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Wirtschaft in den USA: Notenbanker planen neue Konjunkturhilfen
Die US-Wirtschaft kommt nicht in Schwung - nun scheint ein Eingreifen der Notenbank näher zu rücken. In einer Sitzung sprachen sich die meisten Banker für neue Konjunkturhilfen aus, falls sich die Wirtschaftslage nicht abrupt verbessere. Auch der niedrige Leitzins könnte länger beibehalten werden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...851573,00.html
- #1 22.08.2012 21:06 von
Phantastisch
Sehr gut, FED- schaff' Dich selbst ab.
Sehr gut, EZB- druck' Dich tot.
Dann ist endlich Schluss mit Zwangsgeld.
Auf zum QE3- viel mehr geht nicht bis zum Währungscrash.
Sorry Rentner, aber das steht jetzt schon länger fest- Politiker und Notenbanker werden Eure Kaufkraft bis zum letzten Cent stehlen. Und die Jungen werden irgendwann entscheiden: "Nö, wir zahlen keinen Cent mehr für Ansprüche". - #2 23.08.2012 01:55 von
naja, es wird schon werden. Nach dem Währungscrash kommt eine Währungsreform und das Spiel geht von vorne los. Das erste was wieder voll sein wird, sind die Rentenkassen. Somit wird sich der viel belächelte Satz von Norbert Blüm: "die Renten sind sicher", letztlich doch noch bewahrheiten.
- #3 23.08.2012 06:12 von
Sie haben nur den ersten Teil der Story beschrieben.
der 2. dürfte so vonstatten gehen:
Da dies nicht nur in D so sein wird, werden Millionen an den Rand der Existenznot gebracht. Wir sehen es teilweise schon in GR.
Was bleibt einem in die Enge getriebenen Raubtier übrig ?
Richtig. Sich mit Zähnen und Klauen zu wehren und anzugreifen.
Es wird final vorbei sein mit "friedlichem" Europa.
Jeder gegen jeden heisst die Devise dann. - #4 23.08.2012 08:02 von
Dummheit, Faulheit und Konsumgeilheit
kann man nicht mit Gelddrucken kompensieren. Ich hoffe, die Rohstofflieferanten lassen sich demnächst keine US$ mehr andrehen.
Ansonsten ist die Angst vor einer Stunde Null übertrieben:
Zu diesem Zeitpunkt stehen die soliden Länder noch besser dar im Vergleich zu jenen, die mehr konsumieren als sie leisten.
Infrakstruktur, Fabriken, know how und gute Arbeitseinstellung bleiben erhalten.
Ich hoffe, dass der Abstieg der USA nicht deren Agressivität weiter steigert, sondern dass Militäreinrichtungen friedlich verschrottet werden. - #5 23.08.2012 09:06 von
Die isländische Piratenflotte versetzt ja nun auch gerade ganz Skandinavien in Angst und Schrecken.
Aber auch etwas ernsthafter betrachtet fahren die USA, UK, Japan etc. mit ihren aktionistischeren Notenbanken eindeutig besser als Staaten, die mit dem Bundesbank Dogma geschlagen sind. Inflation ist auch wirklich nicht das Problem, und hat wie man beispielsweise in der Türkei sehen kann nur wenig mit Wohlstand zu tun. Der Versuch Staatsverschuldung nach deutschen Vorstellungen zu stabilisieren nachdem die Finanzmärkte nicht mehr daran glauben ist da deutlich problematischer, wie beispielsweise ein Vergleich zwischen UK und Spanien zeigt. - #6 23.08.2012 09:59 von
Das Vertrauen der Kreditgeber
basiert langfristig auf einer international konkurrenzfähgigen Kreditnehmer. Sobald die Spekulanten erkennen, dasss Sie bei Staatspleiten alles verlieren (no bail out), werden sie auch trotz höherer Zinsen den schwachen kein Geld mehr geben.
UK und Spanien können ihre Probleme nur kurzfristig mit fiskalischen Tricks übertünchen. Das "leichte Geld" verleitet die Schwachen zu mehr Konsum anstatt verstärkter Investionenen in Profitables.
Den schwachen Ländern fehlt kein Geld, sondern ein überzeugendes Geschäftsmodell und reichlich Leute, die das umsetzen. - #7 23.08.2012 10:15 von
Nein, so funktioniert das in der Praxis nicht. Derzeit basiert das Verhalten der Investoren und auch das der Ratingagenturen schlicht darauf, ob sie ihr Geld nominell zurückbekommen oder nicht. Das ist bei den Briten garantiert, bei Spanien nicht. Das unterschiedliche Vertrauen in britische und amerikanische (japanische) Druckerpressen im Vergleich zu spanischen fiskalischen Sparprogrammen und europäischen Rettungspaketen lässt sich bequem an den Zinsen ablesen. Mit "Fleiß" und "Geschäftsmodellen" hat das herzlich wenig zu tun, sondern mit sich selbst erfüllender Psychologie und Mathe. Gegen einen Ausfall der Refinanzierung kann man bei westlichen Schuldenständen weder anarbeiten noch ansparen, auch ohne Primärdefizit (Italien), und Rettungsaktionen durch irgendwelche anderen Steuerzahler wirken bisher auch vor allem stigmatisierend.
- #8 23.08.2012 11:41 von
Ja, so läuft das kurzfristig.
Langfristig basieren aber alle Kredite auf der substanziellen Bonität.
Deutschland tut gut daran, weiterhin intelligent und fleissig zu bleiben, anstatt Geld mit Geld verdienen zu wollen. Das wird auch von langfristigen Investoren so gesehen, weshalb wir extrem niedrige Zinsen zahlen. - #9 23.08.2012 12:23 von
Die deutschen Zinsen sind so niedrig, weil deutsche Staatsanleihen sich als einer der Fluchtpunkte eingependelt haben, und höhere Zinsen im Gegensatz zu früher für noch mehr Verluste statt für Gewinne stehen. "Substanzielle Bonität" hängt vom Vertrauen der Finanzmärkte ab, nicht umgekehrt. Sich als fleißiger Industriestandort darzustellen hilft dabei, Sparrhetorik auch, aber ob das zutrifft oder nicht spielt keine große Rolle. Eine Industrie, intelligente Leute etc gibt es überall, aber Billionen an Staatsschulden spontan zurückzahlen kann man damit eben so oder so nicht. Auch Deutschland hätte bei einem Gläubigerstreik absolut keine Chance einen Staatsbankrott ohne Monetarisierung abzuwenden. In Deutschland enteignen sich die Gläubiger aber genau wie in GB allmählich selbst, auch bei langfristigeren Anleihen, einfach mangels Alternativen.
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