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Wirtschaft in China: Chinas Außenhandel meldet neuen Rekord

Getty ImagesWie stark ist Chinas Wirtschaft? Die Regierung in Peking meldet einen überraschend starken Anstieg der Exporte. Doch Experten warnen: Der Rückgang des Wachstums kann durch den Außenhandel allein nicht aufgefangen werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837990,00.html
  1. #20

    Das chinesische Geschaeftsmodell

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Das chinesische Geschäftsmodell:
    Import von Technologien und Export von Produktion mit Billiglohn
    kann keinen nachhaltigen Wohlstand bringen. Deshalb
    werden sich auch die Hoffnungen der westlichen Glücksritter
    auf einen riesigen Binnenmarkt in China sich
    nicht erfüllen können.

    Neidisch auf China werde ich erst sein, wenn China seine
    Innovationskapazitäten weiter ausgebaut haben wird.
    Man muss China mit Deutschland zwischen 1870 und 1905 vergleichen, naemlich der Zeit des wirtschalftlichen 'Ramp Ups'. Deutschland hatte sich um die Wende zum 20. Jahrhundert zu einem starken Konkurrenten GBs entwickelt, obwohl es im Lebensstandard weit hinter GB lag. Gerade nach ihrem Modell - Billige Ware durch niedrige Loehne wobei GB technologisch weit fortgeschrittener war.

    Nun zu China. Wer das Land beobachtet kann folgendes sehen:

    - Billige Arbeitskraft war und ist auch heute noch die Lokomotive.
    - Steigender Lebensstandard ist sehr sichtbar.
    - Universitaeten und Hochschulen produzieren massenweise Ingineure und Wissenschaftler.
    - Know How transfer wird als Gegenhandel fuer billige Arbeitskraft geschenkt wie zB im Autobau, Kraftwerksbau, Fliegerbau, Computer, IT usw. Wer macht der kann und lernt.
    - Know How wird nicht nur geliehen, es wird gekauft. Dem Eigentuemer einer Firma gehoeren die Patente.

    Und das alles mit riesiger Geschwindiketi. Und wenn man bedenkt dass erst vor 3 Jahren die allgemeine Schulpflicht voll eingefuehrt wurde, dann sieht man wo die Entwicklung eigentlich steht.

    Neidisch muss man nicht sein, aber vorsichtig schon.
  2. #21

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen
    Vielen dank für ihren Beitrag. Ich wollte das auch gerade sagen. China wird wohl denselben Mist machen wie wir, um das Wachstum nicht zu gefährden.
    Hu? Industrien kann man sich nur beschränkt aussuchen. Fokus auf Binnenmarkt b edeutet ggfalls Protektionismus, denn die eigene Industrie über eben solchen am Leben zu erhalten, geht nur ohne staatliches Eingreifen, wenn die Produkte besser, günstiger und verfügbarer als die Produkte aus dem Ausland sind.

    Schaut man sich spezifische deutsche Schlüsselindustrien an, wie Auto- und Maschinenbau .. wie sollen die mit Fokus Binnenmarkt funktionieren?

    Selbst ein Auto wird auf Jahre angeschafft, von Industrieanlagen ganz zu schweigen. Das geht in dieser Dimension nur noch international.

    Und: es funktioniert. Das deutsche Problem dürfte, imho, das Verschwinden von Arbeitsplätzen für die unqualifizierten Arbeitnehmer sein, nicht die nicht erfolgte Stärkung des Binnenmarktes. Das belastet die Kassen, aber kaum die Bilanzen der DAX-Unternehmen.
    ---
    Das Konzept der Ein-Kind-Familie, das wäre für einige westliche Industrienationen, btw, keine schlechte Idee.
  3. #22

    Industrieproduktion

    Im Artikel heisst es: >>Industrieproduktion auf niedrigstem Stand seit Jahren
  4. #23

    @Mister_S

    Zitat von Mister_S Beitrag anzeigen
    Immer wenn ich mir die schwächelnde deutsche Wirtschaft anschaue, (...)
    Wo schwächelt denn unsere Wirtschaft? Im Export bestimmt nicht. Da brummt der Laden.

    @nicolo1782

    Ersetzen Sie "Experten" mit "Interessenvertretern". Es gibt keine neutrale Wirtschaftswissenschaft. Das wird SPON (und die meisten anderen Medien) allerdings nie lernen.
  5. #24

    Wen wundert der rote Rekord???

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie stark ist Chinas Wirtschaft? Die Regierung in Peking meldet einen überraschend starken Anstieg der Exporte. Doch Experten warnen: Der Rückgang des Wachstums kann durch den Außenhandel allein nicht aufgefangen werden.

    Wirtschaft in China: Gute Außenhandelszahlen dämpfen Konjunktursorgen - SPIEGEL ONLINE
    Beispiel Mallorca: In Palma geht immer wieder ein Laden von Einheimischen zu, Grund zu hohe Mieten. Wer wird der Nachfolger? Ein Chinesischer Laden, mittlerweile eine Anhäufung wie Sand am Meer. Mit immer den gleichen Produkten, nämlich billiger Ramsch! Mit Chinesischen Verkäufern, die noch nicht einmal Englich können!!! Die gleiche Situation auf dem Festland, den Nachbarinseln und den Kanaren. Dazu kommen Heerscharen von Afrikanern als Strassenverkäufer, die diesen Chinesischen Plunder ebenfalls verkaufen, grösstenteils geliefert von den Chinesischen Läden. Alles beobachtet, sogar durch Touristen!!!

    Eine völlig verdrehte Politik seitend der Spanischen Behörden, die leider die Arbeitslosigkeit der Spanier nicht abbaut. Da ist nur zu erhoffen, dass es in China möglichst schnell so nicht mehr weitergeht!
  6. #25

    Zitat von JohannWolfgangVonGoethe Beitrag anzeigen
    Sagt bitte zehnmal hintereinander ganz schnell das Wort "Wachstum" - dann werdet ihr merken wie lächerlich es klingt. Genau so lächerlich wie das "Prinzip" Wachstum an sich ist.

    Wir haben uns auf Gedeih und Verderb diesem Wachstumswahnsinn ausgeliefert. Wenn man bedenkt, dass auf einer begrenzten Fläche (Erde) kein unbegrenzes Wachstum möglich ist, dann wir schnell klar wie absurd dieses "Wachstum, Wachstum über alles" ist. Diese Wachstumsbeschleunigungsgesetze, mit deren Hilfe wir jetzt alle von der Schuldenkrise erlöst werden sollen.

    Zeit zum Umzudenken. Zeit für nachhaltiges Wirtschaften. Zeit zum Handeln!
    Na, da haben Sie ja jetzt eine richtig nette Spielwiese für ihre Ideen vor der eigenen Haustür. Da können Sie sich voll austoben. Sie haben doch neben ihrer Agitation auch Ideen?
  7. #26

    Zitat von wibo2 Beitrag anzeigen
    Deutschland finanziert seinen eigenen Export an Pleitestaaten
    mit eigenen Krediten, die nicht zurückgezahlt werden können.
    Dieser gleichzeitige Export von Gütern und Kapital ist
    unsinnig, wie Chinesische Banker richtig im Fall Euro
    erkannt haben.

    ...

    Früher haben erfolgreiche internationale Konzerne darauf geachtet,
    dass stets Import=Export pro Land ausgeglichen war,
    um Ungleichgewichte zu vermeiden,
    die sich zu riesigen, unlösbaren Problemen auswachsen können,
    wie wir alle jetzt sehen können. MfG wibo2
    Früher mussten eurpäische Industrienationen auch dieses berücksichtigen, da es ansonsten zu einen deflationär bedingten Schweinezyklus gekommen wäre. (viel Export in die USA, wenig Import aus der USA = DM wesentlich teurer als der USD, dh weniger Nachfrage, etc)

    Dank europäischer Währungsunion haben diese das Problem nicht mehr. Der konstant wachsende Export hat auf die Währung kaum Auswirkung, weil potentielle Pleitekandidaten der Währungsunion für die parallele Abwertung sorgen. Und nicht nur die Pleitekandidaten; importiert ein Land mehr, als das es exportiert, wäre regulär eine Inflation die Folge. Auch das fängt die Eurozone ab.

    ---

    Dennoch, unlösbar was das Problem nicht, da es zyklisch verlief. Eine zeitlang Kurzarbeit, längere Zeit mehr Arbeitslose, weniger Ex- als Import, und es war wieder gelöst. Bis zum nächsten Zyklus halt.
  8. #27

    immer, wenn "experten" oder "analysten" etwas "prognostizieren" heisst es reissaus nehmen oder das gegenteil dessen tun, was empfohlen wird. dieses volk ist keinen deut besser als die tanten von astro-tv, die den lieben langen tag dummes zeug von sich geben.
  9. #28

    Industrieproduktion ist auf schwaechstem Stand seit Jahren?

    Tatsaechlich, ist nur der prozentuale Anstieg der Industrieproduktion schwaecher als zuvor. Richtig ist, dass die Industrieproduktion in China auf hoechstem Stand ist. Somit ist die Behauptung des Autors, dass die industrieproduktion in China auf niedrigsten Stand ist, schlicht falsch. das gegenteil ist richtig: Sie ist auf hoechstem Stand!
  10. #29

    Zitat von citizen_kane Beitrag anzeigen
    Wo schwächelt denn unsere Wirtschaft? Im Export bestimmt nicht. Da brummt der Laden.
    Da wäre der Exportrückgang von 1,7 Prozent in diesem Quartal, die sinkende Nachfrage in unseren Nachbarländern, der Mangel an Investitionen, die Infrastruktur fährt auf Verschleiß und dazu kommt der steigende Fachkräftemangel.
    Wir verkaufen uns der Welt zwar als Wirtschaftstitan und ja unsere Wirtschaft gehört tatsächlich zu den besten der Welt, aber Weltspitze sind wir schon länger nicht mehr, wir stehen zur Zeit nur so gut da, weil der Rest der westlichen Welt so schwach ist.








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