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Wirbel um Oberpirat Ponader: Basis frisst Führung

DPAPiratenpartei-Geschäftsführer Johannes Ponader lebt von Kunst, Hartz IV - und neuerdings auch von Spenden. Das empört die Basis. Der Fall offenbart die Unfähigkeit der Partei, sinnvolle Debatten zu entfachen. Das könnte sie den Einzug in den Bundestag kosten.

Kommentar zum Wirbel um Pirat Johannes Ponader: Basis frisst Führung - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Kein Zweifel, die Piraten ziehen in den Bundestag ein

    Was den Piraten hier vorgeworfen wird, ist ja gerade das Einzige, was sie von allen anderen unterscheidet. Ihre absolute politische Unfähigkeit ist so groß, dass es da, im Gegensatz zu anderen Parteien, ganz einfach nichts nachzubessern gibt. Das Kernthema der Piraten ist das klassische Duett zwischen Ignoranz und Frechheit. Es gibt irre viele Typen mit dieser Einstellung. Das eben sind die mächtigen Flöze, aus denen die Piraten ihre Schiffsfrachten bestücken. Nein, kein Zweifel, es gibt mehr als genug Flaschen, die nichts wissen und nichts können, aber dafür frech sind wie Oskar. Die fühlen sich bei den Piraten geborgen, und deshalb wird sich im Deutschen Bundestag eine starke Fraktion von Klischeepiraten auf den Sesseln lümmeln. Deshalb: Lasst uns froh und lustig sein und uns recht von Herzen freun!
  2. #2

    Wunderbar!

    Hier zeigt sich die ganze Unreife der Piratenpartei. Internet Trolle, die sich gegenseitig zutexten. Rechthaber und Erbsenzähler, wie man sie auch in Onlineforen zuhauf findet.

    "Unter dem Deckmantel der offenen Diskussionskultur wird das meiste zerredet, bevor es sich entfalten kann."

    Richtig beobachtet, aber noch richtiger ist, daß sich aus der Inhaltsleere, aus dem Nichts, ohnehin nicht entfalten kann. Das sind alles Multiplikationen mit -1, die bei den Piraten vorgenommen werden.
  3. #3

    Wählen

    Wählen tät ich sie nicht, die Piraten, aber sie haben großes Potential, das mu↓ man ihnen zugestehen. Allerdings auch hohes Selbstzerstörungspotential. Ist wohl die Frage, ob sie es reichtzeiig schaffen, eine funkitonierende Struktur auf die Bein zu stellen, bevor sie sch selbst in diesem lächerlichen Selbstzerfleischungskult zerrieben haben. Ich denke einfach, diese Partei ist noch in dr Entstehung, sie wird de notwendigen Strukturn und Organe noch bilden und deren Funktionsfähigkt herstellen. Das dauert noch bisi. Aber es wird so kommen. Den Ponader fand ich daneben, da ich von ihm auch nur die Sandalenbilder kannte, das fand ic albern. Dann sah ich ihn beim Lanz. Seither hab ich Respekt vor ihm, guter Mann, bleibt aber wahrscheinlich auf dem Weg zur Parteienbildung auf der Strecke. Scharde.
  4. #4

    Antwort:

    "Wie kann es sein, dass ein Hochbegabter mit einem 1,0-Abi und einem Studium keinem geregelten Job nachgeht?"

    Nur weil jemand studiert hat, heißt das noch lange nicht, dass er auch tatsächlich gebraucht wird. Herr Ponader hat tollerweise Theaterwissenschaften und allerlei anderen Quatsch studiert. Das wäre mir prinzipiell egal weil er es trotzdem schaffen hätte können, aber Leute wie er, die vom Gehabe her prinzipiell eher wenig zu gebrauchen sind, sollten dann doch eher Maschinenbau etc. studieren, da wäre ihnen der Job sicher. Prinzipiell ist es mir egal, was jemand studiert, der Sozialstaat müsste halt noch abgeschafft werden, dann muss der Steuerzahler solche Leute nicht ein Leben lang alimentieren.
  5. #5

    Ich hatte ja mal viel Hoffnung in die Piraten gesteckt...

    ... aber ich bin leider mittlerweile massiv enttäuscht von dieser Partei. Alleine die teilweise grenzwertigen Parteitagsbeschlüsse zur Legalisierung von Drogen, bedingungslosem Grundeinkommen und andere haben mich dazu bewogen, von einer Mitgliedschaft und einem weiteren Kreuz bei einer Wahl abzusehen.

    Dazu dann noch ein Parteivorstand der von "Spenden" seiner Jünger leben will. Wo sind wir denn? Auch die Piraten werden noch erkennen müssen, das sich Job und Mandat nicht vereinen lassen. Und bei den aktuellen Beitragsschulden wird es auch nicht mehr lange dauern, bis die erste Rechnungsprüfung für diese Partei gehörig in die Hose geht. Und dann schauen wir mal, wie man mal eben ein ppar hundertausend Euro Strafzahlungen aufbringen will.

    Interessant wäre dann zu wissen: kann eine Partei eigentlich Insolvenz anmelden?
  6. #6

    Ich denke, es geht nicht nur mir so, wenn es micht stört, dass in den Parteien Leute das sagen haben, die noch nie wirklich etwas gearbeitet haben.
    Also schon bei der Ausbildung oder dem Studium mit Parteiarbeit angefangen und dann irgendwo einen Sitz ergattert.

    Und dann müssen die über Dinge entscheiden, egal welches Thema, und sie haben keine Ahnung von der Sache.
    Und natürlich wissen die auch nicht, wie der Alltag der arbeitenden Bevölkerung aussieht. Frust am Arbeitsplatz, Ärger mit dem Chef und Mitarbeitern, etc.

    Was ich bei den Piraten oder sonst irgendeiner neuen Partei nun gar nicht brauche, ist noch so einer, der irgendwas brotloses studiert hat und dann von "Kunst und Hartz IV" lebt, d.h. nie was gearbeitet und es sich mir nicht erschließt, woher er die Kompetenz haben soll, bei irgendeinem Thema mitzureden, oder sogar politische Entscheidungen darüber zu treffen.

    Und im Fall Ponader schafft es weder Ponader noch seine Partei, aus dem Thema Spendenfinanzierung, das ja im vorliegenden Fall eine Miniatur von dem Problem ist, was im viel größeren Maße die großen Parteien betrifft, irgendeine konstruktive Diskussion zu entfachen.

    Und mal nebenbei, ein bißchen Parteiarbeit zu machen und nix arbeiten und dann neben Hartz IV noch Spenden zu bekommen, wäre mir echt zu peinlich.
    Das muss doch auch irgendwie anders gehen.
  7. #7

    so nicht ! Klappe halten - arbeiten gehen

    Zitat von FreieWelt Beitrag anzeigen
    "Wie kann es sein, dass ein Hochbegabter mit einem 1,0-Abi und einem Studium keinem geregelten Job nachgeht?".
    Ich habe ursprünglich gedacht dass BGE eigentlich eine gute Idee ist - am Beispiel des Herrn Ponader ist mit klar geworden, daß diese Kaste von Personen Schmarozer sind, welche sich auf Kosten der Allgemeinheit durchfressen.

    Ganz klar - keine Spenden, kein Hartz4 sondern zwangsweise in einen Job vermitteln, bei dem er etwas sinnvolles für die Gemeinschaft tut - ich schlage vor Burger braten bei dem großen M statt auf Kosten der Gesellschaft große Reden schwingen.
  8. #8

    Menschen

    Zitat von FreieWelt Beitrag anzeigen
    "Wie kann es sein, dass ein Hochbegabter mit einem 1,0-Abi und einem Studium keinem geregelten Job nachgeht?"

    Nur weil jemand studiert hat, heißt das noch lange nicht, dass er auch tatsächlich gebraucht wird. Herr Ponader hat tollerweise Theaterwissenschaften und allerlei anderen Quatsch studiert. Das wäre mir prinzipiell egal weil er es trotzdem schaffen hätte können, aber Leute wie er, die vom Gehabe her prinzipiell eher wenig zu gebrauchen sind, sollten dann doch eher Maschinenbau etc. studieren, da wäre ihnen der Job sicher. Prinzipiell ist es mir egal, was jemand studiert, der Sozialstaat müsste halt noch abgeschafft werden, dann muss der Steuerzahler solche Leute nicht ein Leben lang alimentieren.
    Es gibt Menschen, die unglaublicherweise ihren Studiengang nach ihren Interessen aussuchen und keinen Bock haben, etwas anderes zu tun, nur weil ihnen das ein sicheres und bequemeres Leben ermöglicht. Ich habe vor Ponader Respekt und die Piratenpartei sollte endlich einen Weg finden, ihn anständig für sein Amt zu entlohnen.

    Sie hingegen sehe ich irgendwie frustriert 40 Stunden die Woche einen 08/15 Job in irgendeinem Büro machen. Immer schön von 9-17 Uhr da, vielleicht mal die ein oder andere Überstunde. Es wird sich riesig über einen Brückentag gefreut und ansonsten fährt man am Montagmorgen missmutig zur Arbeit und sehnt sich schon nach Freitagabend.

    Den Sozialstaat abschaffen. Die Kommentare bei der Bild können mitunter auch nicht lächerlicher sein.
  9. #9

    Grundeinkommen+Jauch+Privatsphäre

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Piratenpartei-Geschäftsführer Johannes Ponader lebt von Kunst, Hartz IV - und neuerdings auch von Spenden. Das empört die Basis. Der Fall offenbart die Unfähigkeit der Partei, sinnvolle Debatten zu entfachen. Das könnte sie den Einzug in den Bundestag kosten.

    Kommentar zum Wirbel um Pirat Johannes Ponader: Basis frisst Führung - SPIEGEL ONLINE
    Ich denke, die Partei hat verpasst, zu zeigen, wie ernst es ihr mit dem Grundeinkommen ist. Wenn einer ihrer Köpfe ehrenamtlich arbeiten soll und man sich dann über seine Finanzierung aufregt, dann ist da einiges im Argen. Für die führenden Köpfe ein Grundeinkommen, wie es für den gesamten Staat geplant ist, wäre ein Zeichen gewesen. Aber gut, das kann man sehen wie man will. Die Diskussion und wie sie hier dargestellt wird, finde ich ziemlich daneben.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was von der Ponader-Posse hängenbleiben wird, ist das Label "Hartz-IV-Pirat". Daran ist Ponader selbst schuld. Er hat es verpasst, sein Anliegen offensiv und verständlich zu verpacken, der Furor war abzusehen. Kritische Berichterstattung über sein Lebensmodell tut er als Verleumdungskampagne ab.
    Das muss ich sagen ist so nicht richtig. Ich erinnere mich genau an den Auftritt bei Jauch und als Herr Ponader gefragt wurde, wovon er lebt und mit ALG2 antwortete, wollte Herr Jauch aus dessen Mund Hartz4 hören und fragte mehrfach (!) nach, obwohl Ponaders antwortet absolut korrekt war.

    Der Absatz zeigt übrigens aus meiner Sicht, dass der Autor den Artikel selber nicht ganz ernst nimmt. Herr Ponader kann doch leben wie er will, Hochbegabte (1er Abitur etc., denke die Bezeichnung ist in Ordnung) haben ein Recht darauf, nicht einen hochdotierten Arbeitsplatz zu haben, den sie haben könnten, das gehört zur Privatsphäre. Insofern haben "kritische Berichte" über Herrn Ponaders Lebensstil, soweit er sich im rechtlichen Rahmen bewegt, doch tatsächlich etwas von einer Verleumdungskampagne, wenn er damit diskreditiert werden soll...


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