter Menschen unwürdigen Bedingungen illegal in Thailand arbeiten.
    Ich befürchte, dass Myanmar in einigen Jahrzehnten das Schicksal von Tibet erleidet und aus strategischen Gründen vom großen Nachbarn China erobert wird. Myanmar liegt wie ein Korridor zwischen China und dem Golf von Bengalen (vgl. Landkarte von Südostasien).
  7. #7

    Burma muss aufpassen ...

    ... aber hat vielleicht Glück, dass die Welt schnell genug besser wird. Wichtig sind strenge Gesetze zum Umwelt-, Jugend- und Gesundheitsschutz, eine Grundversorgung für alle und natürlich eine wirksame Verbrechensbekämpfung. Den Bürgern muss genug erlaubt werden aber gesellschaftsschädliches ist zu verhindern. Meinungsfreiheit ist nützlich, denn die Mehrheit der Bürger will keinen korrupten Sündenpfuhl - sinnvoll ist die Einrichtung eines hinreichend freizügigen staatlichen Diskussionsforums. Der Wohlstand muss sozial gerecht (nicht gleichmäßig) verteilt werden. (imho)
  8. #8

    optional

    Natürlich kann man in Myanmar/Burma/Birma prima Geschäfte machen: Ein Drittel der Bevölkerung ist komplett verarmt, der Rest schlägt sich durch, besser ausgebildete Birmesen haben das Land schon lange verlassen. Die lokale Wirtschaft und die billigen Arbeitskräfte werden dort dankbar sein, wenn sie für den Westen und die Chinesen billig Luxusartikel herstellen dürfen. Nachdem in China zunehmend höhere Löhne bezahlt werden müssen, schauen sich die Sparmeister eben nach neuen, noch billigeren Werkbänken in Südostasien um. Da kommt ein gerade wieder leicht demokratisiertes Land gerade recht. Dass dort noch längst nicht alles zum Besten steht, dass das Land durch die Korruption gebeutelt wird, die Chinesen sich wahrscheinlich schon das halbe Land unter den Nagel gerissen haben, dass für den Aufbau der Infrastruktur immense Summen investiert werden müssen, dass durch den aufkeimenden Wohlstand die Preise explodieren, während die Ärmsten im Land von diesem Aufschwung sicher nichts mitbekommen: Wurscht. Hauptsache, McD's, Hyundai und Apple können dort billig produzieren oder neue Absatzmärkte erschliessen.

    Die Mechanismen, wie man ein Land kaputt macht, sind immer dieselben, wirklich Interesse an den Menschen hat ohnehin keiner. Man kann bei weitem nicht soviel fressen, wie man kotzen möchte.
  9. #9

    optional

    Schön, dass die Wirtschaft brummt. Vollkommen übersehen werde aber die Menschenrechte. In den vergangenen Wochen wurden dort lebende Moslems regelrecht gejagt. Viele wurden getötet, ihre Häuser angezündet oder nach Bangla Desh verjagt. Die Welt schweigt dazu. Hauptsache es gibt Coca Cola. Das ist ja lebenswichtig.








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