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Wirkung von Alkohol: Schlucken und schlagen

dapd/ PolizeiAlkohol enthemmt und macht aggressiv - doch längst nicht jeden. Warum werden manche Betrunkene gewalttätig, während sich andere im Rausch verunsichert zurückziehen? Zwei Forscher erklären, wie das Zusammenspiel der Hirnbotenstoffe die Reaktion auf Alkohol beeinflusst.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...835028,00.html
  1. #10

    Taten unter Alkoholeinfluß sollten eher dazu führen, dass die Betroffenen sich einer Therapie unterziehen (z.B. als gerichtliche Auflage). Bei anderen harten Drogen wie Meth oder Kokain ist das durchaus üblich und es hilft nun mal letzten Endes allen Beteiligten. Alkohol ist nun mal ähnlich hart wie Heroin und da wundert sich keiner über "suchtbegleitende" Straftaten. Lediglich bei Alkohol wird dies verharmlost. Und alkoholkrank ist man viel früher als die meisten selber glauben. Man muß nicht erst vor der Kaufhalle mit einem epileptischen Anfall herumliegen, Trinken mit Kontrollverlust ist schon krank, und wer deswegen sogar vor Gericht steht, wird meist schon chronisch krank sein.
  2. #11

    nun ja

    Zitat von bentonio Beitrag anzeigen
    Es ist ja nun hinlänglich bekannt, dass Alkohol diese Wirkung haben kann. Für mich daher völlig unverständlich, dass Alkoholkonsum strafminderndt wirkt, und das auch noch unabhängig davon, ob es sich um einen Süchtigen oder einen Feierabendsäufer handelt. Zumindest die sollten auf keinen Fall ihren Alkoholkonsum als Ausrede vorgesetzt bekommen: Ein Skandal!
    Fragen Sie doch einfach die Leute, die nach alkohollastigen Parties neben einem wildfremden Menschen aufgewacht sind und sich dann in Grund und Boden schämen. Unter Alkohol veranstaltet man gerne jeden erdenklichen Blödsinn, den man hinterher bitter bereut.
    Wer allerdings unter Alkohol gewaltätig wird, der hat schon ohne gewaltige Probleme. Nur sind die nicht unbedingt so offensichtlich. Man nimmt halt die ekelhafte Art und die schlechten Umgangsformen als gegeben.
    Auch das unterwürfige Würstchen mag mit seinen Promille aufblühen und irgendwann auszucken. Es ist nicht das Problem Alkohol, es ist das von der jeweiligen Person im Sollzustand.
    Wer einen Filmriss hat und sich an nichts erinnern kann, dem kann man kaum die volle Verantwortung unterjubeln. Üblicherweise wissen die Leute aber um ihre Verfassung und damit kann man sie sehrwohl festnageln. Soll heissen, die Verantwortung bleibt beim Täter, auch wenn der explizit an die eine Situation keine Erinnerung hat.
    Immerhin bleibt jedem die Chance, auch wenn das Leben mal wieder eine grausame Geschichte ist, sich zusammenzureissen und den Hintern auf dem Sofa zu parken. Bevor man loszieht und irgendwo fremde Leute vermöbelt.
  3. #12

    Augenwischerei

    Die Folgen und Zusammenhänge sind doch schon lange hinreichend bekannt. Strafminderung wegen Kontrollverlust ist ein schlechter Witz. Schließlich müßte eigentlich jeder wissen,was alles passieren kann, wenn zuviel Alkohol getrunken wird. Nein, so ist es schon fast eine Beleidigung und Verhöhnung für die Opfer.
  4. #13

    Schuldfrage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alkohol enthemmt und macht aggressiv - doch längst nicht jeden. Warum werden manche Betrunkene gewalttätig, während sich andere im Rausch verunsichert zurückziehen? Zwei Forscher erklären, wie das Zusammenspiel der Hirnbotenstoffe die Reaktion auf Alkohol beeinflusst.

    Alkohol kann enthemmen und aggressiv machen - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ein Mensch so viel säuft, dass er die Kontrolle über sich verliert, bedeutet das nicht, dass er nicht schuldfähig ist.
    Im Gegenteil, er hat diesen Zustand ja bewusst herbeigeführt.
    Schluß mit verminderter Schuldfähigkeit im Suff.
  5. #14

    Macht nix,

    .. zum Glück wirkt sich Alkoholkonsum oft strafmildernd aus. Gott sei Dank war es nur Alkohol, man müßte nur die Folgen bedenken wenn stattdesseb Cannabis konsumiert worden wäre.. oder Ecstasy.
  6. #15

    Zitat von Gertrud Stamm-Holz Beitrag anzeigen
    Fragen Sie doch einfach die Leute, die nach alkohollastigen Parties neben einem wildfremden Menschen aufgewacht sind und sich dann in Grund und Boden schämen. Unter Alkohol veranstaltet man gerne jeden erdenklichen Blödsinn, den man hinterher bitter bereut.
    Ich weiß, dass die Beteiligten abstreiten würden, aber das ist zumindestens schwerer Alkoholmißbrauch, in den meisten Fällen sogar schon krankhafter. Das muß nicht chronisch krank sein, es ist eben nicht so, dass das einfach so passiert. Ein nicht alkoholkranker Mensch kann nach 2 oder 3 Bier eben aufhhören.
    Das ist nichts wofür man sich schämen muß, aber es muß behandelt werden. Alleine kann man es fast nie stoppen. Und fast jeder Betroffene wird Ihnen sagen: Je früher desto besser.

    Wer allerdings unter Alkohol gewaltätig wird, der hat schon ohne gewaltige Probleme. Nur sind die nicht unbedingt so offensichtlich. Man nimmt halt die ekelhafte Art und die schlechten Umgangsformen als gegeben.
    Ja. Und die Probleme werden nicht geringer.

    Immerhin bleibt jedem die Chance, auch wenn das Leben mal wieder eine grausame Geschichte ist, sich zusammenzureissen und den Hintern auf dem Sofa zu parken. Bevor man loszieht und irgendwo fremde Leute vermöbelt.
    Schön wäre es. Aber wer mal selber auf einer Suchtstation war, wird bestätigen können, dass man es dort nicht kontrolllosen Freaks zu tun hat, sondern mit einem Spiegelbild der Gesellschaft.
    Der Süchtige kriegt sich ohne große Hilfe selber nicht mehr in den Griff, selbst wenn er der Vernünftigste auf der Welt ist (gibt schon Gründe, warum Rückfallquoten von 90% bei Alkohol der Fall sind). Deswegen ist es ja so wichtig, Betroffene frühzeitig zur Hilfe "zu zwingen", vergleichbar mit der MPU.
  7. #16

    Gut nur,....

    Zitat von Querkopf_9 Beitrag anzeigen
    Das Alkohol weiter verharmlost wird und "wir" friedliebenden Kiffern kriminalisiert werden! Ähm, warum ist das wohl so? Ist doch komisch wenn man sich mal die Statistiken anschaut. Wie viele Straftaten geschehen durch Alkohol sei Mord, Vergewaltigung oder einfach weil man Lust hat jemanden zu verletzen oder wie viele Alkohlkanke gibt es mittlerweile...2 Millionen oder sind es schon 5?.....Versteht das einer?
    ....das die samtmütigen Kiffer dann auch das Auto stehen lassen, oder?

    Mir ist es jedenfalls egal, ob ich von einem weichgekifften oder von einem aggressiven Autofahrer platt Gefahren werde....beides ist nicht erstrebenswert!!!

    Das Fazit aus den Studien kann nur lauten: Leute säuft weniger Alkohol !!

    Wenn man sich mal in seinem Umfeld umsieht, ist es schon erschreckend, wieviel Alkohol im Allgemeinen konsumiert wird.....wäre übrigens auch besser für die schlanke Linie..weniger Alkohol.....
  8. #17

    Enthemmung durch Aussicht auf Strafminderung?

    Meine Vermutung: Ein wesentlicher Grund für die Enthemmung
    und das aggressive Verhalten ist, dass der Täter auf Straf-
    minderung wegen seines Alkoholkonsums spekuliert.
  9. #18

    ich weiss nicht,

    Zitat von Dromedar Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass die Beteiligten abstreiten würden, aber das ist zumindestens schwerer Alkoholmißbrauch, in den meisten Fällen sogar schon krankhafter.....
    Hier übertreiben Sie. Nehmen Sie Fasching/Karneval oder Firmenfeiern und sortieren die Seitensprünge aus. Da findet zusammen was nicht zusammengehört. Das hat mit Alkoholismus nicht zwingend was zu tun. Ich ordne das unter Dummheit ein.

    Zitat von Dromedar Beitrag anzeigen
    Schön wäre es. Aber wer mal selber auf einer Suchtstation war, wird bestätigen können, dass man es dort nicht kontrolllosen Freaks zu tun hat, sondern mit einem Spiegelbild der Gesellschaft.
    Der Süchtige kriegt sich ohne große Hilfe selber nicht mehr in den Griff, selbst wenn er der Vernünftigste auf der Welt ist (gibt schon Gründe, warum Rückfallquoten von 90% bei Alkohol der Fall sind). Deswegen ist es ja so wichtig, Betroffene frühzeitig zur Hilfe "zu zwingen", vergleichbar mit der MPU.
    Ich habe vor Ewigkeiten einen cholerischen Chef gehabt. Hätten Sie dem seinen Rotwein weggenommen, er wäre kein angenehmerer Mensch geworden. Der war sowieso ein Ekel.
    Alkohol mag verstärkend wirken, er ist nicht der Grund für Defizite. Die sind vorher da. Will man jemanden auf Spur bringen, man muss bei den Defiziten anfangen und dann den Alkohol stückweise abstellen. Nicht andersrum.
    Soll heissen, bringen Sie den Leuten das Gehen bei und nehmen ihnen dann die Krücken weg.
  10. #19

    Ein richtig Besoffener kann nicht mehr schlägern!

    Meiner Erfahrung nach ist im Vollrausch die Motorik total weg. Ich war nach einigen Weihnachtsfeiern froh, wenn ich nach einigen Weihnachtsfeiern noch nach Hause robben konnte. Nei einer Schlägerei hätte ich als damals junger, kräftiger Mann auch gegen einen Rentner keine Chance gehabt und das wußte ich trotz Vollsuff auch. Wenn ich die Überwachungsvideos von Thorben P sehe, dann war der meiner Meinung nach nicht richtig besoffen. Die Koordination ist noch viel zu gut. Das Gerede von totalem Kontrollverlust ist bloß vorgeschoben, um die Strafen zu reduzieren. Warum fangen solche Besoffene denn nie Schlägereien mit kräftigen, nüchternen Männern an, sondern immer nur mit Leuten, die ihnen körperlich unterlegen sind? Auch das können sie offensichtlich noch einschätzen.


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